Volleyball | Bundesliga DSC-Spielerinnen erhalten Quarantäne-Ausnahme für Teamtraining

Die für 14 Tage unter Quarantäne stehenden Volleyballerinnen des Dresdner SC haben nach einem negativen Corona-Test vom Gesundheitsamt eine Ausnahmebescheinigung erhalten und dürfen das Training wieder aufnehmen.

Dresdner SC
Die DSC-Volleyballerinnen um Trainer Alexander Waibl Anfang Juni beim Trainingsauftakt. Bildrechte: imago images/photoarena/Eisenhuth

Gute Nachricht aus dem Gesundheitsamt für den Dresdner SC: Die seit genau einer Woche in Quarantäne befindlichen 13 Spielerinnen des Bundesliga-Kaders dürfen ab sofort zumindest wieder gemeinsam in der Halle trainieren. Über diesen veränderten Bescheid wurden die Verantwortlichen am Donnerstagvormittag (10. September) informiert.

"Nur auf direktem Weg und allein"

die Geschäftsführerin Sandra Zimmermann
DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Genau bedeutet diese Ausnahme, dass die Spielerinnen "nur auf direktem Weg und allein" zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Auto zwischen Wohnung und Trainingshalle zu den Einheiten pendeln dürfen, sagte DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann dem MDR. Der öffentliche Personennahverkehr ist davon explizit ausgenommen.

Zuvor hatte Zimmermann in einer offiziellen Vereinsmitteilung erläutert: "Wir wussten bis heute nicht, ob wir wieder anfangen können zu trainieren. Diese Unwägbarkeiten im Arbeitsablauf eines Spitzensportlers stellen Mannschaft, Trainer und Verein vor eine extrem schwierige Situation. Diese kann man nicht durch Training im Wohnzimmer kompensieren." Alle Spielerinnen als auch das nicht unter Quarantäne stehende Trainerteam waren zuvor negativ auf das Coronavirus getestet worden. Die Quarantäne endet am kommenden Mittwoch (16. September). Der DSC trifft am 27. September (Sonntag) im Supercup in der eigenen Arena auf den SSC Schwerin.

Quarantäne nach Corona-Kontakt in Polen

Online-Teammeeting der Volleyballerinnen des Dresdner SC.
In den letzten Tagen hielt das Team u.a. via Online-Teammeeting Kontakt. Bildrechte: Dresdner SC

"Die Situation kann jederzeit wieder passieren. In anderen Bundesländern gelten dafür andere Regelungen. Deshalb appelliere ich für einheitliche Regelungen. Dabei müssen selbstverständlich die medizinisch notwendigen Regelungen eingehalten werden, aber eben auch das menschlich zu vertretendem Ermessen zugelassen werden", sagte Zimmermann, die im vergangenen März selbst an Covid-19 erkrankt war.

Das Gesundheitsamt hatte die 14-tägige Quarantäne am vergangenen Donnerstag (3. September) verhängt, nachdem das Team des amtierenden deutschen Pokalsiegers im Rahmen eines Testspiels beim polnischen Erstligisten Chemik Police Kontakt zu einer positiv getesteten Akteurin der Gastgeberinnen hatte.

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red/pm

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Sport-Block | 03. September 2020 | 18:40 Uhr

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