Handball | Bundesliga Hartes Stück Arbeit für den Thüringer HC gegen Oldenburg

Nachholspiel 10. Spieltag

Der Thüringer HC hat im Nachholspiel des zehnten Spieltages mit 26:21 (13:10) gegen den VfL Oldenburg gewonnen. Am Samstag (19.02.2022) tat sich der Favorit THC schwer und setzte sich erst kurz vor Schluss entscheidend ab. Vom furiosen 34:22 gegen Bayer Leverkusen vor einer Woche war nicht mehr viel zu sehen. Die besten Werferinnen waren THC-Kreisläuferin Annika Meyer und Oldenburgs Kathrin Pichlmeier mit jeweils sieben Treffern.

Die Spielerinnen des Thüringer HC jubeln (Archivbild)
Bildrechte: imago images/foto2press

THC mit besserer Wurfquote

THC-Trainer Herbert Müller hatte die Handball-Fans im Spiel gegen das Team aus dem Norden um Unterstützung gebeten. Und die Anhänger des besten Handballklubs Thüringens waren am Samstag (19.02.2022) zahlreich in der Salza-Halle erschienen. Die Zuschauer sahen zunächst einen THC in Rückstand, doch Lamprini Tsalakou sorgte in der 10. Minute für die erste Führung des Favoriten (3:2).

Der THC wies die bessere Wurfquote auf. Zudem war auf Torfrau Laura Kuske Verlass. Unnötig war allerdings ein Wechselfehler während eines THC-Strafwurfes. Obwohl Anika Niederwieser für zwei Minuten auf die Bank musste, ließen sich die Thüringerinnen aber nicht beirren und zogen unter anderem mit erfolgreichen Würfen von Rückraumspielerin Johanna Reichert auf vier Tore davon. Mit 13:10 ging es nach einem Siebenmeter von Pichlmeier in die Pause.

Thüringer HC nach der Pause kurz schläfrig

Nach der Pause machte das Team von VfL-Trainer Niels Bötel dem THC aber das Leben schwer. Keine drei Minuten waren vergangen und Müller sah sich zu einer Auszeit gezwungen, um sein Team wachzurütteln. Die Thüringerinnen schafften es, nicht noch einmal in Rückstand zu geraten, Spielerinnen wie Kerstin Kündig fehlte aber das Wurfglück. Über weite Teile des zweiten Durchgangs lag der THC mit zwei Toren vorn, wobei unter anderem Kreisläuferin Meyer mehrfach glänzte. Erst als Rückraumspielerin Asli Iskit zum 25:21 hochstieg (59.), war klar, dass die zwei Punkte in Thüringen bleiben.

Herbert Müller (Trainer Thüringer HC)
Herbert Müller erlebt einen katastrophalen Start in die zweite Hälfte. Bildrechte: IMAGO / Gerhard König

Müller kritisiert THC-Angriff - Ausnahme: Reichert

THC-Trainer Müller sagte nach dem Spiel über den Gegner, der aus einer Coronapause kam: "Sie haben keine Sekunde aufgesteckt - das ist Handball, den man sehen will. Wir müssen besser agieren. Was wir im Angriff fabriziert haben, war absolut nicht schön." Es hat laut Müller zu wenige Drucksituationen gegeben. Der Coach erklärte: "Nach der Pause steht es auf einmal 13:13. Das ist nicht das, was mich befriedigt." Es bräuchte Führungsspielerinnen, so Müller, der immerhin die junge Reichert lobte.

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mkö

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