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Internationaler Trainerkurs "In der Form einmalig in Deutschland und der Welt"

Der Internationale Trainerkurs an der Universität Leipzig feiert in diesem Jahr ein kleines Jubiläum: Seit 55 Jahren werden Sportler vor allem aus Schwellen- und Entwicklungsländern ausgebildet. Einige Alumni haben es danach weit gebracht.

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Der eine ist seit 2000 Präsident der Internationalen Handballförderation, der andere seit 1998 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees. Die Rede ist vom Ägypter Hassan Moustafa und vom Südafrikaner Sam Ramsamy, beide Alumni des Internationalen Trainerkurses (ITK) an der Universität Leipzig. In diesem Jahr feiert der ITK 55. Geburtstag - Grund genug für "Sport im Osten" auf dem Campus an der Jahnallee vorbeizuschauen.

"Unsere Geschichte hat einen zentralen Wendepunkt - das war die Wende 1990", erklärt Daniele Eckert-Lindhammer, der Geschäftsführer des ITK. Damals sei nicht klar gewesen, ob der Internationale Trainerkurs, der in der DDR 1964 gegründet worden war, auch im wiedervereinigten Deutschland weitergeführt wird. Durch die Förderung des Auswärtigen Amts wurde der Fortbestand des ITK letztlich gesichert. Insgesamt haben über 5.000 Trainer aus 150 Ländern an ihm teilgenommen.

"In der Form ist der Kurs einmalig in Deutschland und der Welt", meint Eckert-Lindhammer. Denn überall auf dem Globus gebe es Alumni, wie etwa die erwähnten Moustafa und Ramsamy. So könnten auch Fluchtursachen - ein aktuelles Thema - besser bekämpft werden. Denn der Sport biete den Menschen eine Möglichkeit, in ihren Ländern zu bleiben, so der ITK-Geschäftsführer

Monica del Rio
Mónica del Río. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

"Unterschiede zu Deutschland immer noch groß"

Eine der Teilnehmerinnen des aktuellen Jahrgangs ist die Mexikanerin Mónica del Río. Die Sportlehrerin will in ihrer Heimat den Volleyball voranbringen. "Ich habe durch den Kurs viel bessere Möglichkeiten gelernt, wie man Volleyball Kindern beibringen kann", sagt del Río.

Ein anderer ist Ricardo Córdoba aus Kolumbien, der sagt: "Ich habe festgestellt, wie groß noch die Unterschiede zwischen Deutschland und den lateinamerikanischen Ländern immer noch sind, etwa bei Disziplin und Pünktlichkeit." Und auf die Frage, ob man einfacher Nationaltrainer wird, nachdem man in Leipzig ausgebildet wurde, antwortet der Coach: "Das ist möglich, war aber nicht mein Hauptziel. Wir werden sehen, was passiert."

cdi

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 26. Juni 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. Juni 2019, 21:00 Uhr

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