Volleyball | Bundesliga Dresdner SC: Spitzenteam mit Titelambitionen

Die Generalprobe im Supercup ging zwar schief - in die am Samstag (3. Oktober) beginnende Bundesliga-Saison gehen die Volleyballerinnen des Dresdner SC aber mit einem klaren Ziel: Titel. Das Team erlebte in der Corona-Pause allerdings einen deutlichen Umbruch - so gingen u.a. zwei Top-Leistunsgträgerinnen.

Volleyballtraining 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Fünf Meistertitel, sechs Pokalsiege und ein Europapokalsieg – die Volleyballerinnen des Dresdner SC sind eine feste Größe unter den deutschen Volleyball-Topteams. Klar, dass die Dresdnerinnen auch in der kommenden Saison wieder ganz vorn mitspielen wollen. Den Supercup vor einer Woche verlor Pokalsieger DSC zwar noch deutlich gegen Meister Schwerin 0:3 – in die Saison gehen die Dresdnerinnen und Trainer Alexander Waibl aber trotzdem mit ambitionierten Zielen.

Waibl: "Zählen zu erfolgreichsten Teams"

Trainer Alexander Waibl Dresden klatscht mit den Dresdner Fans ab
Waibl: "Gute Mannschaft" Bildrechte: imago images/Hentschel

"Wir haben in den letzten drei Jahren zwei Titel gewonnen und zählen einfach zu den erfolgreichsten Teams in der Bundesliga. Das wollen wir natürlich bleiben", so die klare Ansage des Coaches. "Ich glaube schon, dass wir eine gute Mannschaft haben. Wir werden in der nächsten Saison auch wieder die Chance haben, um einen Titel zu spielen", fügt er hinzu.

Zehn Abgänge - sieben Neuzugänge

Die von Waibl beschriebene „gute Mannschaft“ hat sich allerdings ganz ordentlich verändert. Sieben neue Spielerinnen müssen integriert werden, dafür spielen einige namhafte DSC-Größen nicht mehr.

Top-Spielerinnen von Römer und Rolfzen weg

Mareen von Römer
Von Römer beendete ihre Karriere im Sommer. Bildrechte: imago images/Hentschel

Zu den zehn Abgängen gehören dabei auch die Top-Leistungsträgerinnen Kadie Rolfzen und Mareen von Römer. Die US-amerikanische Außenangreiferin Rolfzen war in der vergangenen Saison noch zweitbeste DSC-Scorerin. In der Corona-Pause beendete sie aber ihre Sportlerkarriere - mit nur 26 Jahren. Waibl bedauerte den Schritt: "Kadie ist eine fantastische Spielerin, mit der wir gern weitergearbeitet hätten", so Waibl. Auch von Römer beendete ihre Karriere – nach mehr als 400 Spielen und neun Jahren beim DSC. Über die 33-jährige Zuspielerin, die mit dem DSC zwei Meistertitel und drei Pokalsiege feierte, sagt Waibl: "Ihr ist ein Platz im DSC-Geschichtsbuch sicher."

Erfahrene Janiska und Crittenden im Team

Naya Crittenden
Naya Crittenden. Bildrechte: Jonathan Vallat

Namhaft auch ein paar der Neuzugänge. Allen voran Jennifer Janiska, die unter ihrem früheren Namen Jennifer Geerties noch bekannter sein dürfte. Außenangreiferin Janiska kommt vom italienischen Verein Imoco Volley Conegliano, mit dem sie 2019 die Klub-Weltmeisterschaft und das Halbfinale in der Champions League feierte. Außerdem feierte sie mit Vilsbiburg und Schwerin Meistertitel und Pokalsiege.

Internationale Erfahrung bringt auch Diagonalspielerin Naya Crittenden mit. Die 25-jährige Diagonalspielerin spielte ebenfalls schon in der finanzstarken italienischen Liga bei Golden Tulip Volalto 2.0 Caserta und spielte mit UTE Budapest im Callenge Cup. US-Spielerin Crittenden soll die verletzte Audriana Fitzmorris ersetzen.

Einige Top-Talente verpflichtet

Maja Storck
Maja Storck Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Große Hoffnungen verbindet Waibl auch mit der erst 21-jährigen Schweizer Nationalspielerin Maja Storck und der 22-jährigen US-Libera Morgan Hentz. Diagonalspielerin Storck lobt Waibl für ihren Ehrgeiz und ihre Dynamik. Hentz kommt aus der US-College-League, wo sie sich zu einer der besten Liberas der Liga entwickelt hatte. "Morgan ist eine beeindruckende Spielerin und Persönlichkeit mit einer langen Liste hart erarbeiteter Erfolge", weiß Waibl.

DSC-Frauen mussten in Quarantäne

Trotz des starken Teams: Die Vorbereitung lief für die DSC-Frauen nicht ganz flüssig. Wegen des Kontaktes zu einer mit Corona infizierten Spielerin bei einem Testspiel in Polen mussten die DSC-Frauen in Team-Quarantäne – dadurch fiel eine Woche Training aus. Großes Glück hatten die Dresdnerinnen immerhin: Niemand steckte sich mit dem Virus an.

Saisonauftakt: Prestigeduell vor Zuschauern

Die Bundesliga beginnt für den Dresdner SC am 3. Oktober gleich mit einem Spitzenspiel. Dresden, in der abgebrochenen Vorsaison Vierter, trifft auf den Vorjahresdritten SC Potsdam.

---
Lena-Lisa Lohmann/Dirk Hofmeister

Dieses Thema im Programm: Sport im MDR Aktuell Nachrichtenradio | 02. Oktober 2020 | 16:40 Uhr

0 Kommentare