Handball | Bundesliga SC DHfK verliert denkbar knapp in Berlin

19. Spieltag

Der starke Auftritt des SC DHfK bei den Füchsen Berlin ist nicht belohnt worden. Die Leipziger verloren denkbar knapp und fuhren mit leeren Händen zurück. Die Entscheidung für die Gastgeber fiel Sekunden vor Schluss.

Der große Kampf des SC DHfK bei den Füchsen Berlin ist nicht belohnt worden. Die Leipziger verloren denkbar knapp mit 28:29 und fuhren zum Weihnachtsspieltag mit leeren Händen aus der Hauptstadt zurück. Die Entscheidung fiel wenige Sekunden vor dem Abpfiff zugunsten der Berliner. Im Hinspiel hatten die Sachsen ebenfalls mit einem Tor (24:23) noch die Nase vorn.

Fuechse Berlin - SC DHfK Leipzig emspor, v.l. Lukas Binder (SC DHfK Leipzig),Martin Ziemer (Fuechse Berlin)
Lukas Binder (SC DHfK Leipzig) gegen Füchse-Torwart Martin Ziemer. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Leipziger kämpfen sich zurück

Die Leipziger spielten vor 9.000 Zuschauern in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle auf Augenhöhe und hatten in den Anfangsminuten immer die richtige Antwort auf die Füchse-Tore parat. SC-DHfK-Torwart Joel Birlehm glänzte mit starken Paraden und hielt seine Mannschaft im Rennen.

Dann schlichen sich jedoch zu viele Fehler ein, was die Berliner ausnutzten. Nach einer Viertelstunde lief die Mannschaft von Andre Haber erstmals einem Vier-Tore-Rückstand (5:9) hinterher. Weiter ließen sich die Messestädter aber nicht abschütteln und kämpften sich wieder heran. Mit einem Treffer von Raul Santos zum 13:13 ging es in die Pause.

Sekunden entscheiden im Krimi

Auch nach dem Wechsel blieb es eine enge Geschichte. Beim 15:14 (33.) durch Patrick Wiesmach lagen die Gäste zum ersten Mal im Spiel vorn, vorentscheidend ausbauen konnten sie den Vorsprung aber nicht. Zwischenzeitlich zogen die Sachsen zwar auf 23:21 (Tor Philipp Weber/49.) davon, das kleine Poster konnten die Leipziger jedoch nicht behaupten.

Die Partie wogte hin und her. In der Schlussphase spitzte sich die Begegnung zu, es wurde ein Krimi. Beim Stande von 28:28 bekamen die Berliner 18 Sekunden vor der Sirene einen Siebenmeter zugesprochen. Hans Lindberg behielt die Nerven und sicherte den Füchsen zwei Punkte, zumal der letzte Wurf von Leipzigs Santos von Füchse-Keeper Martin Ziemer pariert wurde.     

Füchse Berlin - SC DHfK Leipzig
Die Leipziger im Angriff gegen das Berliner Bollwerk. Bildrechte: imago images/Nordphoto

Stimmen zum Spiel

Andre Haber (Trainer DHfK Leipzig): "Berlin hat in der zweiten Halbzeit nur zwei Mal geführt. Wir haben eine starke Leistung gezeigt und uns nicht belohnt. Ich habe viele gute Dinge gesehen und ich ärgere mich, dass wir wieder mit leeren Händen dastehen, weil wir nicht die schlechtere Mannschaft waren. Natürlich kann man auf dieser Leistung aufbauen, aber Handball ist ergebnisorientiert."

Joel Birlehm (Torhüter DHfK Leipzig): "Es ist nicht das erste Mal, dass wir gegen ein sehr gutes Team ein offenes Spiel abgeliefert haben. Am Ende so zu verlieren, ist natürlich nervig. In der Offensive haben wir einige Würfe verworfen und bekommen im Gegenzug den Gegentreffer. Dann ist es natürlich schwierig, vor 9.000 Zuschauern in Berlin, die zwischenzeitliche Führung zu erhöhen."

Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin): "Ich habe meinem Team gesagt, dass wir die vollen 60 Minuten heiß sein müssen, dieses Spiel zu gewinnen. Die zwei Punkte haben wir uns in der letzten Minute erkämpft. Wir haben viel besser gespielt, als es das Ergebnis widerspiegelt. Ich habe darauf appelliert, dass wir weiterkämpfen und irgendwann haben wir dann das Glück auf unserer Seite. Aber ich muss auch Leipzig gratulieren, weil sie sehr gut gespielt und stark gekämpft haben."

jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 26. Dezember 2019 | 19:30 Uhr

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