Handball | Bundesliga Schwerer Brocken zum Abschluss – SC DHfK empfängt Spitzenreiter Flensburg-Handewitt

Mit dem schweren Heimspiel gegen Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt beendet der SC DHfK Leipzig am Sonntag (27. Dezember, ab 14:35 Uhr live im MDR, in der SpiO-App und auf sport-im-osten.de) sein denkwürdiges Jahr. In bisher neun Duellen mit dem dreimaligen Meister gelang den Messestädtern nur ein Sieg. Auf Seiten der Gäste fehlt DHfK-Eigengewächs Franz Semper.

Jim Gottfridsson (SG Flensburg-Handewitt, 24) gegen Alen Milosevic (SC DHfK Leipzig, 34)
Leipzigs Kreisläufer Alen Milosevic (re.) wird es auch am Sonntag immer wieder mit Jim Gottfridsson zu tun bekommen. Bildrechte: imago images / Beautiful Sports

Der Abschluss dieses auch für den SC DHfK Leipzig denkwürdigen Jahres könnte schwieriger kaum sein. Das titelambitionierte Starensemble der SG Flensburg-Handewitt, Meister der Jahre 2018 und 2019, gastiert in der Messestadt, ehe die Bundesliga aufgrund der Weltmeisterschaft in Ägypten für knapp eineinhalb Monate pausiert.

Wie reagiert der SC DHfK auf den Minden-Rückschlag?

Joshua Thiele, Philipp Weber, Christian Zeitz
Philipp Weber (mi.) und Co. stolperten vergangenen Dienstag in Minden. Bildrechte: imago images / pmk

"Es wird wieder notwendig sein, über Grenzen zu gehen, und diesen Spirit brauchen wir", forderte DHfK-Cheftrainer André Haber via Leipziger Volkszeitung von seinem Team. Hohe Passgeschwindigkeit, schnelle Kreuzungen und viel Tempo von Seiten der Flensburger sieht der 34-Jährige laut LVZ auf seine Mannschaft zurollen. Es ist die neunte Partie in den letzten fünf Wochen für die Grün-Weißen seit ihrem Restart nach der Coronavirus-bedingten Quarantäne. Zuletzt kassierte das Haber-Team eine vor allem in der Offensive enttäuschende 20:23-Auswärtsniederlage in Minden.

"Wir haben zu schlecht aufs Tor geworfen und zu viele Fehler gemacht", monierte Haber in der LVZ. Aber "wir können Probleme klar benennen und wissen, was wir besser machen müssen." Trotz des Rückschlags vor Weihnachten hat sich der aktuelle Tabellensechste (17:11 Punkte) durch die gezeigten Leistungen in dieser Spielzeit entsprechenden Respekt bei der Konkurrenz erarbeitet.

Semper fehlt Flensburg monatelang

Franz Semper wird auf dem Spielfeld behandelt
Mit schmerzverzerrtem Gesicht liegt Franz Semper am Boden – kurz zuvor war er mit seinem Gegenspieler folgenschwer zusammengeprallt. Bildrechte: imago images/Holsteinoffice

"Das ist eine große Hürde, alles andere als eine dankbare Auswärtsaufgabe", warnte der in Halle/Saale aufgewachsene SGF-Trainer Maik Machulla auf der offiziellen Flensburger Klubwebsite. "Wir müssen alles abrufen, vor allem die richtige Einstellung und den nötigen Fokus." Flensburg (23:3 Punkte) steht – mit einem Spiel und einem Punkt mehr vor dem amtierenden Meister THW Kiel – aktuell an der Tabellenspitze und ist auch in der Champions League auf bestem Wege in die K.o.-Phase. Die bislang einzige Bundesliga-Saisonniederlage setzte es Mitte Oktober beim ewigen Nordrivalen in Kiel.

Am vergangenen Dienstag fegte die SG den HC Erlangen mit 33:23 von der Platte, davor gab sie sich gegen Essen und Ludwigshafen keine Blöße. Allerdings sind die Schleswig-Holsteiner aufgrund von Verletzungen vor allem im Rückraum ausgedünnt. Alles hängt an Jim Gottfridsson, Mads Mensah und Magnus Rød. Besonders bitter: DHfK-Eigengewächs und Nationalspieler Franz Semper, der seit dieser Saison für Flensburg aufläuft, hatte sich Anfang Dezember im Champions-League-Duell gegen Pick Szeged das Kreuzband gerissen und einen Außenmeniskusschaden erlitten.

Haber bangt um Wiesmach und Remke

Marko Bezjak, Gregor Remke, Patrick Wiesmach und Bastian Roscheck
Der Einsatz von Gregor Remke (2.v.li.) und Patrick Wiesmach (Hintergrund) ist ungewiss. Bildrechte: imago images/Fotostand

Die Gastgeber bangen vor dem insgesamt zehnten Aufeinandertreffen derweil um die angeschlagenen Patrick Wiesmach und Gregor Remke. Der Underdog konnte von den bisherigen Duellen mit den Norddeutschen seit dem Aufstieg 2015 lediglich ein einziges Spiel gewinnen – im September 2017 behielten der SC DHfK in der tosenden Leipziger Arena knapp mit 25:22 die Oberhand.

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mhe

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 27. Dezember 2020 | 14:35 Uhr

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