Handball | 2. Bundesliga Zuschauer-Rückkehr beim ThSV Eisenach und HC Elbflorenz

Eine Mail des Gesundheitsamtes sorgt beim ThSV Eisenach für große Freude. Beim Knüller am Freitag gegen den HC Elbflorenz dürfen wieder Fans in die Halle. Dafür muss allerdings das Hygienekonzept noch angepasst werden. Und auch die Dresdner dürfen sich in ihren letzten beiden Heimspielen über Unterstützung freuen.

Die Spieler des ThSV Eisenach
Bildrechte: imago images/Christian Heilwagen

Im Oktober 2020 durften zum letzten Mal Fans in die Werner-Aßmann-Halle in Eisenach. Am Freitag ist es nun wieder soweit: Der ThSV darf beim Heimknüller gegen den HC Elbflorenz (ab 19:30 Uhr im Livestream auf sport-im-osten.de und in der SpiO-App) 600 bis 700 Zuschauer in die Halle lassen. Allerdings wartet bis dahin noch viel Arbeit auf den ThSV.

Seit Oktober ohne Zuschauer

"Wir müssen das Hygienekonzept noch ein wenig anpassen, dieses dem Gesundheitsamt schicken und dann steht der Rückkehr der Fans hoffentlich nichts mehr im Weg. Das ist schon irre, im Oktober hatten wir noch zwei Spiele vor Zuschauern und jetzt ausgerechnet gegen Elbflorenz", freute sich Geschäftsführer René Witte und fügte an: "Wir hatten drei Spiele mit Zuschauern in einem Jahr. Das hat für uns eine große Bedeutung. Über 90 Prozent der Dauerkartenbesitzer haben auf Rückerstattung verzichtet. Auch die Sponsoren haben uns die Treue gehalten. Ohne die hätten wir die Saison nicht überlebt. Wir kriegen unfassbar viele Anfragen. Hier lebt jeder Handball. Wir hatten einen Schnitt von 2.100 Zuschauern. Ich würde mich freuen, wenn wir die Leute wieder anfüttern." Wegen der anhaltenden niedrigen Inzidenzzahlen - am Donnerstag (03.06.2021) lag die Zahl bei 28,4 und seit 26. Mai konstant unter 50 - sind Fans nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt wieder möglich. Voraussetzung ist ein Negativtest, Geimpfte und Genesene brauchen diesen nicht mehr.

Dresden auch gegen Hamburg und Bietigheim mit Fans

Auch in Dresden hat das Gesundheitsamt nun der Rückkehr der Anhängerschaft zugestimmt. So dürfen gegen den HSV Hamburg (13.06.) und gegen die SG BBM Bietigheim (20.06.) wieder 956 Zuschauer in die BallsportARENA. "Uns hat es sehr am Herzen gelegen, unserer Mannschaft zu ermöglichen, dass sie diese erfolgreiche Saison vor Publikum abschließen kann. Zum Anderen wollen wir aber natürlich unseren Fans, die uns auch in der zuschauerfreien Zeit immer weiter unterstützt haben, die Möglichkeit bieten, unser Team und die Heimspielatmosphäre nochmal live mitzuerleben. Dies ist natürlich nur unter besonderen Vorkehrungen möglich", erklärte HCE-Geschäftsführerin Cathleen Rupprecht. Das Konzept sieht vor, dass alle Zuschauer - auch genesene oder geimpfte - am Eingang einen tagesaktuellen Test nachweisen müssen, um Einlass zu erhalten. Zudem ist das Tragen einer Maske auch am Sitzplatz Pflicht.

Noch kein Sieg gegen HC Elbflorenz

Sportlich fehlt dem ThSV Eisenach noch ein Sieg, um endgültig den Klassenerhalt in der zweiten Handball-Bundesliga perfekt zu machen. Nach dem wichtigen 32:27-Erfolg in Wilhelmshaven hat sich die Situation im Keller für die Thüringer aber bereits deutlich entspannt. Am viertletzten Spieltag kommt allerdings mit dem HC Elbflorenz nicht nur der Tabellenvierte nach Eisenach. Der ThSV hat auch keines der bisher fünf Duell gegen die Elbestädter gewonnen. Doch das 26:26 im Hinspiel beim HC Elbflorenz am 30. Dezember des vergangenen Jahres sollte den Thüringern Mut machen. "Wir wollen diese Partie, zumal Zuhause, für uns entscheiden. Wir treffen am Freitagabend auf einen starken Gegner, was auch ein Blick auf die Tabelle beweist. Ja, wir wollen den ersten Sieg gegen den HC Elbflorenz", gibt sich Eisenachs Trainer Markus Mufuni kämpferisch.

ThSV Eisenach Markus Murfuni
Eisenachs Trainer Markus Murfuni Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Dresden mit vier Spielen in acht Tagen

Der HC Elbflorenz hatte zuletzt einen echten Spiele-Marathon zu absolvieren. Zwischen dem 22. und 31. Mai ging es vier Mal um Punkte, zuletzt war beim 30:32 gegen Ferndorf die Kräfte und Konzentration ein wenig weg. HC-Trainer Rico Göde bemängelte eine nicht vorhandene Abwehr, zu viele leichte Gegentore über den Kreis. Doch nach jetzt vier Tagen Pause wird am Freitag sicher wieder eine andere Dresdner Mannschaft auf dem Parkett stehen. Zumal, wenn endlich wieder Stimmung unter dem Dach zu erwarten ist.

rei

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Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 04. Juni 2021 | 19:30 Uhr

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