Sport | Corona Ticker: Basketball-Spiel in Halle abgesagt

Die aktuellen Entwicklungen: +++ Komplettes SC-DHfK-Team in Quarantäne +++ Basketball-Spiel in Halle abgesagt +++ Ringer-Bundesliga abgebrochen +++ Nächste Zwickau-Partie abgesagt +++ Video-Botschaft von DOSB-Präsident Hörmann +++ Land NRW unterstützt Regionalligisten +++ 200-Millionen-Topf - Antragsfrist bis 11. November verlängert +++ DFL-Chef Seifert mahnt Proficlubs zum Sparen +++ MBC gegen Bayreuth nun im November +++

3D-Modell Coronavirus und Training des 1.FC Magdeburg.
Bildrechte: imago images/Hollandse Hoogte, Daniel George | Collage: Fabian Frenzel

01.11.2020 | Komplettes SC-DHfK-Team in Quarantäne

Nach einem positiven Test von Trainer André Haber ist nun auch das gesamte Team von Handball-Bundesligist SC DHfK Leipzig in Quarantäne gegangen. Dem waren weitere positive Tests in der Mannschaft vorausgegangen.

31.10.2020 | Basketball-Spiel in Halle abgesagt

Auch der Heimauftakt der Gisa Halle Lions in die neue Bundesliga-Saison fällt wegen Corona ins Wasser. Drei Spielerinnen der Gäste aus Marburg wurden positiv auf Corona getestet. Die Stadt Halle hatte als Voraussetzung für die Austragung der Patie PCR-Tests der Gäste verlangt.

31.10.2020 | Ringer-Bundesliga abgebrochen

Die Vereine der Ringer-Bundesliga haben sich auf einen sofortigen Abbruch ihrer Saison verständigt. In einer Abstimmung der elf verbliebenen Klubs per Videokonferenz war "die Mindestanzahl von acht Vereinen, die man für die Durchführung einer attraktiven Endrunde benötigt, nicht erreicht" worden, teilte der Deutsche Ringer-Bund (DRB) mit.

Ohne die Einnahmen durch den Ticketverkauf sind die Kampfabende aber ein Minusgeschäft für die Vereine. Corona-Infektionen von Ringern und die Folgen der Auflagen hatten schon seit Beginn der Saison Anfang Oktober zu etlichen Absagen und Rückzügen von Teams geführt. Von den 17 gestarteten Clubs waren bereits vor Freitag sechs – unter anderen der AV Germania Markneukirchen aus dem Vogtland – aus der laufenden Saison ausgestiegen.

Danijel Janecic in rot (TuS Adelhausen) gegen Matthias Maasch in blau (SV Wacker Burghausen)
Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

31.10.2020 | Nächste Zwickau-Partie abgesagt – Corona-Fälle beim SC Verl

Die Corona-Pandemie hat zur nächsten Spielabsage in der 3. Liga geführt. Nach zwei Corona-Fällen beim Aufsteiger SC Verl fällt die für Samstag angesetzte Partie gegen den FSV Zwickau kurzfristig aus.

30.10.2020 | DOSB-Präsident Hörmann mit Videobotschaft

Alfons Hoermann, Präsident Deutscher Olympischer Sportbund.
Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds Bildrechte: imago/Eibner

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat den Ehrenamtlichen im deutschen Sport Mut zugesprochen und den Sportlern aufmunternde Worte angesichts des anstehenden Lockdowns zukommen lassen. "Wir werden dafür kämpfen, dass wir alle gemeinsam schnellstmöglich zurückkommen", sagte Hörmann in einer Videobotschaft, die über die Sozialen Kanäle des DOSB verbreitet wurde. "Wir müssen Kindern, Jugendlichen, aber auch Erwachsenen über alle Altersstufen die Chance zum Training, zum Wettkampf erhalten, zugleich auch die Chance bieten, etwas für die Gesundheit und die Lebensfreude zu tun", sagte Hörmann in Richtung der rund 90.000 deutschen Sportvereine: "Wir werden deshalb mit aller Kraft dafür arbeiten, dass die Einschränkungen baldmöglichst zurückgefahren werden." Gleichzeitig kündigte der 60-Jährige an, "Bund und Länder in die Pflicht nehmen" zu wollen, um "entsprechende Hilfsprogramme für den Sport zu öffnen und aufzusetzen".

