Handball | 2. Bundesliga Dessau-Roßlauer HV überrascht beim Spitzenreiter

Der Dessau-Roßlauer HV hat bei Tabellenführer Hamm-Westfalen trotz dezimiertem Kader einen Überraschungssieg gefeiert. Der HC Elbflorenz wiederum ließ in Hüttenberg Punkte liegen.

Uwe Jungandreas
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Dessau-Roßlau zeigt starke Vorstellung

Der Dessau-Roßlauer HV hat bei Tabellenführer Hamm-Westfalen für eine Überraschung gesorgt. Die Mannschaft von Trainer Uwe Jungandreas gewann nach starker Vorstellung mit 27:26 (15:15).

Die Gäste aus Dessau-Roßlau, die aufgrund von Verletzungspech nur mit einem dezimierten Kader antraten, spielten von Anfang an auf Augenhöhe, gingen zunächst 2:0 in Führung und ließen sich auch nicht von einem zwischenzeitlichen 6:9-Rückstand (14.) abschütteln. Sie kamen durch einen Dreierpack zum 9:9 zurück (18.) und erarbeiten sich sogar einen erneuten Vorsprung (14:12, 25.).

Zwar mussten sie bis zur Halbzeitpause noch das 15:15 schlucken, doch nach dem Seitenwechsel machten sie genau so weiter wie im ersten Durchgang und gingen erneut in Führung (20:18, 25:23.). Nach dem erneuten Ausgleich besorgte Vincent Sohmann schließlich den Siegtreffer. Bester Werfer war Jakub Hrstka mit zehn Toren, darunter sieben Siebenmetern, und einer 90-Prozent-Wurfquote.

HC Elbflorenz lässt Federn

Der HC Elbflorenz 2006 hat im dritten Spiel der Saison das erste Mal Federn lassen müssen. Gegen den TV 05/07 Hüttenberg hieß es nach der Schlusssirene 33:33 (15:16). Vor allem die Schlussphase in der Arena in Wetzlar hatte viel Kampf und Spannung zu bieten.

Die ersten 30 Minuten waren geprägt von vielen Führungswechseln und Phasen, in denen mal die Hüttenberger, mal die Gäste aus Dresden am Drücker waren. Kein Team konnte über einen längeren Zeitraum den Druck hochhalten und sich so wirklich absetzen. Mal führten die Gastgeber mit zwei Toren (8:6, 13.), kurze Zeit später war der HC nach einem 5:1-Lauf wieder obenauf. Dementsprechend eng ging es mit nur einem Tor Vorsprung (15:16) für die Dresdner in die Kabine.

Auch in Hälfte zwei änderte sich nicht viel am Spielverlauf. Dresden verpasste einige Chancen, sich abzusetzen, doch pünktlich zur Crunch-Time war der HC da und konnte sich ein Drei-Tore-Plus (26:29, 51.) herausspielen. Das sollte aber nicht zum Sieg reichen. Hüttenberg kämpfte sich zurück und nutzte leichte Fehler der Dresdner, um in Minute 59 den Ausgleich zum 33:33 zu erzielen. Es blieb beim durchaus gerechten Remis, auch wenn mit etwas mehr Coolness der Dresdner zum Ende hin mehr drin gewesen wäre.

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red

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 24. Oktober 2020 | 21:40 Uhr

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