Handball | 2. Bundesliga Dessau mit Zittersieg an die Spitze - bittere Heimpleite für Elbflorenz

6. Spieltag

Freud und Leid bei den mitteldeutschen Handball-Zweitligisten: Während Dessau-Roßlau mit einem hauchdünnen Sieg gegen Großwallstadt die Spitze eroberte, ließ der HC Elblorenz zuhause gegen Lübeck-Schwartau Federn.

Dessau-Roßlauer HV nach Zittersieg Tabellenführer

Das war knapp: Der Dessau-Roßlaer HV hat sich gegen TV Großwallstadt mit 29:28 zu zwei Punkten gezittert. Zwischenzeitlich lag das Team von Uwe Jungandreas zwei Tore zurück, behielt letztendlich in dem Krimi aber die Oberhand. Zur Belohnung sprangen die Sachsen-Anhalter auf Rang eins der Handball-Zweitliga-Tabelle. 

Der Dessau-Roßlauer HV, aktuell Tabellen-Dritter, ging in der Anhalt-Arena vor 982 Zuschauern natürlich als Favorit gegen die einst ruhmreichen Großwallstädter in die Partie.  Bis zur 14. Minute legte die Mannschaft von Uwe Jungandreas stets vor, doch die Gäste aus Bayern ließen sich nicht abschütteln und hatten nach einer Viertelstunde plötzlich die Nase vorn. Mit 6:5 gingen die Unterfranken erstmals in Führung. Danach ging es auf und ab, entscheidend absetzen konnte sich kein Team. Drei Sekunden vor dem Pausenpfiff war noch einmal Jakub Hrstka zur Stelle und sichert Dessau-Roßlau wenigstens das 16:16 zur Pause.

Timo Löser
Dessaus bester Torschütze Timo Löser (acht Treffer) (Archivbild) Bildrechte: imago images/Hartmut Bösener

Die Gäste kamen hellwach aus der Kabine und legten ein 17:16 vor. Dessau-Roßlau leistete sich danach zu viele Fehler und musste nach 40 Minuten sogar das 18:20 hinnehmen, Großwallstadt führte erstmals mit zwei Toren. Gebrochen war damit der Kampfgeist der Gastgeber aber noch lange nicht, denn sie kamen wieder heran. Beim 25:25 (49.) dank eines Tores von Tomas Pavlicek stand das Spiel auf des Messers Schneide, die Nervosität wurde größer. Vier Minuten lang gelang keiner Mannschaft ein Treffer, dann fasste sich Yannick Danneberg ein Herz und netzte zum 26:25 ein. Es blieb bis zum Schluss ein Krimi, letztendlich brachten die Hausherren das knappe 29:28 über die Ziellinie. Bester Werfer bei Dessau-Roßlau war Timo Löser mit acht Toren.

Bittere Heimpleite für den HC Elbflorenz

In seinem ersten Saison-Heimspiel in der 2. Liga kassierte der HC Elbflorenz 2006 dagegen eine bittere Heimpleite. Gegen den VfL Lübeck-Schwartau hieß es am Ende 24:25 (15:12).

Rico Goede Trainer HC Elbflorenz Dresden
Dresdens Trainer Rico Göde (Archivbild) Bildrechte: imago images/Eibner

Nach ausgeglichenem Beginn hatte sich das Team von Rico Göde gegen die Gäste, deren Vorgängerverein VfL Bad Schwartau 2001 Deutscher Pokalsieger geworden war, einen Drei-Tore-Vorsprung zur Pause erkämpft. Mit sechs Treffern überragte dabei der rechte Rückraumspieler Mindaugas Dumicius. Die 718 Zuschauern durften sich kurz nach dem Wechsel dann auf einen vergleichsweise ruhigen Rest-Nachmittag einstellen, denn der HCE zog sogar auf 17:12 bzw. 18:13 (35.) davon. Das war es aber mit der Herrlichkeit. Lübeck-Schwartau, früher einst trainiert von den Startrainern Vlado Stenzel und Zvonimir Serdarusic, arbeite sich Tor um Tor heran, unter anderem mit einer 5:0-Serie. In der 48. Minute führte die Gäste sogar zum ersten Mal - und ließen sich den Mini-Vorsprung nicht mehr nehmen. Eine Zwei-Minuten-Strafe für Dresden und ein verwandelter Lübecker Siebenmeter (58.) halfen am Ende. Im vierten Spiel ist es für Dresden die ersten Saison-Niederlage.

Mindaugas Dumcius und Lukas Siegler
Der Litauer Mindaugas Dumicius traf nach
der Pause auch nur noch einmal für Elbflorenz. (Archivbild).
Bildrechte: imago images / Hentschel

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red

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 01. Oktober 2020 | 20:40 Uhr

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