30.10.2020 | Land NRW unterstützt Regionalligisten

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt Sportvereine aus der 4. Liga in der Corona-Krise finanziell. Ein Hilfspaket von 15 Millionen Euro soll als Notprogramm den Fortbestand der betroffenen Vereine sichern.

 SC Verl - 1. FC Union Berlin, die Sportclub Arena einen Tag vor dem Spiel, die Werbebanden werden überklebt
In der vergangenen Saison stieg der SC Verl aus der Regionalliga West auf. Bildrechte: imago images/Matthias Koch

"Da es pandemiebedingt erforderlich war und ist, auf die Anwesenheit von Zuschauern und Fans verzichten zu müssen, entgehen vielen Vereinen in den vierten Ligen unseres Sportlandes fest eingeplante Einnahmen. Mit dem neuen Sondertopf wollen wir gerade den Vereinen unbürokratisch zur Seite stehen, die nicht von den Hilfen des Bundes profitieren können", sagte die NRW-Staatssekretärin für Sport, Andrea Milz. Die zusätzlichen Mittel sollen helfen den Vereinen helfen, die auf Zuschauereinnahmen angewiesen sind. Wie die Staatskanzlei am Freitag mitteilte, können die neuen Hilfsgelder ab einem Einnahmeausfall von 2500 Euro ohne Steuern ausgezahlt werden. Sie sind auf 60 Prozent des ermittelten Nettobetrags begrenzt. Die Anträge können online über den Landessportbund gestellt werden.

30.10.2020 | 200-Millionen-Topf: Antragsfrist bis 11. November verlängert

Profisportvereine erhalten mehr Zeit, Corona-Hilfen aus dem 200 Millionen Euro schweren Topf des Bundes zu beantragen. Bundesinnenminister Horst Seehofer habe die Frist für die Anträge bis zum 11. November verlängert, teilte ein Sprecher des auch für den Sport zuständigen Ministeriums am Freitag mit. Ursprünglich wäre der Meldeschluss der 31. Oktober gewesen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer
Bundesinnenminister Horst Seehofer Bildrechte: imago images / Political-Moments

Bevollmächtigte Vertreter müssen sich aber weiterhin bis zum Samstag beim Bundesverwaltungsamt registrieren, um in den folgenden Tagen den vollständigen Antrag einreichen zu können.

Anfang Juli hatte der Bundestag ein Hilfspaket verabschiedet, um die Folgen der Corona-Krise für den Profisport abzumildern. Pro Club können bis zu 800 000 Euro erstattet werden, um ausbleibende Ticketeinnahmen vom 1. April bis zum 31. Dezember auszugleichen.

Ein Verein, der 100.000 Euro Ertrag gehabt hat, kann bis zu 80.000 Euro bekommen. "Ich möchte Insolvenzen der Sportvereine verhindern. Dadurch erhalten wir nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch die Vereine als wichtigen Teil unseres Zusammenlebens vor Ort", hatte Seehofer gesagt.

30.10.2020 | DFL-Chef Seifert mahnt Proficlubs zum Sparen

DFL-Boss Christian Seifert erwartet durch die Corona-Krise erhebliche Einnahmeverluste für den Profi-Fußball und fordert die Vereine zum Sparen auf. "Es wäre schon sehr optimistisch, jetzt noch davon auszugehen, dass in der laufenden Saison in großem Stil Zuschauereinnahmen fließen", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga dem "Handelsblatt" (Freitag). "Jeder Club ist in diesen Tagen gut beraten, die Fixkosten zu drücken. Und dazu gehören auch die Personalkosten." Wegen der enorm gestiegenen Corona-Fallzahlen in Deutschland haben Bund und Länder für November einen Zuschauer-Ausschluss in der Bundesliga und 2. Bundesliga angeordnet. Immerhin dürfen die Profis im Gegensatz zu den Amateuren, wo der komplette Spielbetrieb ausgesetzt wurde, weiter spielen. Für Seifert ist dies überlebenswichtig. "Oberstes Ziel ist es, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Davon hängt alles ab: Die TV-Erlöse und auch die Einnahmen aus dem Sponsoring", sagte der 51-Jährige.

