Handball | EHF-Cup-Viertelfinale "Schwerstes Los, aber angenehme Reise" - Thüringer HC trifft auf Podravka Vegeta

Der ungeschlagen durch die EHF-Cup-Vorrunde marschierte Thüringer HC muss sich im Viertelfinale mit einem europäischen Spitzenteam messen - das Los fiel auf den kroatischen Serienmeister Podravka Vegeta aus Koprivnica. THC-Cheftrainer Herbert Müller hat großen Respekt, ist aber auch "voller Hoffnung und Vorfreude".

Thüringer HC-Team vor dem Spiel
Bildrechte: imago images / Eibner

Was den Reiseaufwand angeht, hätte es um einiges beschwerlicher werden können, aber die sportliche Herausforderung ist umso größer. Der Thüringer HC bekommt es im Viertelfinale des EHF-Cups mit dem HC Podravka Vegeta aus Koprivnica nahe der kroatisch-ungarischen Grenze zu tun. Das hat die Auslosung am Dienstag (11. Februar) in Wien ergeben.

"Absolute Topleute" - vor allem in Koprivnicas Rückraum

"Es wäre vermessen, in diesem Feld überhaupt einen leichten Gegner finden zu wollen, aber wir haben das schwerste Los aus dem Topf erwischt. Trotzdem sind wir voller Hoffnung und Vorfreude", unterstrich THC-Cheftrainer Herbert Müller im Gespräch mit dem MDR. Immerhin sei allein die Entfernung zum Gegner "angenehmer als beispielsweise nach Russland", ergänzte der 57-Jährige. Als ungeschlagener Sieger der Vorrundengruppe A hätten die Thüringerinnen auch auf den HC Lada (RUS) oder Bistrita-Nasaud (Rumänien) treffen können.

Herbert Mueller Trainer, Thueringer HC
THC-Trainer Herbert Müller freut sich auf die Duelle mit dem kroatischen Serienmeister. Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

Koprivnica sei personell "mit absoluten Topleuten gespickt", wusste Müller und warnte nicht zuletzt vor dem Rückraum des kroatischen Serienmeisters. Dort stechen Dejana Milosavljević sowie die erst vor Saisonbeginn aus Ljubljana verpflichteten Nationalspielerinnen Lamprini Tsàkalou (Griechenland) und Tjaša Stanko (Slowenien) hervor.

Perfekte Vorrunde des THC

Doch der amtierende DHB-Pokalsieger und Vizemeister braucht sich keineswegs verstecken. Mit sechs Siegen aus den sechs Gruppenspielen inklusive eines überragenden Torverhältnisses von 184:141 überrollte der THC auf dem Weg in die K.o.-Runde die Konkurrenz aus Most, Kastamonu und Debrecen. Herbert Müller betonte, worauf es ankommt, um nicht an der "groß gewachsenen, aggressiven Innendeckung" der Kroatinnen abzuprallen: "Schnelle Kombinationen, schnelles Umschalten und uns nicht in statisches Positionsspiel drängen lassen."

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mhe

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 11. Februar 2020 | 12:40 Uhr

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