Handball | Bundesliga Freuden- und Abschiedstränen beim SC DHfK Leipzig

Die Leipziger Bundesliga-Handballer haben am letzten Spieltag gegen die Rhein-Neckar Löwen für einen Paukenschlag gesorgt. Der Sieg versüßte Spielern und Fans den Abschied.

Philipp Weber gegen Jannik Kohlbacher und Steffen Fäth
Philipp Weber setzt sich gegen Jannik Kohlbacher und Steffen Fäth durch. Bildrechte: imago images / Beautiful Sports

Der SC DHfK Leipzig hat sich mit einem 28:26 (14:11)-Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen in die Sommerpause verabschiedet. Damit beenden die Leipziger, die zum ersten Mal gegen die Mannheimer gewinnen konnten, die Saison auf dem elften Platz.

Weber trifft aus allen Lagen

Bei den ersatzgeschwächten Leipzigern, die unter anderem auf die Leistungsträger Niclas Pieczkowski und Kreisläufer Maciej Gebala verzichten mussten, stach in Hälfte eins ein Spieler heraus: Philipp Weber. Der Rückraum-Riese versenkte sieben von acht Würfen und glänzte mit einer Trefferquote von 87 Prozent.

Weber war es auch, der nach einem schnellen 0:2 das erste Leipziger Tor erzielte. Es war der Startschuss für einen energiegeladenen Auftritt. Beim 8:7 (15.) führten die Leipziger erstmals. Den Vorsprung bauten die Gastgeber - angetrieben von mehr als 5.200 Zuschauern und einem starken Milos Putera im Tor – kontinuierlich aus. Mit einem Drei-Tore-Plus (14:11) ging es in die Pause.

Spieler des SC DHfK Leipzig
Abgang Andreas Rojewski und Philipp Weber. Bildrechte: Rainer Justen

Turbostart in Hälfte zwei

Nach dem Wechsel schaltete der Außenseiter gegen den amtierenden Supercupsieger der letzten drei Jahre noch einen Gang nach oben und baute die Führung auf sechs Treffer aus (18:12/20:14). Die Gäste um die Nationalspieler Steffen Fäth, Patrick Groetzki und Jannik Kohlbacher, aber ohne den dänischen Weltmeister Mads Mensah Larsen, hatten mit den wurfgewaltigen Leipzigern einige Mühe und bekamen vor allem Philipp Weber lange nicht in den Griff. Dazu zog Putera den Löwen in seinem letzten Spiel - ab Sommer wird er Co- und Torwarttrainer beim SC DHfK - den Zahn.

Erst als bei den Gastgebern die Konzentration nachließ und sich Schwächen im Abschluss einschlichen, verkürzte der Favorit auf 20:22 (50.)/21:23 (53.). Nach einer Auszeit von Trainer André Haber waren die Leipziger wieder in der Spur und fuhren den Sieg sicher nach Hause. Anschließend ging es beim Fanfest in die Verlängerung.

Spieler und Fans des SC DHfK Leipzig
Spieler, Trainer und Fans des SC DHfK Leipzig Bildrechte: Rainer Justen

Abschiedstränen nach dem Abpfiff

Es war auch der Nachmittag der Abschiede: Beim SC DHfK wurden u.a. Andreas Rojewski, Aivis Jurdzs, Rene Villadsen, Timo Löser oder Milos Putera verabschiedet. Auch bei den Löwen kullerten Abschiedstränen. Erfolgstrainer Nikolaj Jacobsen, seit 2014 bei den Löwen und 2016 und 2017 Deutscher Meister, hört auf. Er wird sich künftig nur noch um die dänische Nationalmannschaft kümmern.

sst

                                  

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 09. Juni 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Juni 2019, 16:41 Uhr

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