30.10.2020 | MBC gegen Bayreuth nun im November

Der Syntainics MBC trägt sein ausgefallenes Pokalspiel gegen medi Bayreuth nun Mitte November aus. Die Oberfranken bleiben gleich in Weißenfels und treten dann einen Tag später auch noch gegen Crailsheim an.

30.10.2020 | Sportmediziner fordert zeitnahes Lockdown-Ende für Amateursport

Ab November steht der Amateursport in Deutschland für mindestens einen Monat still. Sportmediziner Bloch sprach sich bei "Sport im Osten" für ein baldiges Ende des Lockdowns aus.

30.10.2020 | Erzgebirge Aue gegen Kiel auf der Kippe – FCE-Team in Quarantäne

Laut Spielplan soll Erzgebirge Aue an diesem Wochenende Holstein Kiel im Lößnitztal empfangen. Doch ob die Partie wirklich stattfinden kann, ist aktuell offen. Grund sind auffällige Werte bei einem Spieler. Die Mannschaft ist entsprechend aktuell in Quarantäne. Eine Entscheidung über die mögliche Spielabsage soll noch am Freitag fallen.

30.10.2020 | Sofort-Lockdown in Sachsen-Anhalt: Kein Fußball unterhalb der Oberliga

In Sachsen-Anhalt wird bei den Fußball-Männern und -Frauen ab der Verbandsliga bereits an diesem Wochenende nicht mehr gespielt. Das beschloss der Verband.

29.10.2020 | "Katastrophe für den sächsischen Vereinssport"

Der Landessportbund Sachsen (LSB) hat die geplante Umsetzung der bundesweiten Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung kritisiert. In Vorbereitung auf die kommende sächsische Corona-Schutzverordnung fordert der LSB daher die Landesregierung auf, die Durchführung des Vereinssports weiter zu ermöglichen.

LSB-Generalsekretär Christian Dahms erklärt: "Wir haben wenig Verständnis dafür, dass dem organisierten Sport in Sachsen nun erneut die Grundlage entzogen wird. Seit Monaten wird in unseren Vereinen und Verbänden sehr diszipliniert mit Hygienekonzepten, Abstandsregeln und Kontakterfassung gearbeitet. Diese Maßnahmen wurden schnell eingeführt und haben sich bewährt."

Christian Dahms, Generalsekretär vom LSB Sachsen 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der sächsische Breiten- und Freizeitsport sei nicht als Hotspot aufgefallen, so Dahms weiter. Im Gegenteil, das aktive Sporttreiben sei gut für die Gesundheit und das Immunsystem. Auch im Sinne des gesellschaftlichen Zusammenhalts sei es gerade jetzt wichtig, Sportangebote aufrechtzuerhalten - besonders für Kinder, Jugendliche und Senioren, so Dahms: "Eine erneute Schließung wäre eine Katastrophe für den sächsischen Vereinssport."

29.10.2020 | LSB Thüringen: "Zwangspause kaum nachvollziehbar"

Thomas Zirkel
Thomas Zirkel, der Geschäftsführer des LSB Thüringen Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Landessportbund Thüringen (LSB) kann die erneute Zwangspause im November für den Vereinssport nur schwer akzeptieren. "Es ist für uns kaum nachvollziehbar, dass es bei der Entscheidungsfindung und auch der Formulierung der Maßnahmen keine Lernfortschritte im Vergleich zur Situation im März gibt", sagte LSB-Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel am Donnerstag in einer Pressemitteilung und ergänzte: "Der Sport hat die geforderten Infektionsvorgaben umgesetzt und steht jetzt dennoch wieder am Anfang und einem Stillstand. Es ist schwer zu verstehen, warum die Verantwortlichen des Sports in der Vorbereitung entsprechender Entscheidungen oder Formulierungen von der Politik nicht einbezogen wurden."

