Der Montag kompakt Halbfinale im Landespokal Sachsen abgesetzt

+++ Frauen-Bundesliga vorerst bis 19. April ausgesetzt +++ BSD: Jamanka & Co. vorzeitig aus USA abgereist +++ Fußball: Mitarbeiter von Dynamo Dresden im Home-Office +++ Kanu: Leipzigerin Dietze hat Angst um Olympia +++ Fußball: Deutscher Fußball-Bund bekräftigt Unterstützung für Klubs der 3. Liga +++ Fußball: Alle RBL-Mitglieder müssen zuhause bleiben +++

Drei Flutlichtmasten und Schiedsrichter-Assistent Marko Gassmann
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16:45 | Halbfinale im Landespokal Sachsen abgesetzt

Der Spielausschuss des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV) hat am Montag die Halbfinalspiele abgesetzt. Für den 28. März war das Spiel zwischen dem FC Eilenburg und dem 1. FC Lokomotive Leipzig terminiert gewesen, vier Tage später sollte International Leipzig den Chemnitzer FC empfangen. "Wir müssen den Mannschaften für derart wichtige Spiele rechtzeitig Planungssicherheit bieten. Da sich die Situation in den verbleibenden zwei Wochen sehr wahrscheinlich nicht ändern wird, haben wir das Halbfinale vorsorglich abgesetzt", sagte der Spielausschuss-Vorsitzende Volkmar Beier.

16:23 | Frauen-Bundesliga vorerst bis 19. April ausgesetzt

Im deutschen Frauenfußball sind die Partien der Bundesliga und 2. Bundesliga sowie die DFB-Pokalspiele vorerst bis zum 19. April ausgesetzt worden. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund am Montag mit. Wie und wann der Spielbetrieb aufgrund der Coronavirus-Pandemie wieder aufgenommen wird, ist laut DFB noch offen. Der Ausschuss-Vorsitzende der Frauenfußball-Bundesliga, Siggi Dietrich, hatte zuvor bereits dem "kicker" gesagt, dass die Saison "sicherlich nicht wie geplant am 17. Mai zu Ende sein" werde. Über die voraussichtliche Absage des EM-Qualifikationsspiels gegen Irland am 11. April in Münster entscheidet die UEFA am Dienstag.

Das Team des USV Jena
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13:56 | Jamanka & Co. brechen Trainingslager in den USA ab

Deutschlands Bob- und Skeletonfahrer haben ihr Trainingslager in Lake Placid im US-Bundesstaat New York wegen der Corona-Pandemie vorzeitig beendet und sind nach Deutschland zurückgereist. Unter ihnen auch die Bob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka aus Oberhof. Der komplette Trainingsbetrieb in der Heimat wird zunächst bis 19. April 2020 eingestellt. Darüber hinaus ist der Betrieb auf allen vier deutschen Kunsteisbahnen eingestellt.

Annika Drazek und Mariama Jamanka
Mariama Jamanka (re.) mit Anschieberin Annika Drazek. (Archiv) Bildrechte: imago images/Ed Gar

Die Bob- und Skeleton-Sportler waren vor gut einer Woche nach Lake Placid geflogen, um dort an Feinheiten sowie an Kurvenfahrten zu arbeiten. In dem Wintersportort im US-Bundesstaat New York finden im kommenden Jahr die Weltmeisterschaften statt. Bedingt durch das Virus wurde der Eiskanal gesperrt. Zugleich teilte der Bob- und Schlittenverband (BSD) mit, dass der Lehrgang der Rodler im französischen La Plagne abgesagt wurde.

13:50 Uhr | Dynamo schickt Mitarbeiter ins Home-Office

Zweitligist Dynamo Dresden hat nach der Ausbreitung des Coronavirus weitere Maßnahmen ergriffen. Nachdem bereits der Trainingsbetrieb eingestellt wurde, wurden am Montag (16.03.2020) alle Mitarbeiter der Geschäftsstelle der Nachwuchs-Akademie ins Home-Office geschickt. Das Internat sei bereits seit vergangenem Freitag geschlossen, die betreffenden Spieler zu ihren Familien verabschiedet worden, hieß es. Und auch in der Sportschule finde kein Unterricht mehr statt.

