Handball | DHB-Pokal THC vergibt Finaleinzug

Final Four - Halbfinale

In einem über weite Strecken sehr hart geführten Halbfinale des Final Four verlor der Thüringer HC im Siebenmeter-Werfen mit 22:23 (7:6) gegen die TuS Metzingen und verpasste somit den erhofften Pokal-Coup. Dabei konnten die Spielerinnen von Herbert Müller eine zwischenzeitliche Vier-Tore-Führung nicht nutzen und ließen sich gegen Ende des Halbfinals zu sehr aus dem Konzept bringen. Im abschließenden Siebenmeter-Werfen vergaben die Thüringerinnen zweimal.

THC mit Kampf gegen Metzingen

Harte Zweikämpfe standen in der ersten Hälfte im Vordergrund.
Harte Zweikämpfe standen in der ersten Hälfte im Vordergrund. Bildrechte: IMAGO

Nach dem überraschenden Halbfinal-Aus der SG Bietigheim gegen den Buxtehuder SV (22:30) gingen die Spielerinnen vom Thüringer HC mit viel Selbstvertrauen in das zweite Halbfinale des Final Four. Der Gegner war kein Geringerer als der Tabellen-Dritte aus der abgelaufenen Saison, die TuS Metzingen. In der EgeTrans-Arena in Bietigheim entwickelte sich von Beginn an ein fesselnder und vor allem knapper Pokalfight. Das Team von Herbert Müller hatte in den ersten Spielminuten einige Schwierigkeiten mit der eng gestaffelten und aggressiven Abwehrarbeit der Metzingerinnen, jedoch glänzten die Thüringerinnen ebenso mit kompakter Abwehrarbeit und ließen nur wenige Gegentore zu. So standen nach 23 Spielminuten nur fünf Tore auf beiden Seiten zu Buche. Kurz vor der Halbzeit setzte sich die Topscorerin Katrin Engel noch einmal durch und brachte mit ihren vierten Tor den THC mit 7:6 in Führung.

THC nutzt Chancen nicht

Herbert Müller musste von der Außenlinie mit ansehen wie seine Spielerinnen sich immer mehr von Metzingen verunsichern ließen.
Herbert Müller musste von der Außenlinie mit ansehen wie seine Spielerinnen sich immer mehr von Metzingen verunsichern ließen. Bildrechte: IMAGO

Auch im zweiten Durchgang ging es knapp zwischen beiden Mannschaften zu. Den Anfang machte THC-Spielerin Manon Houette, welche zum zwischenzeitlichen 8:6 erhöhte (32.). Die "TusSies" aus Metzingen ließen sich jedoch nicht abschütteln und blieben in den ersten Spielminuten am THC dran. Einige Minuten später konnten sich die Gäste immer mehr aus der Umklammerung der Württembergerinnen befreien und erspielten sich mit individueller Klasse eine 13:9-Führung (40.). Das Team von Edina Rott ließ sich davon aber nicht verunsichern und kämpfte sich bis zehn Minuten vor Schluss auf 15:15 heran. In einer hochdramatischen Endphase konnten sich beide Torhüterinnen (Dinah Eckerle - THC/ Wendy Obein - TuS) mit einigen Glanzparaden auszeichnen und hielten ihre Teams im Spiel. So ging es mit einem 20:20 in die Verlängerung. Im Pokalwettbewerb bedeutete das das sofortige Siebenmeter-Werfen.

In einem spannenden Schlussakt der Partie scheiterten die THC-Handballerinnen zweimal vom Siebenmeter-Punkt und verloren am Ende mit 22:23 gegen TuS Metzingen.

Beste THC-Werferin war die Tschechin Lydia Jakubisova mit acht Treffern, davon vier Siebenmeter. Bei den Gästen trafen Anna Loerper, Tonje Loseth, Ina Großmann und Marija Obradovic mit jeweils vier Treffern am besten.

Das Thema im MDR FERNSEHEN THÜRINGEN JOURNAL | 27.05.2017 | 19:00 Uhr

tw

Zuletzt aktualisiert: 28. Mai 2017, 10:41 Uhr

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3 Kommentare

29.05.2017 14:58 insider 3

Auch so eine klasse Saison des THC mit tollem Handballsport. Mein Respekt den Damen des THC und den Machern im Hintergrund. Vizemeister und im Halbfinale des Pokals denkbar knapp gescheitert sind Resultate die man auch erst mal erreichen muss. Viel Erfolg weiterhin und ein glückliches Händchen bei den Verpflichtungen. Freue mich auf tollen Handball mit wirklich symphatischer Aussenwirkung.

28.05.2017 11:13 guantche 2

Klasse Leistung vom THC. Mit solch
einem Spiel mit dem momentan
geschrumpften Kader braucht uns
vor der nächsten Spielzeit nicht bange zu sein. Glückwunsch an das
Team.

27.05.2017 23:47 Gohlis 1

Wieso wurde das mMn reguläre Tor zum 21:20 zurückgepfiffen? Gibt es dazu eine Aussage der Schiris oder von Reportern vor Ort?
Ansonsten Respekt, wie die Mannschaft trotz personeller Misere gegen gehalten hat.