Handball | Bundesliga SC Magdeburg deklassiert Stuttgart

12. Spieltag

Der SC Magdeburg hat sich in der Bundesliga mit einem klaren Erfolg zurückgemeldet. Beim 40:27 (23:9)-Sieg am Donnerstag (08.11.2018) gegen den TVB Stuttgart zeigte das Team von Bennet Wiegert, dass die knappe und dramatische Niederlage im Spitzenspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt vor einer Woche keine Spuren hinterlassen hat. Für Magdeburg war es im siebten Bundesliga-Vergleich mit Stuttgart der siebte Sieg.

Die Gäste aus Sachsen-Anhalt gingen vor 5.840 Zuschauern vom Start weg in Führung und zogen den Hausherren sehr früh den Zahn. Nach zwölf Minuten lag der SCM bereits mit 8:4 in Führung. Stuttgart traf in dieser Phase mehr als neun Minuten das Tor nicht. Magdeburg nutzte die Offensivschwächen mit seinem Tempospiel eiskalt aus und zog dank sieben Toren am Stück fast schon uneinholbar davon (12:5/17.). Dabei suchten sie immer wieder den Weg über Kreisläufer Zeljko Musa.

Doch es gab auch eine Schrecksekunde zu überstehen: In der 14. Minute erwischte es Piotr Chrapkowski ohne Einwirkung eines Gegenspielers an der rechten Wade. Er humpelte vom Feld und konnte nicht weiterspielen. Stuttgarts Trainer Jürgen Schweikardt nahm als Reaktion auf das harmlose Spiel seinen Tormann runter und agierte mit sieben Feldspielern. Doch auch diese Taktik sollte nicht aufgehen, der SCM bestrafte jeden Ballverlust konsequent. Bis zur Halbzeit bauten die Sachsen-Anhalter ihren Vorsprung auf 14 Tore aus. Die 23 erzielten Treffer bedeuteten die beste Ausbeute für den SCM in einer ersten Halbzeit in der Bundesliga.

Daniel Pettersson (SCM Magdeburg, 11) beim Ballwurf.
Daniel Pettersson war bester SCM-Werfer. Bildrechte: imago/Eibner

SCM lässt es in Halbzeit etwas lockerer angehen

Von einer Aufholjagd der Stuttgarter im zweiten Abschnitt hatten wohl nur die wenigsten geträumt, und auch die wurden schnell in die Realität geholt. Während seine Vorderleute etwas den Fuß vom Gas nahmen, wollte SCM-Schlussmann Jannick Green so wenig wie möglich hinter sich greifen. Mit starken Paraden brachte er den TVB-Angriff um den Ex-Nationalspieler Michael Kraus immer wieder zur Verzweiflung. So wuchs der Vorsprung der Bördestädter im zweiten Durchgang – wenn auch nicht so rasant – zunächst weiter an (31:15/44.).

Man merkte den Magdeburgern in der Schlussviertelstunde an, dass die Spannung auf Grund der deutlichen Differenz verloren gegangen schien. Die Hausherren kamen wieder bis auf zehn Tore heran (34:24/53.). Es sollte aber nichts mehr am deutlichen und in der Höhe verdienten Sieg des SCM ändern. Bester Werfer der Grün-Roten war Daniel Pettersson, der neunmal erfolgreich war. Für Stuttgart traf Kraus ebenfalls neunfach.

Lukas von Deschwanden (TVB 1898 Stuttgart) und Torwart Jannick Green Krejberg (SC Magdeburg).
Torwart Jannick Green (re.) zeigte viele starke Paraden. Bildrechte: imago/Hartenfelser

Einer, der sich etwas zurücknahm beim Torewerfen, war Robert Weber. Er wollte nicht in Stuttgart die Marke von 2.000-Bundesliga-Toren knacken, sondern hob sich dieses Meilenstein, den vor ihm erst acht Spieler in der Geschichte der Liga erreicht haben, für den nächsten Auftritt vor heimischen Publikum am 15. November gegen den TBV Lemgo auf.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 08. November 2018 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2018, 22:21 Uhr

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