Corona-Ticker Corona-Fall bei Schweizer Skiteam

Die Corona-Pandemie sorgt auch im Sport für Einschränkungen. Die aktuellen Entwicklungen im Überblick: +++ Drei Schweizer Rennfahrer positiv +++ Positiver Fall im Team des FSV Zwickau +++ Mönchengladbachs Ramy Bensebaini in Quarantäne +++ NoKo-Weltcup in Otepää abgesagt +++ DEL plant vorerst ohne Zuschauer +++ Olympiasieger Röhler hofft auf nicht noch mehr Doping wegen Corona +++ Rasta Vechta erhält 740.000 Euro Hilfe +++ Badminton: Quali-Turnier in Dessau-Roßlau fällt aus +++

3D-Modell Coronavirus und Training des 1.FC Magdeburg.
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22. November | Corona-Fall bei Schweizer Skiteam

Im Schweizer Ski-Team gibt es drei Coronafälle. Einer Mitteilung des Verbandes Swiss Ski zufolge wurden Loic Meillard, Justin Murisier und Marco Odermatt positiv auf COVID-19 getestet. Die drei Athleten hätten "leichte bis gar keine" Erkältungssymptome und befänden sich in Isolation, hieß es. Das Trio fällt für den Weltcup in Lech/Zürs am Freitag aus. Alle anderen Teammitglieder seien negativ getestet worden.

Justin Murisier beim Riesenslalom
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21. November | Positiver Befund in Zwickauer Team

Kurz vor dem Anpfiff der Partie FSV Zwickau gegen Waldhof Mannheim haben die Westsachsen über einen positiven Fall im Team informiert. Die betreffende Person befinde sich in häuslicher Quarantäne. Es gehe ihr gut. Da wegen der getroffenen Vorsorgemaßnahmen eine Absonderung der Mannschaft nicht notwendig sei, findet das Spiel statt.

21. November | Corona-Fall bei M'gladbach

Ramy Bensebaini
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Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach meldet einen weiteren Coronafall. Abwehrspieler Ramy Bensebaini wurde positiv auf das Virus getestet. Das gab der Verein am Samstag wenige Stunden vor der Partie gegen den FC Augsburg bekannt. Eine am Freitag durchgeführte Testreihe aller Spieler, Trainer und Betreuer habe keine weiteren positiven Befunde ergeben. Bereits am Donnerstag hatte Trainer Marco Rose bekannt gegeben, dass der Franzose Alassane Plea schon am Samstag vergangener Woche ein positives Ergebnis bei der Corona-Testung aufgewiesen habe.

20. November | NoKo-Weltcup in Otepää abgesagt

Wegen der Corona-Pandemie hat der Ski-Weltverband FIS den Weltcup in der Nordischen Kombination am 2./3. Januar in Otepää/Estland abgesagt. Damit fällt auch der zweite und damit letzte geplante Weltcup-Wettbewerb für die Frauen dem Virus zum Opfer. Wegen Corona musste bereits die Konkurrenz in Lillehammer vom 4. bis 6. Dezember aus dem Kalender gestrichen werden.

In Norwegen sollten die Frauen ihre Weltcup-Premiere feiern, in Estland wäre ihr zweiter Auftritt gewesen. Ob sie vor ihrem WM-Debüt bei den Titelkämpfen vom 22. Februar bis 7. März noch einen Wettkampf bestreiten können, ist derzeit unklar. Die FIS versucht noch, für Lillehammer und Otepää Ersatz zu finden. Der Weltcup-Auftakt findet vom 26. bis 29. November im finnischen Ruka statt. Aktuell stehen noch sieben weitere Austragungsorte im Kalender, darunter Klingenthal (5. bis 7. Februar) sowie das Finale in Schonach (19. bis 21. März).

