Volleyball | 1. Bundesliga Mitteldeutsches Volleyball-Trio setzt Saisonauftakt in den Sand

1. Spieltag

Der Dresdner SC hat überraschend deutlich beim VC Wiesbaden verloren. Für Schwarz-Weiss Erfurt reichte es trotz vieler guter Ansätze lediglich zu einem "Fast-Satz" beim Vizemeister MTV Stuttgart. Der VfB Suhl verlor erst im Tiebreak gegen Aachen.

Jennifer Janiska,Dresdner SC, 6,Dalila Lilly Topic,VC Wiesbaden, 9
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Dresdner SC verliert überraschend klar in Wiesbaden

Nach dem Gewinn des Supercups konnten die Volleyball-Frauen des Dresdner SC im ersten Punktspiel nicht an diese Leistung anknüpfen. Das Team von Trainer Alexander Waibl musste sich beim VC Wiesbaden überraschend deutlich mit 0:3 (18:25, 26:28, 23:25) geschlagen geben und startete mit einer Niederlage in die Bundesliga-Serie. Bereits am Sonntag empfangen die Elbestädterinnen die Ladies in Black Aachen zum ersten Heimspiel.

Die Dresdnerinnen hatten vor 694 Zuschauern Mühe, ins Spiel zu finden. Ihre Annahme wackelte und so konnten sie kein variables Angriffsspiel aufziehen. Auch die Block- und Feldabwehr agierte nicht stabil. Dagegen zeigte sich Wiesbaden taktisch gut vorbereitet, vor allem Lena Große-Scharmann (25 Punkte) konnte die Bälle immer wieder im Dresdner Feld unterbringen. Ein Wechsel im Zuspiel - Sarah Straube kam für Jenna Gray - brachte frischen Wind. So stabilisierte sich der sechsmalige deutsche Meister im zweiten Durchgang. In der Schlussphase vergaben die DSC-Damen einen Satzball, während die Hessinnen ihre vierte Chance nutzten. Im dritten Abschnitt führte der DSC zu Beginn, konnte den Vorteil gegen die entschlossen kämpfenden Gastgeberinnen, die sehr gut im Block standen, nicht behaupten. Nach 92 Minuten war die Niederlage besiegelt.

Schwarz-Weiß Erfurt verpasst Satzgewinn in Stuttgart

Direkt am 1. Spieltag wartete mit dem letztjährigen Vizemeister MTV Stuttgart ein echtes Schwergewicht auf Schwarz-Weiss Erfurt. Die Thüringer hatten in der Saisonpause acht Zugänge zu verzeichnen und konnten mit Konstantin Bitter einen neuen Headcoach verpflichten. Und trotz aller Neuerungen hielt SWE besonders im ersten Satz stark dagegen. Vor allem Rückkehrerin Antonia Stautz motivierte ihre Mitspielerinnen und trieb diese zu Höchstleistungen an. Lediglich mit 23:25 zog Erfurt im ersten Durchgang den Kürzeren. Ein Achtungserfolg, der im zweiten Satz hätte vergolded werden können. Doch das Bitter-Team nutzte seinen einen Satzball nicht und verlor auch den zweiten Durchgang äußrst knapp (26:28).

Kampf um den Ball am Netz.
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Es fehlte lediglich die letzte Kaltschnäuzigkeit, um den Vizemeister mal so richtig zu schocken. Und genau diese Kaltschnäuzgkeit legte das Team von Tore Aleksandersen an den Tag. Im dritten Durchgang agierte der SWE-Block am Netzt oft zu löchrig, ein gefundenes Fressen für den MTV. 12:25 und am Ende eher ein ernüchterndes 0:3 für Schwarz-Weiss Erfurt, die in dieser Saison die Gegner deutlich mehr fordern wollen. Das gelang in Stuttgart scon teilweise.

VfB Suhl verliert spät gegen die Ladies in Black Aachen

Der VfB Suhl ist mit einer denkbar knappen Niederlage in die neue Spielzeit gestartet. Im Heimspiel gegen die Ladies in Black Aachen verlor die Mannschaft von Suhls Trainer Laszlo Hollosy am Mittwochabend mit 2:3 (24:26, 25:20, 25:14, 21:25, 17:19). Das Spiel war aufgrund einer Doppel-Belegung der Halle in Aachen kurzfristig nach Suhl verlegt worden, beide Teams hatten das Heimrecht getauscht.

VfB ohne letzte Konsequenz

Die Niederlage hatten sich die Suhlerinnen, über den gesamten Spielverlauf hinweg gesehen, selbst zuzuschreiben. Immer wieder lagen sie zu Satzbeginn in Führung - um sich später jeweils den Schneid abkaufen zu lassen. Im ersten Satz führten sie etwa schon mit 18:12, doch Aachen nutze jede noch so kleine Chance. So auch im Tiebreak, den sie in Summe dominierten, wenn auch es diesmal der VfB Suhl war, der eine Aufholjagd startete; wenn auch ohne Erfolg.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 06. Oktober 2021 | 21:45 Uhr

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