Die Auswirkungen auch auf den Spiel- und Wettkampfbetrieb vom Nachwuchsleistungssport bis zum Amateurbreitensport seien immens, betonte Zirkel: "Gerade jetzt, in der angespannten Lage für die Gesellschaft, halten wir es zudem besonders wichtig, sportliche, gesundheitsfördernde und präventive Angebote unter den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen aufrechtzuerhalten." Dazu käme, dass dem Sport bisher kaum Ausbruchsgeschehen zugewiesen werden könnten. Aktuell würden die gewählten Formulierungen in den Beschlusstexten mehr Fragen erzeugen, anstatt Orientierung für diejenigen zu bieten, die sie umsetzen sollen.

29.10.2020 | Sport: Was passiert nach den Corona-Anordnungen?

29.10.2020 | Regionalliga Nordost pausiert

Jetzt ist es amtlich: Die Regionalliga Nordost kommt vorerst zum Erliegen. Am Wochenende wird noch einmal "normal" gespielt, danach ist mindestens einen Monat Pause. Das erfuhr der MDR aus Kreisen des Nordostdeutschen Fußballverbands. Der 12. Spieltag wird am Samstag und Sonntag noch ausgetragen. Danach pausiert die Liga - die laut Statuten zum Amateurbereich gehört - bis mindestens Ende November. Die RL Nordost stellt damit als zweite von fünf vierten Ligen in Deutschland nach der Regionalliga Nord den Spielbetrieb ein.

29.10.2020 | Fußball: Spiel von Lok Leipzig bei Viktoria Berlin abgesagt

Lok Leipzig kann sich die Reise nach Berlin sparen. Das Spiel wurde am Donnerstag wegen Corona-Fällen bei Viktoria Berlin abgesagt. Möglicherweise war der gestrige 1:0-Sieg gegen Meuselwitz für längere Zeit das letzte Spiel für Lok.

29.10.2020 | Ringen: Auch Bundesliga kurz vor dem Abbruch

Nach den jüngsten Entscheidungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie steht die Ringer-Bundesliga vor einem Abbruch. Bis Freitag müssen die Vereine entscheiden, ob sie die Saison fortsetzen wollen und wenn ja, unter welchen Bedingungen. Beim AV Germania Markneukirchen wurde eine Entscheidung bereits getroffen.

29.10.2020 | Fußball: Hallescher FC ohne Publikum gegen Unterhaching

Die Drittliga-Partie des Halleschen FC gegen die SpVgg Unterhaching am Samstag muss ohne Publikum stattfinden. Einen entsprechenden Beschluss verkündete Oberbürgermeister Bernd Wiegand am Donnerstag auf einer Corona-Pressekonferenz der Stadt Halle. Beim HFC hatte man noch auf ein Spiel vor bis zu 1.000 Zuschauern gehofft, ehe ab Montag bis voraussichtlich Ende November nach einem entsprechenden Beschluss von Bund und Ländern am Mittwoch alle Profi-Veranstaltungen ohne Zuschauer ausgetragen werden müssen. Zudem wurden alle Amateursport-Veranstaltungen im Stadtgebiet Halle bereits an diesem Wochenende verboten. Halle gehört zu den Corona-Risikogebieten.

Leerer Erdgas-Sportpark in Halle
Der Erdgas-Sportpark in Halle wird auch am Samstag leer bleiben. (Archiv) Bildrechte: imago/Köhn

29.10.2020 | Fußball: In Sachsen wird noch einmal gespielt

In Sachsen wird an diesem Wochenende noch einmal in allen Ligen Fußball gespielt. Darauf verständigte sich nach Auskunft von SFV-Präsident Hermann Winkler am Donnerstag der Vorstand des Verbandes. "Wir ziehen noch einmal voll durch. Ab Montag 0:00 Uhr ruht dann der Ball", sagte Winkler.

Hermann Winkler (SFV)
SFV-Präsident Hermann Winkler: In Sachsen wird noch einmal gespielt Bildrechte: imago images/Picture Point

29.10.2020 | Volleyball: 3. Liga und Regionalliga pausiert

Auch im Volleyball werden die Schotten dicht gemacht. Der Spielbetrieb in allen Dritten Ligen und Regionalligen ist ab sofort ausgesetzt. Diese Entscheidung teilte der Deutsche Volleyball-Verband am Donnerstag mit. Damit entfallen bereits an diesem Wochenende alle angesetzten Spieltage in diesen unteren Klassen.

