Handball | Bundesliga SC Magdeburg patzt beim HC Erlangen

27. Spieltag

2019 lief es in der Handball-Bundesliga bislang glänzend für den SC Magdeburg. Die Serie von Siegen ging erst am Ostersonntag in Franken zuende. Coach Wiegert war schon nach den ersten zehn Minuten "on fire".

Nach der Niederlage im Pokalfinale hat es den SC Magdeburg nun auch erstmals 2019 in der Liga erwischt. Am Ostersonntag verlor das Team von Bennet Wiegert überraschend mit 25:26 beim Tabellen-Elften HC Erlangen. Zuvor hatten die Elbestädter acht Mal in Folge gewonnen, jahresübergreifend sogar neun Mal. Die ohnehin nur noch geringe Hoffnung auf die Champions-League-Quali muss der SCM nun endgültig begraben.

Knackige Auszeit von Wiegert

Die Franken, die einen Familientag ausgerufen hatten und von einer lautstarken Kulisse angefeuert wurden, erwischten den besseren Start. Bei einem Rückstand von 4:6 nahm Wiegert die erste Auszeit (11.). Die fiel deftig aus: "Männer wir sind einfach nicht präsent! Der Schiedsrichter sagt: 'Noch ein Pass, wir spielen zwei ...' Zug muss rein, Zug muss rein in dieses Spiel - verdammte Kacke!". Die Hinweise fruchteten schnell. Mit einer 7:1-Serie zogen die Gäste auf 11:7 (19.) davon. Bis zur Pause (15:15) war der Vorsprung aber wieder dahin.

 Bennet Wiegert (Magdeburg, Trainer) schaut skeptisch
SCM-Trainer Bennet Wiegert verstand in der Anfangsphase die Welt nicht mehr (Archivbild). Bildrechte: imago images / Jan Huebner

Fehlpass in Überzahl

In die zweite Hälfte erwischte der SCM den besseren Start. Erlangen blieb aber dran. Beim 23:23 (53.) war alles offen. Dann gingen die Gastgeber, lautstark unterstützt, immer wieder in Führung. Als sich Magdeburg beim Rückstand von 25:26 in Überzahl einen Fehlpass leistete, spielte Erlangen die Uhr herunter. 18 Sekunden vor dem Ende nahm Wiegert eine weitere Auszeit, aber ein richtiger Torwurf gelang dem SCM danach nicht mehr. SCM-Trainer Bennet Wiegert war bedient. Bei "sky" sagte er: "Ich bin aufgebracht, weil wir dieses Spiel verloren haben. In der zweiten Halbzeit hatten wir eine unterirdische Torquote und verwerfen allein zehn Bälle in dieser Hälfte. Das ist einfach zu viel, um in Erlangen zu bestehen. Dennoch hatten wir über große Teile alles im Griff, obwohl wir nicht gut gespielt haben. Wir sind heute einfach zu oft am gegnerischen Torhüter gescheitert."

Matthias Musche , Zeljko Musa und Christian O Sullivan (alle SC Magdeburg)
(V. li.): Matthias Musche , Zeljko Musa und Christian O'Sullivan gingen in Erlangen leer aus (Archivbild) Bildrechte: imago images / Jan Huebner

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sachsen-Anhalt heute | 21. April 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. April 2019, 11:40 Uhr

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