Handball | Bundesliga Magdeburgs Siegesserie reißt in Flensburg

21. Spieltag

Der SC Magdeburg hat das erste Spiel nach der EM-Pause verloren. Gegen die SG Flensburg-Handewitt musste sich das Team von Bennet Wiegert am Ende mit 23:29 (12:15) geschlagen geben. Es war die erste SCM-Schlappe nach zuvor sechs Siegen in Serie. Vor ausverkauften Rängen in der Flens-Arena traf Michael Damgaard mit sieben Toren am erfolgreichsten für den SCM. Auf Seiten der Gastgeber stach Jim Gottfridsson mit neun Treffern und einer 100-prozentigen Quote heraus.

Gisli Thorgeir Kristjansson Magdeburg, 10 , Michal Jurecki Flensburg
Magdeburgs Gisli Thorgeir Kristjansson verletzte sich in der Schlussphase an der Schulter. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Die Anfangsphase des Spiels war lange Zeit ausgeglichen und der SCM machte auch ohne den verletzten Marko Bezjak eine gute Figur. Nach 13 Minuten gerieten die Gäste das erste Mal mit zwei Toren (5:7) ins Hintertreffen, konnten sich aber über die gesamte erste Halbzeit in Schlagdistanz halten. Flensburg erhöhte kurz vor der Pause noch auf 14:10 in Front, doch die Elbestädter kämpften sich schnell zurück und halbierten den Rückstand auf 12:14.


Kristjanssons Verletzung bringt SCM aus der Fassung

Die Partie entwickelte sich zu einem sehenswerten Schlagabtausch, bei dem die Torhüter auf beiden Seiten ihr ganzes Können zeigten. Vor allem Flensburgs Benjamin Buric machte den Magdeburgern ein ums andere Mal das Leben schwer. Der SCM geriet in der Defensive häufig in Unterzahl und musste zusehen, wie Flensburgs Vorsprung langsam aber stetig größer wurde (21:15, 40.) Jannik Green brachte die Gäste mit drei Paraden in Folge wieder ins Spiel und Neuzugang Kristjansson konnte auf 24:21 verkürzen. Kurz darauf folgte die Schlüsselszene. Im Zweikampf mit Michal Jurecki verletzte sich der 20-jährige Kristjansson an der Schulter und musste unter Tränen das Feld verlassen.


Flensburg am Ende eiskalt

Sichtlich geschockt von den Ereignissen verlor der SCM in der Schlussphase den Faden und musste die Gastgeber ziehen lassen. Flensburg nutzte die Fehler im Magdeburger Angriff gnadenlos aus und setzte sich bis zum Ende der Partie auf sechs Tore (29:23) ab. Den Nordlichtern gelingt damit der Sprung auf den zweiten Tabellenplatz. Magdeburg bleibt zunächst auf Rang vier hinter Hannover, ist jedoch weiterhin in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen.

von Vincent Krötki

Dieses Thema im Programm: MDR S-ANHALT | SACHSEN-ANHALT HEUTE | 02. Februar 2020 | 19:00 Uhr

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