Der Dienstag kompakt IOC hält an Olympia-Fahrplan fest

+++ Leichtathletik: Leipzig-Marathon abgesagt +++ Basketball: MBC bittet um Solidarität von Fans und Sponsoren +++ Fußball: Drittligist Chemnitzer FC prüft Inanspruchnahme staatlicher Hilfen +++ Fußball: Aue-Präsident Leonhardt kritisiert BVB-Chef Watzke +++ Basketball: Halle Lions fügen sich in ihr Schicksal und steigen ab +++

Skulptur in Tokyo
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16:43 Uhr | IOC hält an Olympia-Fahrplan fest

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) bleibt trotz der sich weiter rasch ausbreitenden Coronavirus-Krise seiner Linie treu und hält an der Austragung der Sommerspiele in Tokio (24. Juli bis 9. August) fest. Eine Verlegung oder gar Absage kommt für den Ringeorden nicht infrage, auch wenn sich die Lage für die Athleten in allen Ländern dramatisch verschlechtert hat. "Das IOC setzt weiterhin voll und ganz auf die Spiele in Tokio 2020. Mehr als vier Monate vor den Spielen sind derzeit keine einschneidenden Entscheidungen zu treffen", teilte das IOC nach einer Sitzung mit allen Fachverbänden der Sommersportarten mit und erklärte, "dass jede Spekulation derzeit kontraproduktiv" sei.

Trotz der Widrigkeiten, die durch das Virus in der Sportwelt entstanden sind, ermutigte das IOC alle Athleten, sich weiterhin "so gut wie möglich" auf die Olympischen Spiele in Tokio vorzubereiten. "Wir werden die Athleten weiterhin unterstützen, indem wir ihnen und ihren jeweiligen Nationalen Olympischen Komitees die neuesten Informationen und Entwicklungen zur Verfügung stellen", hieß es in der Mitteilung. Das IOC wies zudem darauf hin, dass es Anpassungen bei den Qualifizierungswettkämpfen geben werde. Derzeit seien bereits 57 Prozent der Athleten für die Spiele qualifiziert, für die verbleibenden 43 Prozent der Plätze werde man in Absprache mit den internationalen Verbänden zur Not Veränderungen vornehmen, hieß es.

15:05 Uhr | Leipzig-Marathon fällt aus

Der Leipzig-Marathon fällt wegen der Coronavirus-Krise in diesem Jahr aus. Die 44. Ausgabe, die für den 26. April geplant war, könne aus organisatorischen Gründen auch nicht im Herbst dieses Jahres stattfinden, teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Sie baten die bereits angemeldeten Sportlerinnen und Sportler um etwas Geduld. Sobald man sich auf eine konkrete Vorgehensweise verständigt habe, werde man an sie herantreten, sagte der Geschäftsführer des Stadtsportbundes Leipzig, Michael Mamzed, der Mitteilung zufolge.

15:02 Uhr | MBC bittet um Solidarität von Fans und Sponsoren

Basketball-Bundesligist Syntainics MBC hat Sponsoren und Fans wegen finanzieller Unsicherheiten in der Coronavirus-Krise um Unterstützung gebeten. "Der mögliche Ausfall von sechs Heimspielen trifft unseren Club wirtschaftlich existenziell", hieß es in einem Brief des MBC-Beirats, den der Verein auf Twitter teilte. Die Budgetplanung stehe dadurch komplett in Frage. "Wir benötigen gerade in der aktuellen schweren Zeit Zusammenhalt." Ansonsten sei diese unverschuldete Krise für den Club nicht zu meistern. Die BBL hat ihre Spiele bis auf weiteres ausgesetzt. Die Clubs hatten am vergangenen Donnerstag angekündigt, sich innerhalb von zwei Wochen wieder zu treffen, um die dann aktuelle Lage und mögliche Szenarien zu besprechen.

10:12 Uhr | Absicherung beim CFC: Staat könnte helfen

Auch beim Chemnitzer FC geht es an die Substanz. Deshalb prüft der Drittligist die Inanspruchnahme staatlicher Hilfen, um durch die Aussetzung des Spielbetriebs bis Ende April finanziell abgesichert zu sein. Das kündigte die CFC-Vorstandsvorsitzende Romy Polster in einer Pressemitteilung an. "Es ist nun maßgeblich, bis zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Chemnitzer FC aufrechtzuerhalten. Dazu werden wir alle angebotenen staatlichen Hilfen für die Liquiditätssicherung prüfen", betonte Polster.

Derweil hat der Spielausschuss des Sächsischen Fußballverbandes (SFV) die Halbfinalbegegnung im Landespokal des Chemnitzer FC beim FC International Leipzig, die ursprünglich am 1. April stattfinden sollte, aufgrund der Corona-Krise abgesetzt. Gleiches gilt für das Semifinal-Spiel zwischen dem FC Eilenburg und dem 1. FC Lok Leipzig (28.03.2020).

CFC Emblem am Hauptgebäude.
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09:12 Uhr | Leonhardt über Watzke-Aussagen: Wurde "anders erzogen"

Präsident Helge Leonhardt von Zweitligist FC Erzgebirge Aue hat die ablehnende Haltung von Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zu möglichen finanziellen Hilfen von größeren für kleinere Clubs in der Fußball-Bundesliga kritisiert. "Ich denke da völlig anders, weil ich anders erzogen wurde und schon in den letzten 20 Jahren drei große Krisen erlebt und soziale Verantwortung für viele Menschen habe. Und da ging es nicht um Fußballer, die Multimillionäre sind", sagte Leonhardt der "Leipziger Volkszeitung" (17.03.2020).

08:05 Uhr | Lions finden sich mit Abstieg ab

Jetzt ist es amtlich: Die Bundesliga-Basketballerinnen der Gisa Lions stehen endgültig als Absteiger aus dem Oberhaus fest. Nachdem die DBBL alle Vereine über das vorzeitige Saisonende informiert hatte, haben sich die Hallenserinnen als Tabellenletzter in ihr Schicksal gefügt. Das bestätigte Lions-Geschäftsführerin Lysann Kairis in der "Mitteldeutschen Zeitung" am Dienstag (17.03.2020). In einer E-Mail schrieb sie dem Verband, "dass wir die Entscheidung akzeptieren und keine Rechtsmittel dagegen einlegen werden". Wie geht es weiter? Viele Spielerinnen werden den Verein verlassen. In der zweiten Liga soll ein junges Team aufgebaut werden, allerdings ohne dem Anspruch,  sofort wieder aufzusteigen.

red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 17. März 2020 | 19:30 Uhr

1 Kommentar

Wurzner vor 15 Wochen

Kein Geld für Pleiteclubs