Volleyballteam bei Besprechnung auf dem Spielfeld
Bildrechte: imago images / Westend61

29.10.2020 | Volleyball: DSC-Heimspiele finden ohne Zuschauer statt

Das Top-Spiel in der Volleyball-Bundesliga zwischen dem Dresdner SC und Allianz MTV Stuttgart findet am 4. November ohne Zuschauer statt. Es ist das erste Geisterspiel in der Geschichte des Dresdner SC. "Es ist ein herber Rückschlag für uns, der weitere Auswirkungen auf unsere sowieso angespannte Gesamtsituation hat. Wir haben in den letzten Monaten immer wieder neue Wege beschritten, um den DSC durch diese schweren Zeiten zu führen. Die Sorgen werden nun nicht weniger. Wir müssen aufpassen, dass wir strukturell nicht um Jahre zurückgeworden werfen“, erklärt Geschäftsführerin Sandra Zimmermann die angespannte Situation und gibt sich gleichzeitig kämpferisch.

Maja Storck Dresdener SC, Ana Tiemi Takagui SC Potsdam, Kelsey Veltman SC Potsdam
Die Volleyballerinnen spielen künftig vor einer Geisterkulisse. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

29.10.2020 | Handball: Spielbetrieb in Sachsen pausiert

Der Spielbetrieb im Handball wird vom 2. November an in Sachsen pausieren. Das teilte der Fachverband mit. Die Wiederaufnahme des Spielbetriebs richtet sich nach den weiteren gesetzlichen Regelungen, die im November durch Bund und Länder beschlossen werden. Dazu werden die zuständigen Gremien beraten und zu gegebenen Zeitpunkt informieren.

29.10.2020 | Fußball: Regionalliga steht vor erneutem Shutdown

Am Mittwoch beschlossen Bund und Länder den Profisport aufgrund der Corona-Pandemie künftig ohne Zuschauer stattfinden zu lassen. Der Amateur-Teamsport kommt – bis auf weiteres – sogar ganz zum Erliegen. Offen bleibt, wie es in der Fußball-Regionalliga Nordost weitergeht. Aller Voraussicht nach, wird der Spielbetrieb im November aber eingestellt.

29.10.2020 | Handball: DHfK-Trainer André Haber wurde positiv auf Corona getestet.

Trainer André Haber vom Handball-Bundesligisten SC DHfK Leipzig ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Verein am Mittwochabend mit. Der 34-Jährige hat sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben. "André geht es soweit gut und er zeigt nur geringe Symptome", sagte DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther in einer Vereinsmitteilung. Die Testergebnisse aller weiteren Spieler, Trainer und Betreuer waren negativ. Das für Donnerstag (19:00 Uhr ) angesetzte Auswärtsspiel des SC DHfK beim TVB Stuttgart kann nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Leipzig aber wie geplant stattfinden.

28.10.2020 | Fußball: RB in Gladbach ohne Zuschauer

RB Leipzig muss im Bundesliga-Topspiel bei Borussia Mönchengladbach vor leeren Rängen spielen. Wie die Gladbacher am Mittwoch mitteilten, wird die Partie gegen den Tabellenführer aus Leipzig am Samstag (18:30 Uhr) wegen der erhöhten Zahl von Corona-Neuinfektionen in der Stadt ohne Zuschauer ausgetragen. Dies hatten Gesundheits- und Ordnungsamt angewiesen. Der Wert von neuen Corona-Fällen pro 100 000 Einwohner liegt aktuell bei 103,1. Schon beim Champions-League-Spiel der Gladbacher gegen Real Madrid am Dienstag durften die zunächst erlaubten 300 Zuschauer nicht ins Stadion.

Leere Ränge im Stadion von Mönchengladbach
Bildrechte: imago images/Sven Simon

28.10.2020 | Fußball: 6 von 21 Landesverbände spielen nicht mehr

Die Fußball-Amateure in sechs von 21 Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) haben den Spielbetrieb wieder eingestellt. Einer Übersicht des DFB zufolge, spielen die Männer, Frauen und der Nachwuchs in Bremen, Hamburg, Rheinland, Saarland, Schleswig-Holstein und Südwest nicht.