Blick in die Geschäftsstelle der SG Dynamo Dresden im Steinhaus
Blick in die Geschäftsstelle der SG Dynamo Dresden. Bildrechte: imago/Robert Michael

10:20 Uhr | Dietze: "Das ist alles so unwirklich"

Kanu-Olympiasiegerin Tina Dietze befürchtet eine Absage oder Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in Tokio dieses Jahres. Nach allem, "was sich in den letzten Stunden verändert hat, bin ich mir überhaupt nicht mehr sicher, ob Olympia überhaupt stattfinden wird", sagte die 32-Jährige der "Leipziger Volkszeitung" (16.03.2020). "Das ist alles so unwirklich. Es ist nichts Greifbares, aber plötzlich steht die ganze Welt Kopf. Jeder wolle Höchstleistungen bringen, aber nun werde man durch ein Virus ausgebremst."

Kajak-Zweier mit Tina Dietze (li.) und Franziska Weber(re.)
Kajak-Zweier mit Tina Dietze (li.) und Franziska Weber. (Archiv) Bildrechte: imago/Aleksandar Djorovic

Die vom 24. Juli bis 9. August geplanten Spiele in Japans Hauptstadt wären nach London 2012 und Rio de Janeiro 2016 die dritte Olympia-Teilnahme der Sportlerin, die bei der SG LVB Leipzig trainiert. Ihren größten Erfolg feierte Dietze in London mit der Goldmedaille im Kajak-Zweier (mit Partnerin Franziska Weber). Zudem konnte sie sich bisher mit sechs WM-Titeln schmücken.

Die Meining von Tina Dietze deckt sich mehrheitlich mit der der Japaner. Fast 70 Prozent von ihnen glauben einer Umfrage zufolge nicht mehr daran, dass die Olympischen Spiele wie geplant in diesem Sommer in Tokio stattfinden werden. Nur 24,5 Prozent aller Befragten sagten in der am Montag veröffentlichten Erhebung für die Nachrichtenagentur Kyodo, sie rechneten mit einer planmäßigen Austragung der Sportveranstaltung.

08:10 Uhr | DFB plant Überbrückungshilfen für Drittligisten

Der Deutsche Fußball-Bund will den Drittliga-Klubs in der Coronavirus-Krise unter die Arme greifen. Die Absicht bekräftigte DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge in der Kicker-Ausgabe am Montag (16.03.2020). "Es geht darum, im Notfall sehr gezielt Überbrückungshilfen zu geben, um Liquiditätskrisen zu vermeiden", wurde er zitiert. In der dritthöchsten Spielklasse haben Vereine ohnehin immer wieder mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die nun ausbleibenden Einnahmen durch die Aussetzung der Partien belasten die Vereine zudem. Der Verlust für alle Klubs soll zusammen etwa 1,1 Millionen Euro pro Spieltag betragen. Nach Angaben von Osnabrügge muss der Verband aber auch die eigene Haushaltsplanung im Auge behalten, da auch er von der Krise "natürlich wirtschaftlich betroffen sein" werde. Dies und weitere Probleme will der DFB am Montag in Frankfurt/Main bei einem Treffen mit Drittliga-Vertreter besprechen.

Einige Vereinsverantwortliche haben sich bereits für einen Abbruch der Saison ausgesprochen. Darunter auch die Vertreter des Halleschen FC, des FC Carl Zeiss Jena und des FSV Zwickau.

08:05 Uhr | Alle Mitglieder von RB Leipzig müssen zuhause bleiben

Die ursprünglich für den Samstag geplante Mitgliederversammlung von Fußball-Bundesligist RB Leipzig ist ausgefallen. Wie die "Bild" am Montag (16.03.2020) meldete, wurde die Veranstaltung aufgrund des grassierenden Coronavirus kurzfristig abgesagt. Klub-Boss Oliver Mintzlaff soll dem Bericht nach einen Großteil der Mitglieder selbst per Telefonanruf davon unterrichtet haben. RBL hat 19 Mitglieder. Daneben waren zu dem Treffen auch 400 Fördermitglieder geladen, die allerdings kein Stimmrecht besitzen.

RBL-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff
Oliver Mintzlaff mit heißem Draht zu den Mitgliedern. (Archiv) Bildrechte: imago images/photoarena/Eisenhuth

red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 16. März 2020 | 19:30 Uhr

2 Kommentare

Gerald vor 28 Wochen

Klub-Boss Oliver Mintzlaff soll selber über die Absage der Mitgliederversammlung die Mitglieder angerufen haben! Was für eine Leistung! Bei 19 Mitglieder ist das wirklich keine Kunst!

Ostsachse vor 28 Wochen

Hätte auch stattfinden können gilt erst bei 50 und mehr , aber besser ist’s