Handball | Bundesliga Europacup-Helden des SCM kommen in Essen nach der Pause auf Touren

31. Spieltag

Zunächst sah es ganz danach aus, als müssten die frisch gebackenen Europacup-Gewinner des SC Magdeburg den Feiern nach dem Triumph Tribut zollen. In der ersten Hälfte lief in Essen nicht viel zusammen.

Vier Tage nach dem Triumph in der European League hat der SC Magdeburg in der Handball-Bundesliga beim Aufsteiger und Tabellenvorletzten TuSEM Essen mit 31:26 (12:16) gewonnen. Zur Pause sah es nach einer faustdicken Überraschung aus. Dann kam das Team von Bennet Wiegert. Bester Werfer beim SCM war Omar Ingi Magnusson mit 13 Treffern, für Essen war Eloy Morante Maldonado und Noah Beyer mit je fünf Toren am erfolgreichsten.

Omar Ingi Magnusson und Tim Hornke
V. li.: Omar Ingi Magnusson und Tim Hornke Bildrechte: IMAGO / RHR-Foto

Zunächst konnte sich kein Team absetzen, danach erarbeitete sich Essen in Unterzahl eine drei-Tore-Führung (6:9/12.). SCM-Trainer Bennet Wiegert forderte sein Team in einer Auszeit auf, den Kopf einzuschalten, doch Essen erhöhte nun sogar auf fünf Treffer Vorsprung (8:13/19.). Magdeburg kam offensiv kaum zur Geltung und konnte den Spielstand vor der Pause nicht entscheidend verkürzen.

Eloy Morante Maldonado und Omar Ingi Magnusson im Zweikampf
In Hälfte eins roch es in Essen nach einer Sensation, da führte der TuSEM mit 16:12. Hier ein Duell zwischen Magnusson (re.) und Essens Eloy Morante Maldonado. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Aufsteiger bleiben für den SCM ein gefundenes Fressen

Magdeburg kam konzentriert aus der Halbzeitpause und legte einen 4:1-Lauf zum Anschlusstreffer hin (16:17/38.). Die Partie war nun wieder offener, doch es dauerte, ehe der SCM das Spiel drehen konnte (24:23/50.). Dann zogen die Gäste auf vier Tore weg, doch Essen ließ sich zunächst nicht abschütteln, konnte aber der individuellen Klasse des SCM letztlich nichts entgegensetzen. TuSEM, das in der Schlussphase häufig nachlässt, kassierte die neunte Niederlage in Folge. Magdeburg feierte den 23. Sieg in Serie gegen einen Aufsteiger. Linksaußen Lukas Mertens sagte bei "sky": "Ich muss sagen, ich bin stehend k.o. Das, was wir in der zweiten Halbzeit gemacht haben, war atemberaubend. Hut ab vor der Leistung meiner Mannschaft." Am Samstag geht es schon wieder weiter in Minden. Das Team bleibt in Nordrhein-Westfalen. Das Ziel bleibt Rang drei. Derzeit ist man Vierter.

dpa/cke

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 27. Mai 2021 | 21:45 Uhr

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