Neues vom Krügel-Platz | Folge 19 Gesamtkonstrukt beim FCM stimmt nicht

Oliver Leiste
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Drei Spiele, drei Niederlagen, kein Tor – das ist die FCM-Bilanz zu Beginn der Rückrunde. Die Schwäche auf dem Platz ist das sichtbare Ergebnis vieler negativer Entwicklungen, erklärt FCM-Experte Guido Hensch im Podcast.

Nach der Niederlage gegen Dynamo Dresden hängt der 1. FC Magdeburg weiter im Tabellenkeller der 3. Liga fest. Im dritten Rückrundenspiel war es die dritte Pleite. Ein Tor gelang den Blau-Weißen dabei nicht. Die Abstiegssorgen werden deshalb immer größer, sind sich die FCM-Experten Guido Hensch und Oliver Leiste einig.

Folge 19 von "Neues vom Krügel-Platz" in der Übersicht:

Kaum Verbesserungen gegen Dynamo Dresden – ab Minute 2:45

Nach der 0:3-Pleite gegen 1860 München hat der FCM gegen Dynamo das nächste Heimspiel verloren. Doch gab es erkennbare Verbesserungen im Vergleich zur deutlichen Niederlage gegen die "Löwen"? Kaum, hat Guido Hensch beobachtet: "Natürlich kann man keinem den Willen absprechen. Es gab viel Ballbesitz, ähnlich wie in den vergangenen Spielen. Nur der Ertrag war leider auch ähnlich wie in den vergangenen Spielen. Es wurde zum dritten Mal kein Treffer erzielt. Das ist dann einfach viel zu dünn." Vorne harmlos, hinten wacklig – so beschreibt Hensch einmal mehr bekannte Schwächen im FCM-Spiel. "Für die Gegner reicht es meistens, auf Fehler des FCM zu warten", stellt er fest. 

Fehler und Fehlentwicklungen auf allen Ebenen – ab Minute 4:45

Vier U23-Spieler muss der FCM bei jedem Spiel im Kader haben. Nachdem Julian Weigel und Nico Mai nach Halberstadt verliehen wurden, erfüllen neben den beiden Ersatztorhütern nur noch vier Feldspieler dieses Kriterium. Mit Maximilian Franzke fehlt einer von ihnen noch einige Zeit verletzt. Es ist also absehbar, dass der FCM seinen Kader – wie schon gegen Dynamo – mit A-Jugendlichen auffüllen muss. Nun, da auch in der 3. Liga wieder fünf Wechsel erlaubt sind, fehlen dem Club damit wichtige Optionen auf der Bank. Eine vorhersehbare Fehlentwicklung, sagt Guido Hensch. Anschließend berichtet er von einer Trainingseinheit, die daran zweifeln lässt, dass beim 1. FCM wirklich alle mit 100 Prozent bei der Sache sind. "Das Gesamtkonstrukt beim FCM ist nicht stimmig", sagt Hensch und benennt dafür weitere Beispiele.

Die Tabelle lügt nicht – ab Minute 14:30

Von einem klaren Aufwärtstrend sprach FCM-Sportchef Otmar Schork vor einer Woche im Podcast. Doch gab es den in dieser Saison wirklich? Hensch und Leiste bezweifeln das. Auch nach der Amtsübernahme von Schork im November gab es Spiele, "die man sich nicht angucken konnte", erinnert Hensch. Und an gerade mal zwei der bisherigen 23 Spieltage stand der 1. FC Magdeburg nicht auf einem Abstiegsplatz, hat Leiste festgestellt. "Auch wenn der Abstand zum rettenden Ufer nicht sehr groß erscheint, ist man bisher doch nur hinterher gerannt. Woher leitet man also die Gewissheit ab, dass sich das in der entscheidenden Saisonphase ändert", fragt er.

Wo der Podcast zu hören ist

Podcasts FCM und HFC
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

Quelle: MDR/olei

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 06. Februar 2021 | 19:00 Uhr

5 Kommentare

SOK 10 vor 31 Wochen

Wie wäre es denn wenn ihr den Kwasniok im Sommer holt .Der bringt bestimmt die richtigen Leute mit .....und kennt sich mit Regio Liga aus. Ist immerhin mit Saarbrücken aufgestiegen
Toller Trainer. Nur der FCC !!!

Soldaten Norbert vor 31 Wochen

Jetzt muss ein namhafter Trainer her ! Der neue Trainer muss die Mannschaft schon vom Namen her beeindrucken. Wir brauchen neue Impulse . Koste es was es wolle ! Nur so kann man die Mannschaft in die Pflicht nehmen. Hoßmang ist durch. Wer hat denn Respekt vor dem Trainer ? Das hat man doch auch bei Neuzugang Granatowski beim Wechsel verspürt. Der Trainer steht am Spielfeldrand wie eine ausgekochte Wurst, zuckt hilflos mit den Schultern. Mehr muss ich nicht sehen. Das Ding ist durch !

Soldaten Norbert vor 31 Wochen

Wenn das Training so schlecht durchgeführt wird, hat das doch Gründe ? Selbst die Volksstimme schreibt davon, dass Hoßmang einmal, als wirklich, nur einmal die Woche für wenige Minuten Standards, wie Ecken und Freistöße einüben lässt. Dann muss man doch konstatieren, dass der Trainer eventuell nicht geeignet ist eine Profi-Mannschaft in der 3. Liga zu trainieren. Gerade Standards und Ecken sind doch probate Mittel, wenn es schon spielerisch nicht gelingt, Gefahr und somit Tore zu erzielen.

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