Handball | 2. Bundesliga Motor Saporoschje – Spielt der ukrainische Meister bald in der 2. Bundesliga?

Es wäre ein absolutes Novum: Unbestätigten Medienberichten zufolge soll es in der Handball-Bundesliga Überlegungen geben, den ukrainischen Topverein HC Motor Saporoschje in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga spielen zu lassen. Der ukrainische Meister könnte so den nötigen Spielrhythmus für die Champions League bekommen. In der Ukraine ist das seit dem Angriff Russlands nicht möglich, da die Liga pausiert.

Spieler des HK Motor Saporischschja, 2021
Spielt Motor Saporoschje in der kommenden Saison in der 2. Bundeslga? (Archiv) Bildrechte: IMAGO / Ukrinform

In der 2. Handball-Bundesliga deutet sich eine außergewöhnliche Konstellation für die kommenden Saison an. Wie die "Handball World" berichtet, soll es bei den Verantwortlichen der Bundesliga Überlegungen geben, dem ukrainischen Meister HC Motor Saporoschje ein Gast-Startrecht für die 2. Bundesliga zu erteilen. Demnach könnte der Club so den nötigen Spielrhythmus für die Champions League bekommen. In der eigenen Liga ist das nicht möglich, da sie seit dem Angriff Russlands pausiert. Auf Nachfrage von "Sport im Osten" wollte sich die Bundesliga nicht zu dem Sachverhalt äußern.

Gennadi Komok, 2021
Über ein Gast-Startrecht könnte der ukrainische Meister offenbar in Deutschland spielen. (archiv) Bildrechte: IMAGO / Lobeca

Spiele gegen Spielfrei-Teams durch Liga-Reduzierung?

Dem Bericht zufolge wäre eine offizielle Teilnahme von Motor Saporoschje rechtlich nicht möglich. Die Partien gegen den ukrainischen Vertreter könnten demnach nicht in die Tabelle einfließen. Eine Teilnahme am Spielbetrieb als Gast könne aber durch die geplante Liga-Reduzierung von 20 auf 19 Teams in der kommenden Saison zustande kommen, denn dann hätte jeweils ein Team pro Spieltag spielfrei – und stünde für ein Spiel gegen Saporoschje zur Verfügung.

Spieler des HK Motor Saporischschja, 2021
Durch die geplante Reduzierung von 20 auf 19 Liga-teams hätte immer eine Mannschaft spielfrei für ein Duel mit Saporoschje. (archiv) Bildrechte: IMAGO / PanoramiC

Champions-League-Teilnahme über EHF-Wildcard

Saporoschje, das seit 2013 durchgehend die ukrainische Meisterschaft gewonnen hat, bekäme so die nötige Spielpraxis gegen Teams wie den ThSV Eisenach, HC Elbflorenz und den Dessau-Roßlauer HV, und könnte nach Angaben der "Handball World" mit einer Spielstätte in Deutschland an der Champions League teilnehmen. Voraussetzung sei eine Wildcard von der Europäischen Handball-Föderation (EHF), denn die wäre nach dem konfliktbedingten Rückzug aus der Champions League im Februar 2022 für die erneute Teilnahme offenbar nötig.


(red)

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 08. Juni 2022 | 21:45 Uhr

1 Kommentar

wo geht es hin vor 9 Wochen

Vielleicht könnte man darüber a la ESC darüber abstimmen lassen? Dann wären die gleich CL - Sieger. Auf eine Farce mehr oder weniger kommt es nun auch nicht mehr an...