Volleyball | Champions League Dresdner SC erlebt Anreise-Chaos vor Gruppenspiel in Kaliningrad

Der Dresdner SC geht mit allerhand Strapazen in das vierte Champions-League-Gruppenspiel gegen Lokomotiv Kaliningrad. Trotz einer mehr als chaotischen Anreise ist die Zuversicht bei Trainer und Spielerinnen groß, den nächsten Coup einzufahren.

Dresdens Trainer Alexander Waibl mit Taktiktafel
Bildrechte: imago images/Matthias Rietschel

Die Volleyballerinnen des Dresdner SC haben vor ihrem vierten Gruppenspiel in der Champions League gegen Lokomotiv Kaliningrad am heutigen Dienstag (18 Uhr im Livestream und Ticker in der "SpiO"-App und auf sport-im-osten.de) eine wahre Odysee bei der Anreise erlebt.

Landung in letzter Sekunde abgebrochen

Die Mannschaft war am Montagmorgen von Berlin aus nach St. Petersburg geflogen und sollte von dort weiter nach Kaliningrad fliegen. Doch wegen schlechten Wetters und heftiger Sturmböen konnte das Flugzeug nicht landen. "Wir haben einige Runden über Kaliningrad gedreht. Beim Landeversuch musste der Pilot kurz vor dem Aufsetzen die Landung abbrechen, wieder durchstarten und zurück nach St. Petersburg fliegen", berichtete wenig später DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann. Dies sei eine echte Schrecksekunde für alle gewesen.

Da sich das Wetter nicht besserte, wurde fast die gesamte Delegation auf einen Flug am Dienstagvormittag um 10:55 Uhr (Ortszeit) umgebucht, fünf Teammitglieder müssen bereits eine frühere Maschine um acht Uhr nehmen. Für die Nacht kam das Team kurzfristig im Flughafenhotel in St. Petersburg unter.

Klare Pleite im Hinspiel

Damit fiel für die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl sowohl das geplante Abendtraining am Montag als auch die übliche Vormittagseinheit am Dienstag in der Spielhalle weg. Die Partie am Abend soll laut Zimmermann dennoch planmäßig angepfiffen werden.

Trainer Alexander Waibl mit Spielerinnen des Dresdner SC
Der DSC kann sich weiter Hoffnungen auf den Einzug in die Playoffs machen. Bildrechte: imago images/Hentschel

Das Hinspiel hatten die Dresdnerinnen klar mit 0:3 verloren, haben nach dem Zittersieg gegen Prometey Dnipro aber weiter Chancen auf das Weiterkommen in der Volleyball-Königsklasse. Der DSC liegt nach drei Gruppenspielen mit drei Punkten auf dem dritten Platz, vier Zähler hinter dem heutigen Gegner aus Russland. Platz zwei berechtigt zum Einzug in die Playoff-Runde.

Waibl warnt vor Kaliningrader Angriffs-Duo

Cheftrainer Alexander Waibl warnte vorab vor allem vor den Kaliningrader Angreiferinnen Irina Voronkova und Malwina Smarzek, die seinem Team im Hinspiel mit jeweils 14 Punkten den Zahn gezogen hatten. "Wir hatten Mühe, den Ball auf den Boden zu bekommen. Das müssen wir diesmal unbedingt besser machen. Dazu sollten wir es schaffen, uns in der Block- und Feldabwehr zu steigern und diese beiden Top-Spielerinnen besser in den Griff zu bekommen", erklärte der 53-Jährige.

Wir hatten Mühe, den Ball auf den Boden zu bekommen. Das müssen wir diesmal unbedingt besser machen.

Alexander Waibl Cheftrainer Dresdner SC

DSC tankt Selbstvertrauen in der Bundesliga

Spielerinnen des Dresdner SC
Jubel beim Dresdner SC nach der gelungenen Generalprobe gegen Schwerin. Bildrechte: imago images/Matthias Rietschel

Zuversicht gibt der jüngste Auftritt. Am vergangenen Freitag fertigte Dresden Schwerin im Ostklassiker glatt in drei Sätzen ab und sprang auf Tabellenplatz drei in der Bundesliga. "Der Sieg war schon wichtig, denn er gibt uns ein gutes Gefühl. Wir haben auf jeden Fall auch eine Chance in Kaliningrad. Im Vergleich zum Hinspiel kann es ja nur besser werden. Wir schauen einfach von Satz zu Satz", zeigte sich Kapitän Jennifer Janiska vor der Reise zuversichtlich. Auch Top-Scorerin Maja Storck kündigte an: "Wir wollen sie diesmal schon mehr ärgern als im ersten Match."

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red/dpa/pm

Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 18. Januar 2022 | 18:00 Uhr

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