Handball | DHB-Pokal Thüringer HC zittert sich ins Final Four - Huber schwer verletzt

Was für eine Dramatik: In letzter Sekunde holt sich der Thüringer HC beim starken Zweitligisten VfL Waiblingen den Viertelfinal-Sieg im DHB-Pokal. Allerdings wurde der teuer erkauft, Josefine Huber verletzte sich schwer.

Die Handballerinnen des Thüringer HC stehen im Final Four des DHB-Pokals. Der Bundesligist setzte sich in buchstäblich letzter Sekunde beim starken Zweitligisten VfL Waiblingen mit 27:26 durch. Kerstin Kündig erzielte das entscheidende Tor per Siebenmeter. Überschattet wurde die Partie von einer schweren Knieverletzung von Josefine Huber.

THC wirft Celina Meissner berühmt

Dass es nach der Corona-Zwangspause nicht leicht wird, hatte Trainer Herbert Müller bereits vor der Partie angedeutet. Aber seine THC-Frauen kamen so richtig gar nicht rein und lagen nach vier Gegentoren in Folge früh mit 2:5 hinten. Sinah Hagen und Samira Brand mit je drei Toren waren die erfolgreichsten Werferinnen bei Waiblingen und im Tor wuchs Celina Meißner über sich hinaus, entschärfte reihenweise die nicht immer sehr platzierten Würfe des THC. Die Thüringerinnen leisteten sich zudem viele technische Fehler, lagen deshalb immer im Rückstand, zur Pause dann mit 10:11.  Eine Wurfquote von 38 Prozent sagt alles über die Abschlussqualitäten des Erstligisten in Halbzeit eins.

Anika Niederwieser, Thüringer HC 14, gegen Celina Eileen Meißner, Waiblingen Tigers 61, im Tor.
Thüringens Anika NIederwieser gegen Torfrau Celina Meißner Bildrechte: imago images/Eibner

Huber verdreht sich Knie - Siebenmeter-Erlösung

Das Bild setzte sich nach dem Wechsel fort. Der THC konnte sich einfach nicht absetzen, weil in der Defensive nicht konsequent angegriffen wurde und vorn immer wieder Torfrau Meißner im Weg stand. In der 46. Minute der nächste Rückschlag: Josefine Huber traf freistehend am Kreis zum 18:18, verdrehte sich dabei aber unglücklich das linke Knie und blieb mit großen Schmerzen liegen. Ihr droht nun eine ganz lange Verletzungspause. Der dramtische Höhepunkt kam in der letzten Minute, als der THC beim 26:26 den Ball hatte und in der Schlusssekunde einen berechtigten Siebenmeter zugesprochen bekam. Kündig traf - es war ihr sechstes Tor im Spiel - und das Müller-Team stand im Halbfinale.

Josefine Huber, Thüringer HC 57, gegen Carmen Hammer, Waiblingen Tigers 15.
Josefine Huber (weißes Trikot) verletzte sich schwer am linken Knie. Bildrechte: imago images/Eibner

Straffes Programm kommende Woche

Zeit zum Ausruhen haben die Thüringerinnen kaum, am Mittwoch geht es in der Bundesliga bereits weiter. Dann steht das Auswärtsspiel beim amtierenden Deutschen Meister Borussia Dortmund auf dem Programm. Und drei Tage später geht es zu Bensheim/Auerbach.

rei

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