Handball | Bundesliga Thüringer HC: Neue Torfrau und vorsichtiger Neustart nach der Corona-Zwangspause

Die gute Nachricht vorweg: Der Thüringer HC steht wieder auf der Platte. Das Pokal-Viertelfinale in Waiblingen wird zeigen, wie weit das Team nach dem schweren Corona-Ausbruch zu Jahresbeginn ist. Anschließend gibt es Verstärkung im Tor.

Nach gut einem Monat Zwangspause mitsamt vier abgesagten Bundesligapartien in Serie kann der Thüringer HC endlich wieder ins Geschehen eingreifen – beim Zweitliga-Dritten VfL Waiblingen steht am kommenden Sonntag (30. Januar, 16 Uhr, im Liveticker in der Spio-App und auf sport-im-osten.de) jedoch gleich das so wichtige Viertelfinale im DHB-Pokal an.

"In Dauer und Intensität müssen wir aufpassen"

Auch wenn das Team von Trainer Herbert Müller zurück auf der Platte ist – an Normalität ist nach dem schweren Corona-Ausbuch zu Jahresbeginn, der nahezu den gesamten Kader erwischt hatte, noch längst nicht zu denken. "Sowohl in der Dauer der Trainingseinheiten als auch in der Intensität müssen wir aufpassen", sagte Müller dem "MDR Aktuell Nachrichtenradio". Immerhin sind die Tage vorbei, an denen dem 59-Jährigen nur drei Spielerinnen zur Verfügung standen.

Irma Schjött
Irma Schjött schließt die Lücke im Kasten des Thüringer HC. Bildrechte: IMAGO / Bildbyran

Auch personell hat sich beim siebenmaligen Deutschen Meister kurz vor dem arg verspäteten Start ins neue Jahr noch etwas getan. Die schwedische Auswahlspielerin Irma Schjött (H65 Höörs HK) wird ab Februar das Torhüterinnentrio des aktuellen Bundesliga-Vierten wieder komplettieren. Ihr Vertrag gilt über zweieinhalb Jahre bis Sommer 2024. Zwischen den THC-Pfosten herrscht momentan große Not.

Schjött lindert die Not im THC-Kasten

Rinka Duijndam fehlt weiterhin krankheitsbedingt, zudem hat Petra Blazek die Bad Langensalzaerinnen auf eigenen Wunsch kurzfristig verlassen – ziemlich viel Last also für die vergangenen November 20 Jahre jung gewordene Laura Kuske. Umso erleichterter betonte Herbert Müller mit blumigen Worten in einer Vereinsmitteilung zur Verpflichtung der auch erst 23-jährigen Schjött: "Ich bin schon jetzt voll des Lobes über dieses prachtvolle Mädel, die alle Wege selbst gesucht hat, um uns jetzt in dieser prekären Situation zu helfen."

Nikoline Skals Lundgreen kommt im Sommer

Nikoline Skals Lundgreen (re.) läuft ab der kommenden Saison für den THC auf. Bildrechte: IMAGO / Ritzau Scanpix

Neben Blazek bat auch Rückraumspielerin Ines Khoulidi um ihre Vertragsauflösung. Die 36-jährige Tunesierin wurde in der Hinrunde immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen und kam so lediglich zu zwei Einsätzen. Einen deutlich größeren Einfluss erhoffen sich die THC-Verantwortlichen von Nikoline Skals Lundgreen. Die dänische Linkshänderin, derzeit noch in Diensten des schwedischen Klubs Skövde HF, soll ab der kommenden Saison den Rückraum in Müllers Team verstärken. Sie erhält einen Vertrag bis 2024.

"Der Wechsel zum THC fühlt sich richtig an", so die 24-Jährige, "ein neues Land, eine neue Spreache und eine neue Liga sind immer soannend." Ihr zukünftiger Trainer Herbert Müller ergänzte, dass es "in diesen schweren Zeiten" gelungen sei, "eine hochtalentierte und hochmotivierte Linkshänderin für unseren rechten Rückraum zu gewinnen."

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mhe

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | THÜRINGENJOURNAL | 06. Februar 2022 | 19:00 Uhr

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