Handball | 2. Bundesliga Nur EHV Aue mit Befreiungsschlag - Dessau-Roßlau und Eisenach mit Pleiten

32. Spieltag

Ein durchwachsener Abend für den mitteldeutschen Handball in der 2. Bundesliga. Lediglich der EHV Aue konnte im Abstiegskampf einen Befreiungsschlag setzen. Der Dessau-Roßlauer HV und der ThSV Eisenach kassierten bittere Pleiten.

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Nach über zwei Monaten: EHV Aue kann doch noch gewinnen

Das tat den geschundenen Seelen des EHV Aue gut. Die Sachsen haben ihre Sieglos-Serie am 30. Spieltag nach über zwei Monaten beendet. Dabei zeigte das Team aus dem Lößnitztal eine leidenschaftliche Leistung und gewann mit 25:19 (11:9) gegen den TV Hüttenberg.

Nach acht Partien ohne Erfolg merkte man dem Team von Interimstrainer Runar Sigtryggsson an, dass gerade im spielerischen Bereich noch wenig auf die Platte kam. Dafür zeigten sich Aue kämpferisch mindestens auf Augenhöhe mit den Gästen aus Hessen und ließ sich auch von einem 4:6-Rückstand (12.) nicht aus der Ruhe bringen. Robert Koch und Maximilian Lux sorgten mit jeweils drei Treffern dafür, dass der EHV mit einem 11:9-Vorsprung in die Pause ging.

Runar Sigtryggsson
Interimstrainer Runar Sigtryggsson konnte sehr zufrieden mit der Leistung seines Teams sein. Bildrechte: IMAGO / Picture Point

Im zweiten Abschnitt zeigte vor allem Aue-Keeper Erik Töpfer seine Qualitäten und wehrte etliche Abschlüsse der Hüttenberger ab. Und auch in der Offensive lief es bei den Hausherren auf einmal rund. Nach einem kleinen Zwischensprint stand es in der 40. Spielminute bereits 16:10. Bei diesem Vorsprung blieb es auch bis zum Ende. Mit 25:19 sicherten sich die Erzgebirger ihren ersten Erfolg nach über zwei Monaten.

Abstiegsplätze rücken näher: Dessau-Roßlauer HV mit nächster Niederlage

Das hat sich der Dessau-Roßlauer HV sicherlich anders vorgestellt. Am 30. Spieltag der 2. Bundesliga haben die Sachsen-Anhalter mit 21:27 (11:11) beim ebenso abstiegsbedrohten TuS Ferndorf verloren. Damit wird die Luft für den DRHV immer dünner.

In der Ferndorfer Sporthalle Stahlerwiese ging es für die Dessauer vor allem darum, den Abstand zu Abstiegsplätzen wieder zu vergrößern. Die durch Corona gebeutelten Blau-Weißen hatten vor allem in den Anfangsminuten ihre Probleme mit der Chancenverwertung gegen den TuS Ferndorf. Doch bis zur Pause konnten die Sachsen-Anhalter durch Kampf und Geschick ein 11:11 erspielen. Das lag vor allem auch an Philip Ambrosius, dem nach Paraden zweitstärksten Torhüter der Liga.

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Doch im zweiten Abschnitt liefen die Hausherren aus Nordrhein-Westfalen heiß und ließen dem Team aus Sachsen-Anhalt keine Chance mehr. Am Ende eine klare Auswärtsniederlage für den DRHV und somit rücken die Abstiegsplätze noch näher.

Eisenach kämpft gegen Gummersbach vergeblich

Der ThSV Eisenach hat gegen den Aufstiegsaspiranten VfL Gummersbach eine erwartbare Niederlage kassiert. Die Westthüringer verloren am Samstagabend mit 27:35 (14:15).     

Potisk Martin, ThSV Eisenach, Santos Raul, VFL Gummersbach
Martin Potisk (mi.) veruscht durch den Gummersbacher Block zu kommen. Bildrechte: imago images/Christian Heilwagen

Der ThSV startete stark in die Partie und setzte sich nach neun Minuten auf 5:1 ab. Doch der zwölfmalige Deutsche Meister fand nun besser in die Partie und kam Stück (7:5/13.) für Stück (11:11/24.) ran und übernahm bis zur Halbzeit die Führung. Die Hausherren leisteten sich zu viele Zeitstrafen, die Gummersbach eiskalt ausnutzte. Im zweiten Durchgang zog Gummersbach bis zur 37. Minute auf vier Tore davon (17:21). Kurz danach flog Daniel Dicker mit einer Roten Karte aus der Partie.

Damit schien die Moral von Eisenach gebrochen. Gummersbach zog davon (17:24/41.), mehr als ein kurzes Aufbäumen der Wartburgstädter war nicht mehr drin (25:29/55.). Bester Werfer der Thüringer war Alexander Saul mit sieben Treffern.

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towo/rho

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 09. Mai 2021 | 21:45 Uhr

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