Handball | Bundesliga SC Magdeburg unterliegt "Angstgegner" Rhein-Neckar Löwen

7. Spieltag

Der SC Magdeburg hat am Mittwochabend eine bittere Heimniederlage kassiert. Das Team von Bennet Wiegert verlor gegen "Angstgegner" Rhein-Neckar-Löwen mit 31:33 (15:18). Dabei begann der SCM stark, brachte sich durch einige Unkonzentriertheiten im Laufe der Partie aber um den Lohn. Zudem sorgt eine womöglich schwerwiegendere Verletzung von Matthias Musche für Sorgenfalten.

SC Magdeburg 2 min
SC Magdeburg Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

MDR aktuell 21:45 Uhr Mi 11.11.2020 21:45Uhr 01:37 min

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Schwungvoller Beginn für den SCM

Erstmals in dieser Saison mussten die Magdeburger in der heimischen Getec-Arena ohne Zuschauer auskommen. Die fehlende Kulisse ließ sich das Team von Bennet Wiegert zu Beginn jedoch nicht anmerken und überzeugte gegen den "Angstgegner" aus Mannheim (30 Niederlagen in 41 Partien) mit schnellen und schnörkellos herausgespielten Angriffen. Bemerkenswert: In den ersten 15 Minuten fand jeder Wurf des SCM seinen Weg ins Ziel. Bis zum 12:10 aus Magdeburger Sicht blieb den Gästen vor allem in der Defensive meist nur die Zuschauerrolle.

Im Anschluss fingen sich die Mannheimer aber und nutzten die ein oder andere Schläfrigkeit im Abwehrverbund des SCM aus. Nationalspieler Jannik Kohlbacher schoss nach 22 Minuten die erste Führung für die Löwen heraus (13:12). Magdeburg mühte sich, biss sich in der Folge aber in schöner Regelmäßigkeit die Zähne am starken Mannheimer Keeper David Späth aus. So stand zur Halbzeit eine 18:15-Führung aus Sicht der Gäste auf der Anzeigetafel.

Magdeburg kämpft vergeblich

Mit Wiederanpfiff änderte sich das Bild kaum. Die Defensive des zweimaligen Deutschen Meisters stand weiterhin sicher. Mit schnellen Tempogegenstößen sorgte die Mannschaft von Martin Schwalb an vorderster Front zudem immer wieder für Gefahr. Angeführt von Uwe Gensheimer erarbeiteten sich die Gäste nach 38 Minuten so einen Fünf-Tore-Vorsprung (24:19). Magdeburg steckte jedoch nicht auf und kam durch die Treffer der sehr agilen Matthias Musche und Omar Ingi Magnusson bis auf zwei Tore heran.

Daniel Pettersson, SC Magdeburg, springt hoch zum werfen.
Auch Magdeburgs Pettersson konnte die Niederlage trotz sechs Treffer nicht verhindern. Bildrechte: imago images/Eibner

In der letzten Viertelstunde begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Mit meist nur zwei Toren im Hintertreffen stemmte sich der SCM gegen die drohende Heimniederlage. In den entscheidenden Situationen agierten die Löwen aber gedankenschneller und zeigten im Gegensatz zu den Hausherren keine Nerven – Magnusson und Timo Hornke fanden vom Sieben-Meter-Punkt ihren Meister in Nikolas Katsigiannis. In der Schlussphase spielten die Mannheimer den Vorsprung souverän herunter und sicherten sich den siebten Sieg in Serie gegen den SCM.

Sorge um Musche

Matthias Musche wirft Tor
Sorge um Matthias Musche: Der 28-Jährige musste kurz vor Schluss verletzt vom Feld, eine Diagnose steht noch aus. Bildrechte: imago images / Jan Huebner

Doppelt bitter verlief der Abend für Matthias Musche. Das Magdeburger Urgestein kam kurz vor Schluss bei einem Wurfversuch unglücklich auf und verdrehte sich das Knie. Musche musste daraufhin humpelnd vom Platz gestützt werden. "Zwei Punkte zu verlieren, müssen wir akzeptieren. Aber dann noch einen Spieler zu verlieren ist umso bitterer", sagte ein sichtlich niedergeschlagener Bennet Wiegert nach dem Schlusspiff am "Sky"-Mikrofon. "Sein Blickkontakt hat mir genug gesagt. Wir warten morgen die Diagnose ab. Es tut mir einfach unheimlich Leid für ihn."

jsc

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 11. November 2020 | 21:45 Uhr

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