Ein Skispringer in der Luft
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19. November | DEL plant vorerst ohne Zuschauer

Die Deutsche-Eishockey-Liga plant für die Saison 2020/21 vorerst ohne Zuschauer. "Alles was kommt, ist Bonus", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke am Donnerstag in Düsseldorf. Momentan müssten die Clubs "kaufmännisch vorsichtig" mit dem Worst-Case planen. Die DEL hatte Geisterspiele aufgrund der Abhängigkeit von Zuschauereinnahmen lange weitestgehend ausgeschlossen. Nach mehr als neun Monaten Pause wird die Liga nun am 17. Dezember mit allen 14 Klubs aber doch in die Spielzeit 2020/21 starten. "Wir wissen, dass es noch jede Menge Unwägbarkeiten gibt", sagte Tripcke. Der Spielmodus wird mit zwei regionalen Gruppen und verkürzten Playoffs stark verändert. Bis Mitte März soll mit Ausnahme von Heiligabend, dem ersten Weihnachtstag und Neujahr sowie einer kurzen Länderspielpause im Februar täglich Eishockey laufen, um die Präsenz des Sports zu steigern.

Krefeld Pinguine vs Grizzlys Wolfsburg
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17. November | Olympiasieger Röhler hofft auf nicht noch mehr Doping wegen Corona

Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler hofft, dass es durch die Corona-Pandemie künftig nicht noch mehr Dopingsünder geben wird. "Schlupflöcher wird es immer geben, und der, der betrügen möchte, wird das auch tun. Egal, ob Corona oder nicht", sagte der frischgebackene Familienvater in einem Interview mit "Sport1".

Thomas Röhler
Olympiasieger Thomas Röhler (Jena) Bildrechte: imago images / Sven Simon

Doping bleibe auch in der Leichtathletik allgegenwärtig, so Röhler weiter, "ich appelliere da einfach an den sauberen Sport und ich hoffe und bin guter Dinge, dass sich da jetzt keiner neu motiviert gefühlt hat, weil er dachte, er sei unbeobachtet aufgrund der Pandemie. Das wäre schon höchst kriminell an der Stelle". Der 29-Jährige, der 2018 in Berlin auch Europameister geworden war, bereitet sich derzeit in seiner Heimatstadt Jena auf seinen für Mai geplanten Saisonstart vor. Alles laufe planmäßig. "In einem komplizierten Corona-Jahr war es das Trainieren, was immer richtig funktioniert hat. Das konnten wir machen. Das hat mit kurzer Unterbrechung gut funktioniert am Standort, toi toi toi", sagte Röhler.

17. November | Rasta Vechta erhält 740.000 Euro Hilfe

Basketball-Bundesligist Rasta Vechta hat zur Kompensierung der extremen Einnahmeausfälle durch fehlende Zuschauer Corona-Hilfen der Politik erhalten. Die Niedersachsen bekommen aus den im Sommer vom Deutschen Bundestag beschlossenen Haushaltsmitteln in Höhe von 200 Millionen Euro rund 740.000 Euro, wie der Club am Dienstag mitteilte. Diese Summe entspreche zu 80 Prozent den ausgefallenen Ticketeinnahmen.

Kaza Kajami-Keane  (32, Syntainics MBC) wirft
Rasta Vechta (in orange) beim BBL-Spiel in Weißenfels Bildrechte: imago images/Hartmut Bösener

"Wir sind sehr glücklich, dass die Zusage nun da ist. Und vor allem sind wir sehr, sehr dankbar, dass uns als Sportclub diese Hilfe gewährt wird", sagte Vechtas Geschäftsführer Stefan Niemeyer. "Dadurch können wir die Arbeitsplätze im Club sichern, unsere Jugendarbeit auf dem errungenen Niveau weiterführen sowie hoffentlich auch in der BBL weiter konkurrenzfähig sein." Durch die Finanzhilfen sei die Existenz des Clubs vorerst gesichert.

17. November | Badminton: Quali-Turnier in Dessau-Roßlau fällt aus

Badminton
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Das für Dezember in Dessau-Roßlau geplante Qualifikationsturnier zur Mixed-Team-EM 2021 fällt für die deutschen Badmintonspieler aus. Wie der Deutsche Badminton-Verband am Dienstag mitteilte, haben die drei Gruppengegner Isle of Man, Bulgarien und Slowenien ihre Teilnahme abgesagt. Damit fallen zwei der sechs Qualifikationsturniere aufgrund der Corona-Pandemie aus. Über die Vergabe der beiden restlichen EM-Tickets wird der europäische Verband nach den übrigen Turnieren entscheiden. Die EM findet im nächsten Jahr in Finnland statt.

