Handball | Bundesliga SC Magdeburg kämpft ums "Überleben"

Die Geisterspiele gehen Handball-Bundesligist SC Magdeburg an die Substanz. Seit November fehlen Zuschauereinnahmen. Geschäftsführer Schmedt beschreibt die Situation als "absoluten Ausnahmefall". Es gehe um alles.

Marc-Henrik Schmedt (Geschäftsführer SC Magdeburg)
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Handball-Bundesligist SC Magdeburg stellt sich aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf wirtschaftlich enorm schwierige Zeiten ein. "Wir haben einen absoluten Ausnahmezustand und es geht derzeit nur darum, das Überleben des Clubs in den nächsten Monaten zu sichern", sagte Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt der "Magdeburger Volksstimme" (Donnerstag). Seit November trägt der SCM wie alle anderen Clubs nur noch Geisterspiele aus. Normalerweise hat Magdeburg einen Zuchauerschnitt von über 6.000.

Etwa 25 Prozent des Etats von sieben Millionen Euro entfallen auf Zuschauereinnahmen. Dadurch hätte der SCM selbst mit der Staatshilfe von 800.000 Euro gut eine Million Euro weniger in der Kasse. Pro Heimspiel erwirtschaftet der Verein in normalen Zeiten einen Umsatz von 250.000 Euro, wovon 100.000 Euro auf Ticketverkäufe fallen.

Getec Arena unter Corona-Bedingungen beim ersten Testspiel in der Halle waehrend der Saison-Vorbereitung 2020-2021 in der 1. Handball Bundesliga Herren zwischen SC Magdeburg - Dessau-Rosslauer HV 06
Die GETEC-Arena bei einem Testspiel des SCM unter Corona-Bedingungen. Bildrechte: imago images/Hartmut Bösener

Schmedt betonte, dass der SCM noch auf solidem Fundament steht. "Dass wir bei unserem Sponsorenpool sehr breit aufgestellt sind, kommt uns in diesen schweren Zeiten entgegen. Wir haben in den letzten Jahren auch ordentlich gewirtschaftet und dadurch einige Rücklagen", sagte der 51-Jährige. Man spüre zudem von Fans und Sponsoren eine extreme Solidarität.

dpa

Dieses Thema im Programm: MDR S-ANHALT | Sachsen-Anhalt heute | 03. Dezember 2020 | 19:00 Uhr

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