Corona-Pandemie | Sportpolitik Thüringen erlaubt wieder Fans in Hallen und Stadien

Die Zeit der Geisterspiele ist in Thüringen vorbei. Seit 7. Februar dürfen wieder Fans in die Hallen und Stadien, allerdings nur in stark begrenzter Anzahl. Was bei den Vereinen zu unterschiedlichen Reaktionen führt.

Ernst-Abbe-Sportfeld
Die Haupttribüne des Ernst-Abbe-Sportfeldes, Heimspielstätte der Bundesliga-Frauen und Regionalliga-Männer des FC Carl Zeiss Jena. Bildrechte: IMAGO / Karina Hessland

Seit dem 7. Februar dürfen auch in Thüringen wieder Zuschauer an Sportveranstaltungen teilnehmen. In der bis zum 2. März geltenden Corona-Schutzverordnung sind in Stadien bis zu 1.000 Zuschauer erlaubt, in Sporthallen dürfen bis zu 500 Fans dabei sein. Allerdings gelten für die Anhänger weiter die strengen Vorgaben der bisherigen Allgemeinverfügungen. So gilt in Hallen die 2G-plus-Regel, in Stadien die 2G-Regeln. Bedeutet, dass auch weiterhin Ungeimpfte ausgeschlossen bleiben. An einer weiteren Anpassung der Vorgaben soll im zuständigen Ministerium gearbeitet werden.

Die wichtigsten Regeln für Sportveranstaltungen in Thüringen:

  • Maximal 50 Zuschauer oder 40 Prozent Gesamtauslastung in Hallen bei 2G-Zugangsbeschränkung*
  • Maximal 500 Zuschauer oder 40 Prozent Gesamtauslastung in Hallen bei 2G-plus-Zugansbeschränkung*
  • Maximal 1.000 Zuschauer oder 40 Prozent Gesamtauslastung in Stadien bei 2G-Zugangsbeschränkung*


*Inbegriffen sind die Mannschaften, Betreuer und Ordnungskräfte

Orientierung nach Inzidenz, Hospitalisierung und Intensivstationen

Eine Ärztin kümmert sich auf einer Intensivstation um einen Corona-Patienten
Belegung der Intensivstationen entscheidet über Corona-Öffnungen. Bildrechte: dpa

Eine Verschärfung der Regelungen ist möglich, wenn die Hotspotstufe 3+ oder 3++ erreicht wird. Hier wurden die Schwellenwerte angepasst. Bei 3+ muss die Sieben-Tage-Inzidenz über 1.500, die lokale Hospitalisierungs-Inzidenz über 12 oder die landesweite Belastung der Intensivstationen über 12 Prozent liegen. 3++ gilt, wenn die Inzidenz über 2.000 liegt. Aktuell ist kein Landkreis Thüringens eine Hotsport- Region (Stand Dienstag, 8. Februar 2022). Die Hospitalisierungs-Inzidenz liegt bei 6,6.

Schwarz-Weiß Erfurt: Freude über Fans am Dienstag

Volleyball-Bundesligist Schwarz-Weiß Erfurt profitiert bereits am Dienstagabend (8. Februar) von der neuen Regelung. Das Heimspiel am Abend gegen die Roten Raben Vilsbiburg darf vor 500 Zuschauern stattfinden. "Wir freuen uns, dass wir endlich wieder unser Publikum im Rücken haben", erklärte Trainer Konstantin Bitter. Am kommenden Samstag (12. Februar) werden auch Fans beim mitteldeutschen Duell gegen den Dresdner SC dabei sein.

Thüringer HC: Mehr Lockerungen wären möglich

Publikum, im Stadion vom Thueringer HC
Die Wolfsgrube mit Zuschauern Bildrechte: imago images/foto2press

Der Thüringer HC wiederum ist nicht wirklich glücklich mit den nun möglichen 500 Zuschauern. Trainer Herbert Müller merkte auf MDR-Anfrage an: "Ich denke, es sind mehr Lockerungen möglich. Wir haben jetzt schon die Hälfte aller Heimspiele ohne Fans bestritten. Die Unterstützung fehlt uns sehr. Dazu kommt auch der finanzielle Schaden. Wir können uns bei unseren beiden Gesellschaftern nur bedanken – die müssen die Lücken füllen." Mit Blick auf unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern fügte er an: "Ich verstehe nicht nicht, warum es in Deutschland keine einheitlichen Regeln gibt, keine klare Linie." In die Wolfsgrube, die THC-Heimspielstätte in Bad Langensalza, würden unter normalen Umständen bei voller Auslastung 1.812 Fans passen.

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rei

Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 09. Februar 2022 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

fossizweifor1903 vor 32 Wochen

Ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt, nicht ins Stadion zu dürfen, macht ruhig weiter so und erhaltet euch eure Macht. 😏