Handball | Bundesliga Herbert Müller: "Müssen über uns hinauswachsen"

Gleich am zweiten Spieltag muss der Thüringer HC in der Handball-Bundesliga bei Topteam Bietigheim antreten. Trainer Herbert Müller sieht den THC in der klaren Außenseiterrolle, glaubt aber an eine Überraschung.

SpiO Talk mit Herbert Müller 12 min
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Sport im Osten Mi 09.09.2020 12:00Uhr 11:44 min

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Gestartet sind die Handballerinnen des Thüringer HC standesgemäß: Ein klarer Sieg in Ketsch bei den Kurpfalz Bären, der war auch so eingeplant. Doch gleich am zweiten Spieltag gibt es eine echte Standortbestimmung - es geht am Mittwochabend (Ab 19:30 Uhr im Torticker in der SpiO-App und auf sport-im-osten.de) zur SG BBM Bietigheim.

Der Meister von 2017 und 2019 ist neben Borussia Dortmund der große Favorit auf den Titel. Bietigheim musste drei Topspielerinnen nach Ungarn ziehen lassen, holte sechs Neue und mit Markus Gaugisch auch einen neuen Coach. "Heute dürfen wir uns nicht so viele Fehler erlauben, Bietigheim hat ein tolles Umkehrspiel. Wir müssen über uns hinauswachsen", sagte Herbert Müller, Trainer des Thüringer HC, am Mittwochmittag im SpiO-Talk.

"Heute wären es Bonuspunkte"

Auch beim THC gab es einen großen Umbruch, acht Neue und zwei Nachwuchsspielerinnen kamen und müssen integriert werden. Das brauche Zeit, die man im Leistungssport aber nie habe. In der Handball-Bundesliga der Damen erkennt Müller auch in dieser Saison eine Dreiklassen-Gesellschaft, wobei er hinter Dortmund und Bietigheim auch sein Team beim Kampf um den dritten Platz mit guten Chancen sieht. Allerdings nur, wenn der Saisonstart glückt. "Heute wären es Bonuspunkte. Danach musst du gegen Mainz und Rosengarten gewinnen. Wenn wir dann nach vier Spielen sechs Punkte haben, kannst du von einem guten Saisonstart sprechen."

Trainer Herbert Müller vom Thueringer HC
Trainer Herbert Müller Bildrechte: imago images/Gerhard König

Erstes Heimspiel am 26. September

Auf den ersten Auftritt in der renovierten Salza-Halle freut sich Herbert Müller besonders. Am 26. September geht es vor 500 Zuschauern gegen Buchholz 08-Rosengarten. "Die Halle wird ein Schmuckkästchen. Hoffentlich wird sie bald schon wieder voll. Unser Ziel muss die Normalität sein, das beinhaltet die Fans. Die Vereine werden ohne Zuschauer nicht bestehen können."

Trainer Herbert Müller und Ines Khouildi, Arwen Rühl, Anouk Nieuwenweg, Emma Ekenman-Fernis, Torhüterin Petra Blazek, Kerstin Kündig, Marketa Jerabkova, Torhüterin Laura Kuske und Nina Neidhart
rainer Herbert Müller und die Neuen Ines Khouildi, Arwen Rühl, Anouk Nieuwenweg, Emma Ekenman-Fernis, Torhüterin Petra Blazek, Kerstin Kündig, Marketa Jerabkova, Torhüterin Laura Kuske und Nina Neidhart Bildrechte: Karina Heßland-Wissel

Dran bleiben, dann ist Sensation möglich

Doch zunächst steht der Knaller in Ludwigsburg an. Und auch wenn Bietigheim klarer Favorit ist, traut Herbert Müller seinem THC eine Menge zu, wenn alle am Limit spielen. "Wir müssen dran bleiben. Ich hoffe auf ein 29:27 für uns. Wenn wir das Spiel lange offen halten können, haben wir hinten raus eine Chance. Wenn Bietigheim die erste Sieben aufstellt, ist das fast die gesamte deutsche Nationalmannschaft. Aber sie sind auch noch nicht so gut eingespielt."

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Thüringen Journal | 10. September 2020 | 19:00 Uhr

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