Handball | Saisonfazit EC-Sieg und historisch gute Platzierung - die starke Handball-Saison von Magdeburg und Leipzig

Mit Niederlagen haben sich die Handballer des SC Magdeburg und des SC DHfK Leipzig am Sonntag (27.06.2021) aus der Bundesliga-Saison verabschiedet. Doch trotz verpatztem Finale: die beiden mitteldeutschen Klubs können mit der Spielzeit mehr als zufrieden sein.

Trainer Bennet Wiegert(SC Magdeburg) und Andre Haber (Trainer DHfK Leipzig)
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SCM drittebestes Bundesliga-Team

Torjubel bei Jannick Green Krejberg und Bennet Wiegert
Torjubel bei Jannick Green Krejberg und Bennet Wiegert Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Die Magdeburger haben sich zum dritten Mal in Serie als drittbestes Team in der besten Handball-Liga der Welt behauptet. Rang drei hinter Kiel und Flensburg und vor der starken Konkurrenz aus Berlin und Mannheim – der SCM ist in den vergangenen Jahren wieder zu einer echten Spitzenmannschaft geworden. Mit Omar Ingi Magnusson haben die Sachsen-Anhalter zudem den besten Werfer der gesamten Liga in ihren Reihen: Der Rückraumspieler netzte 274 Mal ein.

Erster Europapokal-Erfolg seit 2007

Überstrahlt wird die solide Saison vom Sieg in der European League – dem ersten internationalen Triumph der Magdeburger nach EHF-Pokalsieg 2007. Im Finale besiegte der SCM Bundesliga-Konkurrent Füchse Berlin. "Ein Titel war das Ziel für diese Saison. Das haben wir geschafft - das ist unfassbar", freute sich der Norweger Christian O'Sullivan nach dem Triumph.

Ein Titel dürfte für den SCM auch in der kommenden Saison das große Ziel sein. Einen ersten großen Erfolg konnten die Magdeburger bereits jetzt verbuchen: Von Liga-Konkurrent Leipzig wurde Top-Spieler Philipp Weber zurück an die Elbe gelotst. Vier Spieler verlassen den SCM dagegen: Zeljko Musa, Cristoph Steinert, Tobias Thulin und Justus Kluge verabschieden sich aus der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts.

DHfK: Beste Platzierung der Vereinsgeschichte

Andre Haber (Trainer DHfK Leipzig) bejubelt ein Tor mit hochgerissenen Armen beim Handball-Bundesliga-Spiel DHfK Leipzig
DHfK-Coach Andre Haber jubelt. Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Trotz schmerzlichem Weber-Abgang ist die Stimmung auch bei den Leipziger DHfK-Handballern gut. Richtig gut sogar. Die Leipziger beendeten die Saison als Sechster – und damit so gut wie noch nie in der Bundesliga: "Darüber freue ich mich sehr", sagte DHfK-Coach Andre Haber nach dem Saisonfinale – die 28:31-Niederlage in Hannover war damit auch schnell vergessen. "Das ist eine Belohnung für die Mannschaft, die in dieser langen und harten Saison nie aufgesteckt hat", so der Coach mit Verweis auf ein echtes Hammer-Abschlussprogramm: Wegen einiger corona-bedingter Verschiebungen mussten die Leipziger im Juni acht Spiele innerhalb von 28 Tagen abreißen – und verloren trotz des harten Programms nur drei von elf Spielen.

"Dass wir nun das beste Resultat unserer Vereinsgeschichte erreicht haben, macht mich stolz", freut sich Coach Haber, der in der neuen Saison nun ohne einige Leistungsträger auskommen muss. Neben Weber verlassen auch Bastian Roschek, Niclas Pieczkowski und Martin Larsen den Verein.

TSV Hannover-Burgdorf - SC DHfK Leipzig 1 min
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Fans in der Halle? Leipziger Frust und Freude

Was den Leipziger und bundesweiten Handballfans ebenfalls noch von der Saison hängen bleiben dürfte: Der SC DHfK war ein Pionier in Sachen Zuschauern in Pandemie-Zeiten. Die Leipziger um Manager Karsten Günther trieben Studien und Hygienekonzepte voran. Dennoch mussten die Leipziger lange vor leeren Rängen spielten- was in einem bemerkenswerten und vielbeachteten Gefühls-Ausbruch von Günther bei einer Pressekonferenz gipfelte. Immerhin: In den letzten Saisonspielen waren dann wieder ein paar Fans zugelassen. Über die gesamte Saison hatten die Leipziger mit 11.578 sogar die höchste Zuschauerauslastung der gesamten Bundesliga.

Dirk Hofmeister

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