17. November | Zwei Spiele von EHV Aue abgesagt

Torhüter Aron Rafn Edvardsson ,Bietigheim, pariert den Siebenmeter von Kevin Roch, Aue.
Kevin Roch (re.) vom EHV Aue Bildrechte: imago images/Kruczynski

Wegen mehrerer positiver Coronavirus-Befunde innerhalb der Mannschaft müssen zwei weitere Spiele von Handball-Zweitligist EHV Aue verlegt werden. Wie die Sachsen am Dienstag mitteilten, wurden im Rahmen der regelmäßigen Testungen zu Wochenbeginn die Ergebnisse bekannt. Die für Mittwoch angesetzte Auswärtspartie beim TuS Nettelstedt-Lübbecke und das geplante Heimspiel am Sonntag gegen den TSV Bayer Dormagen können nicht stattfinden. Über das weitere Vorgehen steht der EHV in engem Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt und der Handball-Bundesliga.

17. November | Thüringer Handball-Verband setzt Spielbetrieb bis Jahresende aus

Der Thüringer Handball-Verband (THV) setzt aufgrund der Corona-Pandemie den Spielbetrieb in seinen Spielklassen bis zum 31. Dezember komplett aus. Über die Entscheidung des Spielausschusses und der Technischen Kommission informierte der THV seine Vereine am Dienstag. Ob der Spielbetrieb im Januar 2021 wieder aufgenommen werden kann, soll Mitte Dezember bei einer Telekonferenz mit allen Clubs diskutiert werden.

Symbolbild Handball
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17. November | RB-Leipzig-Profi Hwang nach Corona-Ausbruch in Isolation

Nach dem Corona-Ausbruch bei der südkoreanischen Fußball-Nationalmannschaft befindet sich das Team um Stürmer Hee-chan Hwang von Bundesligist RB Leipzig in einem Hotel in Wien in Isolation. Die Mannschaft darf das Teamhotel nur noch zu den Trainingseinheiten verlassen. Wie das Internetportal "Sportbuzzer" berichtet, wurden fünf Spieler und ein Betreuer positiv auf das Coronavirus getestet. Unter den Infizierten ist auch der Freiburger Bundesligaprofi Changhoon Kwon. Hwang selbst soll es gut gehen.

Hee-Chan Hwang, RB Leipzig R, gegen Lars Bender, Leverkusen
Hee-Chan Hwang (RB Leipzig/re.) gegen Leverkusens Lars Bender. (Archiv) Bildrechte: imago images/Mika Volkmann

17. November | Präsident Steinle: Sorge um Absage der Nordischen Ski-WM "gering"

Der Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), Franz Steinle, macht sich trotz der prekären Corona-Lage keine Gedanken über eine möglicherweise kurzfristige Absage der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf. Die Sorgen um eine Absage seien als "gering" zu betrachten, sagte der Funktionär in einer Video-Pressekonferenz 100 Tage vor dem Start der Titelkämpfe im Allgäu (23. Februar bis 7. März 2021). "Wir blicken optimistisch in die Zukunft", sagte Steinle. Derzeit plane man die Events mit 2.000 (Langlauf-Stadion) bis 2.500 Zuschauern (Skisprung-Arena). Neben Langläufern und Skispringern sind bei der WM auch die Nordischen Kombinierer vertreten.

Bei der Frage nach einer möglichen WM-Verschiebung verwies Steinle auf die laufenden Verträge und den Weltverband Fis, der ein solches Vorgehen trotz der Pandemie ablehnt. Man habe die Frage allerdings «im Aufsichtsrat diskutiert». Die Weltmeisterschaften seien zu einem bestimmten Datum vergeben, "das kann nicht einfach so rückgängig gemacht werden", fügte Steinle an. Das Vierschanzentournee-Springen in Oberstdorf Ende Dezember soll den Organisatoren als wichtiger Testlauf dienen. Auch dort wird derzeit mit 2.500 Besuchern geplant.

