Handball | Bundesliga Zuschauerrückkehr: DHfK-Projekt auf Eis gelegt - SCM plant für Ende April

Mithilfe eines Modellprojekts plant der SC DHfK Leipzig, in Zukunft wieder vor Zuschauern zu spielen. Aus dem anvisierten Starttermin am 1. April wird jedoch nichts. Dennoch bleibt der Handball-Bundesligist optimistisch. Auch beim SC Magdbeburg laufen die Vorbereitungen für eine Zuschauerrückkehr an.

Zuschauer sitzen verteilt in einer handballarena auf der Tribüne.
Dank eines Modellprojekts will der SC DHfK Leipzig bald wieder Zuschauer begrüßen können. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Gemeinsam mit der Stadt Leipzig, dem Universitätsklinikum Halle und Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat der SC DHfK Leipzig das Projekt "Sportveranstaltungen mit Besuchern in Leipzig" ins Leben gerufen. Den Auftakt sollte die Bundesligapartie gegen den HC Erlangen am 1. April mit 1.000 Zuschauern machen. Einen Tag vor der geplanten Austragung musste die Partie aufgrund mehrerer Corona-Fälle beim HCE jedoch abgesagt werden.

Neue Kriterien für Modellprojekte

Nun richtet sich der Fokus auf das kommende Heimspiel am 15. April gegen Balingen. "Wir sind darauf vorbereitet", erklärte DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther am Mittwoch (31. März) im Rahmen einer Pressekonferenz. Die Lage müsse aber immer wieder neu bewertet werden: "Es gibt jetzt ein anderes Antrags-Prozedere, weil die Städte und Kreise jetzt allein entscheiden können. Es gibt aber auch zusätzliche Kriterien für Modellprojekte." So muss nicht nur der Sieben-Tage-Inzidenzwert von 100 Infektionen auf 100.000 Einwohner unterschritten sein, sondern auch die Belegung der Krankenhausbetten in den Entscheidungsprozess mit einbezogen werden. "Wir sind zumindest auf dem Stand, dass wir loslegen können, sobald es die Rahmenbedingungen zulassen", sagte Günther.

Karsten Günther 1 min
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Mi 31.03.2021 12:17Uhr 01:19 min

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Günther: "Es geht um Erkenntnisgewinn zum Nutzen für die Allgemeinheit"

Darüber hinaus wies der DHfK-Manager noch einmal explizit auf die Zielstellung des Projekts hin. "Es ist nicht unser Antrieb, dass wir die Ersten sein wollen, die wieder vor Zuschauern spielen. Unser Antrieb ist es, gemeinsam mit unseren Fans herauszufinden, wie viele Menschen in kurzer Zeit getestet werden können und das digital abbildet, um ihnen den Zutritt zu verschiedensten Veranstaltungen zu ermöglichen. Es geht um Erkenntnisgewinn zum Nutzen für die Allgemeinheit. Wir wollen nach wie vor unseren Teil dazu beitragen, um zu lernen, wie wir mit dieser Pandemie umgehen können. Das ist unsere Triebfeder."

SC Magdeburg in ersten Gesprächen

Auch beim SC Magdeburg wird eine Zuschauerrückkehr mithilfe eines Modellprojekts angestrebt. Eine neue Landesverordnung in Sachsen-Anhalt soll dies zeitnah ermöglichen, wie SCM-Geschäftsführer Marc-Henrik Schmidt im Gespräch mit "Sport im Osten" mitteilte. "Wir wollen schauen, was mit einer entsprechenden Teststrategie möglich sein kann. Die Gespräche laufen bereits. Wir wollen uns zeitnah mit den zuständigen Ministerien und dem Gesundheitsamt an einen Tisch setzen." Dabei will der Handball-Bundesligist auch in Abstimmung mit dem Fußball-Drittligisten 1. FC Magdeburg arbeiten.

Marc-Henrik Schmedt
Magdeburgs Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt. Bildrechte: imago/Christian Schroedter

SCM baut auf funktionierendes Hygienekonzept

Sollten die Inzidenzwerte es zulassen, könnten Ende April, Anfang Mai erste Modellprojekte an den Start gehen. Der SC Magdeburg baut dabei auch auf das bereits erfolgreich erprobte Hygienekonzept, welches im Oktober des vergangenen Jahres seine Anwendung fand. Nun gilt es die Bereiche "digitale Nachverfolgung und Teststrategie modular hinzufügen", erklärte Schmedt: "Es geht darum, Erfahrungswerte zu sammeln."

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jsc

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 31. März 2021 | 19:30 Uhr

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