In drei weiteren Landesverbänden ist der Spielbetrieb teilweise unterbrochen, in Niedersachsen, dem Niederrhein und Westfalen. Sachsen-Anhalt möchte ebenfalls einen Lockdown, der Hessische Fußballverband entscheidet am Donnerstag (29.10.2020) über das weitere Vorgehen. In Sachsen und Thüringen wird der Spielbetrieb unter Hygienevorschriften aufrechterhalten. Die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus auf dem Fußballplatz ist eher gering – darauf weist Tim Meyer, Vorsitzender der Medizinischen Kommission des DFB und der UEFA hin. Der Nationalmannschaftsarzt appellierte jedoch an die Amateurvereine, die Hygieneregeln in der Kabine und dem Vereinsheim strikt einzuhalten:

Ein Corona- Informationszettel für eine gesperrte Sportanlage
Bildrechte: imago images / Noah Wedel

28.10.2020 | "Corona"-Punkte für "Wildcats"

Die Handballerinnen vom SV Union Halle-Neustadt freuen sich über zwei Punkte am grünen Tisch. Weil Gegner Mainz am letzten Wochenende keine Test-Ergebnisse vorweisen konnte, wurde das Spiel in Halle kurzerhand abgesagt. Jetzt entschied der Verband, dass Halle die Punkte bekommt.

27.10.2020 | Sport befürchtet weitere Einschränkungen und hat "nackte Existenzangst"

Wenn am Mittwoch Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie reden, droht auch dem Sport neues Ungemach. Geisterspiele oder gar Saisonabbruch sind mögliche Szenarien. Dazu gibt es von Vertretern aus dem Sport nun Kritik am Vorgehen der Politik. Die Vereine im Fußball, Handball oder Basketball haben Konzepte entwickelt, wie man Veranstaltungen mit Zuschauern durchführen könne. Darauf werde nun wohl aber keine Rücksicht genommen. "Man kann uns nicht mit dem Erstellen von Konzepten beauftragen, die dann greifen und einwandfrei funktionieren, um der Sache im nächsten Schritt - nur um ein politisches Zeichen zu setzen - den Riegel vorzuschieben. Ich hoffe, dass sich die Politik an die Fakten hält und nicht auf Basis von Gefühlen und Symbolen entscheidet", ereifert sich etwa Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball Bundesliga (HBL).

Die sechswöchige Testphase mit bis zu 20 Prozent Kapazitätsauslastung der Hallen und Stadien geht nun zu Ende. Und selbst in der Testphase wurden die erlaubten Zuschauerzahlen nur theoretisch, immer wieder nach unten korrigiert. Sollte es zum absoluten Horrorszenario Lockdown kommen, fürchten viele Spitzenfunktionäre gar um die Existenz ihre Sportart. Auch für die Basketball Bundesliga (BBL) wäre es "ein Desaster, wenn es wieder einen Lockdown geben würde. Wenn man uns den Spielbetrieb einstellt, kann man den Laden zusperren", sagte Geschäftsführer Stefan Holz dem SID. Auch DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke betont das Vorliegen geeigneter Hygienekonzepte - und warnt: "Wenn die Politik Zuschauer verbietet, entzieht sie dem Profisport die Basis zum Überleben."

Red Bull-Arena in Leipzig ohne Fans
Bildrechte: imago images / Poolfoto / Kevin Voigt, Jan Hübner

"Diese Konzepte wurden doch genau für Phasen, wie wir sie jetzt erleben, erarbeitet", sagte Axel Hellmann, Mitglied des Vorstands von Eintracht Frankfurt, der darauf verweist, dass Sportveranstaltungen bisher nicht im Verdacht stünden, eine Ausbreitung des Virus zu fördern. Er hält den Ausschluss von Zuschauern daher "nicht nur im Profifußball dauerhaft für den falschen und nicht mehr verhältnismäßigen Weg". Er sieht sich dabei auf einer Linie mit DOSB-Präsident Alfons Hörmann. "Die Rücklagen sind aufgebraucht, die Vereine und Verbände haben keine Luft mehr zum Atmen", sagte er dem SID und betonte: Es mache sich eine "nackte Existenzangst" breit.