16. November | DHfK-Handballer raus aus der Quarantäne

Die Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig haben die häusliche Quarantäne beendet und dürfen sich wieder frei in der Öffentlichkeit bewegen. Nachdem die Isolation für Cheftrainer André Haber und alle nicht vom Coronavirus betroffenen Spieler bereits Ende der vergangenen Woche aufgehoben wurde, sind seit Montag auch die neun positiv getesteten Spieler wieder auf "freiem Fuß". Ein umfangreiches Testprogramm inklusive Leistungsdiagnostik wird darüber Aufschluss geben, wann die Spieler nun auch wieder ins Training einsteigen dürfen. Für das Spiel am Sonntag (16:00 Uhr) gegen den TBV Lemgo-Lippe ist mit einer dünnen Personaldecke zu rechnen. Mit Joel Birlehm, Philipp Weber, Marko Mamic, Maciej Gebala, Lucas Krzikalla und Nicolas Neumann stehen lediglich sechs etatmäßige Profis auf der Platte und trainieren gemeinsam mit den Talenten aus der U23 und der A-Jugend. Auch die Routiniers Philipp Müller (Sportkoordinator), Milos Putera (Co-Trainer) und Thomas Oehlrich (U23) sind deshalb eine mögliche Option für das kommende Spiel.

SC DHfK Leipzig
Bildrechte: Klaus Johann Trotter Pando

16. November | Lok Leipzig startet Unterstützeraktion

Unter dem Motto "Wir ziehen die Loksche ins neue Jahr" wirbt Fußball-Regionalligist 1. FC Lok Leipzig um die Unterstützung seiner Anhänger. Man wolle das "verzwickte Jahr solide zu Ende bringen" und "gut ins Jahr 2021" starten, so die Probstheidaer am Montag. Auf der Seite des Lok-Fanshops können die Sympathisanten symbolische Bahnschwellen erwerben.

16. November | Science City Jena für verpflichtende Tests

Basketball-Zweitligist Science City Jena hat sich erneut für regelmäßige Corona-Tests innerhalb der Liga ausgesprochen. Im Vorfeld des Spieljahres hatte es dafür keine Mehrheit gegeben. Nach mehreren Spielabsagen fordern die Thüringern nun eine erneute Diskussion darüber: "Der professionelle Sport ist gegenüber anderen gesellschaftlichen Bereichen wie Kultur, Gastronomie, Tourismus, etc. privilegiert. Deswegen hat er auch eine besondere Verpflichtung nicht zur Verbreitung des Virus beizutragen. (...) Im Sinne der Gesundheit der Spieler und deren Familien und zur Gewährleistung eines geordneten Spielbetriebs in unserer Liga halten wir es für dringend erforderlich, dass die Liga ihrer Verantwortung nachkommt und ein praktikables einheitliches Hygienekonzept vorlegt und umsetzt", schreibt der Klub am Montag. Jena testet Team, Trainer und Betreuer derzeit freiwillig.

Trainer Frank Menz während Pressekonferenz
Jenas Trainer Frank Menz ist ein Befürworter der Tests. Bildrechte: imago images/Christoph Worsch

16. November | Rund eine halbe Million Verlust bei Kanu-Vereinen

Eine vom Deutschen Kanu-Verband initiierte Befragung seiner Mitgliedervereine zu den finanziellen Verlusten während der Corona-Krise zeigt signifikante finanzielle Einbußen in der Saison 2020. Der Gesamtverlust bei den an der Umfrage teilnehmenden Kanu-Vereinen betrage etwa 537.000 Euro, teilte der Kanu-Verband am Montag mit. Hochgerechnet auf der Basis der eingegangenen Meldungen müsse man von einem Gesamtverlust eines mittleren siebenstelligen Betrags für alle 1.300 Kanu-Vereine im Jahr 2020 ausgehen. Innerhalb von drei Wochen hatten sich 127 Vereine, also circa 10 Prozent aller Kanu-Vereine, an der Befragung beteiligt. 98 Vereine gaben einen finanziellen Verlust zwischen 1.000 Euro und 30.000 Euro an. 29 Vereine erklärten sie hätten nur geringe oder keine Einnahmeverluste zu verzeichnen.

