Handball | European League Thüringer HC revanchiert sich mit Offensivspektakel gegen Storhamar

Mit einem 41:36 (18:15)-Offensivspektakel hat sich der Thüringer HC für die bittere Niederlage gegen Storhamar HE keine 24 Stunden zuvor revanchiert. Vor allem Emma Ekenman-Fernis und zwei Teenager trumpften auf. Es war der erste THC-Sieg im dritten Hauptrundenspiel der EHF European League.

Die Gastgeberinnen kamen schwer in die Partie, agierten in der Offensive fahrig und ließen in der Defensive viel zu große Lücken. "Die überlaufen uns in den Kreuzungen und hatten schon zehn Würfe über außen", bemängelte THC-Trainer Herbert Müller in seiner Auszeit beim Stand von 7:11 (15.).

Emma Ekenman-Fernis (Thueringer HC) in Aktion beim Spiel Thüringer HC - Storhamar HE
Emma Ekenman-Fernis erwischte mit Arwen Rühl in der THC-Offensive einen Sahnetag. Bildrechte: IMAGO / Christian Heilwagen

Müllers Auszeit zeigt Wirkung, Kuske glänzt

Laura Kuske
Laura Kuske überzeugte vor der Halbzeit mit Glanzparaden. Bildrechte: imago images/Christian Heilwagen

Müllers Wachrütteln sollte seine Wirkung nicht verfehlen. Urplötzlich hielt die Deckung, gelangen Stops und im Angriff war zuerst Emma Ekenman-Fernis auf Betriebstemperatur. Beim 13:12 (24.) ging der Bundesligist erstmals in Führung.

Storhamar, in den Anfangsminuten noch so selbstbewusst und konsequent, zeigte sich beeindruckt. In der bärenstarken Viertelstunde zwischen Müllers Auszeit und der Halbzeitsirene kassierte Torhüterin Laura Kuske nur vier Gegentreffer, während der THC das erste größere Polster aufbaute (18:15, 30.). Überhaupt erwischte die 19-jährige Kuske vor allem im ersten Durchgang einen Sahnetag und glänzte in jenen ersten 30 Minuten mit 40 Prozent abgewehrten Würfen.

Ekenman-Fernis und Rühl tragen die Offensive

Thüringer HC - Storhamar HE. THC-Rückraumspielerin Arwen Rühl warf zwölf Tore.
Die überragende Arwen Rühl warf zwölf Tore. Bildrechte: IMAGO / Christian Heilwagen

Im linken Rückraum mauserte sich derweil die erst 18-jährige Arwen Rühl zur eiskalten Vollstreckerin. Gemeinsam mit Ekenman-Fernis trug das große THC-Talent die Offensive ihres Teams und war maßgeblich daran beteiligt, dass der Underdog knapp 15 Minuten vor dem Ende mit sieben Toren in Führung lag (31:24, 45.). Die Norwegerinnen schwangen im Anschluss die Brechstange, wollten den THC mit einer minutenlangen Halbfeldpresse aus dem Konzept bringen.

Aber die Müller-Sieben wusste sich zumindest offensiv zu wehren, behielt – anders als am Samstag – die Nerven, knackte durch die im ersten Durchgang noch geschonte Marketa Jerabkova sogar die 40-Tore-Marke (59.) und zwang Storhamar in die Knie. Ekenman-Fernis und Rühl waren mit je zwölf Treffern die besten THC-Schützinnen.

---
mhe

Aktuelle Beiträge zum Handball

Alle anzeigen (87)

Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 07. Februar 2021 | 12:00 Uhr

0 Kommentare