Geisterspiel RB Leipzig Bayern München
Die leere Arena von RB Leipzig bei einem Bundesliga-Spiel. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

27.10.2020 | Sachsen-Anhalt für Lockdown im Amateursport - Thüringen und Sachsen dagegen

27.10.2020 | "Falsch positive" Coronatests nicht auszuschließen

Sogenannte "falsch positive" Befunde bei Coronatests wie im Fall von Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry sind nach Ansicht von Experten auch künftig nicht auszuschließen. "Sie können im Einzelfall immer vorkommen, das liegt rein statistisch einfach im Bereich des Möglichen. Damit muss man leben", sagte Prof. Dr. Wilhelm Bloch, Leiter der Abteilung Molekulare und zelluläre Sportmedizin an der deutschen Sporthochschule in Köln, im Gespräch mit dem SID. Gnabry war in der vergangenen Woche zunächst positiv getestet und in häusliche Isolation geschickt worden. Dadurch verpasste er die Spiele von Bayern München gegen Atletico Madrid (4:0) und Eintracht Frankfurt (5:0). Nachtests ergaben, dass der erste Befund fehlerhaft gewesen war. Gnabry konnte seine Isolation beenden und am Montag mit dem deutschen Rekordmeister zum Spiel der Champions League bei Lokomotive Moskau fliegen. Zusätzlich hatten am vergangenen Wochenende vermeintliche positive Tests unter anderem bei den Zweitligisten Würzburger Kickers und 1. FC Heidenheim sowie beim Drittligisten Türkgücü München für Irritationen gesorgt. Nachfolgende Tests ergaben stets negative Ergebnisse. Vor allem der Fall Heidenheim mit fünf falsch positiven Befunden aus einer Testreihe sei "sehr schwierig nachzuvollziehen", sagte Bloch: "In diesem Fall könnte eine Kontamination oder ein Fehler eines Gerätes vorliegen."

Serge Gnabry
Bildrechte: imago images/Laci Perenyi

26.10.2020 | Derby Dresden gegen Aue für 2. Dezember neu angesetzt

Das Sachsen-Duell der 2. Handball-Bundesliga zwischen dem HC Elbflorenz und dem EHV Aue wird am 2. Dezember nachgeholt. Das gab der gastgebende Dresdner Verein am Montag bekannt. Am vergangenen Mittwoch musste die Partie abgesagt werden, nachdem es Auffälligkeiten bei Corona-Tests in der Auer Mannschaft gegeben hatte und diese vorsorglich in Quarantäne gegangen war. Der HC Elbflorenz teilte weiter mit, dass das Spiel am kommenden Sonntag gegen den VfL Lübeck-Bad Schwartau vor Zuschauern stattfinden kann. Das bisher geltende Hygienekonzept werde in den nächsten Tagen den steigenden Coronazahlen in Dresden angepasst. Es gelte am Spieltag unter anderen die Maskenpflicht auch auf den Sitzplätzen.

26.10.2020 | BBL-Pokal: Top Four vielleicht erst 2021

Das Finalturnier im Pokal der Basketball Bundesliga (BBL) findet nach der Verschiebung auf unbestimmte Zeit eventuell erst 2021 statt. "Das kann man auch im nächsten Jahr spielen", sagte Geschäftsführer Stefan Holz dem Sport-Informations-Dienst (SID). Das Top Four hätte ursprünglich am 1./2. November in München stattfinden sollen, wurde wegen mehrerer positiver Coronafälle bei Titelverteidiger Alba Berlin aber abgesagt. Die Berliner haben noch keines ihrer drei Vorrundenspiele im Wettbewerb absolviert. "Der Pokal war traditionell immer in der zweiten Saisonhälfte. Insofern schauen wir uns das mal an", sagte Holz: "Meine Kollegen in Köln werden sich jetzt mal über den Spielplan beugen und mal schauen, welche Optionen es gibt."

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