Franz Anton
Slalom-Kanute Franz Anton Bildrechte: Dirk Hofmeister

Die größten Verluste entstanden den Vereinen durch den Wegfall von Start- und Meldegeldern, das waren 196.400 Euro. Aber auch abgesagte Veranstaltungen, Kurse und Gemeinschaftsfahrten führten zu Einnahmerückgängen von 171.000 Euro. Zudem meldeten Kanu-Vereine 149 600 Euro als Mindereinnahme aus abgesagten Vereinsfesten. "Unsere Kanu-Vereine finanzieren mit diesen Einnahmen ihren Trainings- und Wettkampfbetrieb und die Unterhaltung der Bootshäuser. Deshalb mache ich mir berechtigte Sorgen, dass, wenn sich die Situation im nächsten Jahr nicht entspannt, einige unserer Kanu-Vereine unsicheren Zeiten entgegen gehen und gegebenenfalls ihre Angebote einschränken müssen", sagte DKV-Präsident Thomas Konietzko.

16. November | Kugelstoßerin Schwanitz verliert Sponsoren

Die frühere Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz hat in der Corona-Krise alle Sponsoren bis auf einen verloren. "Alle abgesprungen - bis auf die Bundeswehr", sagte die 34-Jährige vom LV 90 Erzgebirge der Deutschen Presse-Agentur. "Ich habe Glück, dass ich Sportsoldatin bin. Wer weiß, was da noch so kommt." Schwanitz äußerte aber angesichts der wirtschaftlichen Lage Verständnis für die Reaktion ihrer bisherigen Förderer: "Das muss man auch unter dem menschlichen Aspekt sehen."

Christina Schwanitz, GER/LV 90 Erzgebirge, im Khalifa International Stadium in Doha.
Christina Schwanitz hat drei ihrer Sponsoren verloren. (Archiv) Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

16. November | Fans bei Olympia - Bach ist "sehr, sehr zuversichtlich"

Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, plant bei den Olympischen Spielen im kommenden Sommer in Tokio nun doch mit Fans in den Arenen. Er sei "sehr, sehr zuversichtlich, dass wir Zuschauer in den Stadien haben werden", sagte er am Rande eines Treffens mit Japans Premierminister Yoshihide Suga in Tokio.

Die Spiele waren aufgrund der Corona-Pandemie verschoben worden, der neue Starttermin ist der 23. Juli 2021. Bis zuletzt hatte Bach noch offengelassen, ob Zuschauer zugelassen sein würden. Er wolle sich zunächst ein Bild von der Situation vor Ort machen, hatte der IOC-Präsident vor Anbruch seiner Reise nach Japan gesagt. "Wir stellen gerade eine Art Werkzeugkiste zusammen mit allen möglichen Maßnahmen und Hilfsmitteln, die man sich vorstellen kann", sagte Bach nun, der sich bis Mittwoch in Tokio befindet: "Im kommenden Jahr werden wir in der Lage sein, das geeignete Werkzeug aus dieser Kiste zu nehmen und damit für ein sicheres Umfeld für alle Teilnehmer der Spiele zu sorgen."

Bach, der sich erstmals seit der Verschiebung der Spiele im März in Tokio aufhält, betonte, dass das IOC "große Anstrengungen" unternehmen werde, dass so viele Teilnehmer und Zuschauer wie möglich mit einem Impfstoff versorgt würden - wenn ein solcher dann bereits zugelassen ist.

Thomas Bach
IOC-Präsident Thomas Bach. (Archiv) Bildrechte: imago images/ITAR-TASS

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1 Kommentar

ZP-HB64 vor 2 Wochen

Einfach nur noch eine Sauerei. Da trainiert jemand für Olympia, das dann verschoben werden muss und am Ende verliert man noch, bis auf die Bundeswehr, die Sponsoren. Gut das Fußball-Millionäre in der Welt für sinnlose Spiele umherfahren und fliegen dürfen, ab der Regionalliga aber der Spielbetrieb viel zu gefährlich ist.