Volleyball | 1. Bundesliga Stefan Mau - VfB Suhl will Region wieder begeistern

Am 31. Oktober startet der VfB Suhl mit einem Heimspiel gegen VC Olympia Berlin in die neue Bundesliga-Saison. Geschäftsführer Stefan Mau spricht bei "Sport im Osten" über den neuen Kader, die Saisonziele und die Rückkehr in die "Wolfgrube".

Suhls Geschäftsführer Stefan Mau (Archiv) Bildrechte: imago/Conny Kurth

Frage: Die letzte Saison beendete Suhl als Neunter mit 15 Punkte aus 20 Spielen. Was erhoffen Sie sich für diese Saison?

"Ich denke, das Ziel ist immer, dass wir in die Playoffs kommen - und dort so weit wie möglich. Wir haben eine gute Vorbereitung gespielt und möchten uns nicht verstecken. Wir haben in der Liga zuletzt keine Glanzleistung gezeigt. Wir müssen die Region wieder so begeistern, dass die Leute Spaß haben, in die Halle zu kommen. Wenn das passiert, werden wir eine gute Saison spielen. Eine Volleyball-Begeisterung gab es schon einmal, dort müssen wir wieder hinkommen."

Der Kader umfasst nun zwölf Spielerinnen. So viele Spielerinnen hatten Sie sich auch für den Saisonstart gewünscht. Suchen Sie trotzdem noch eine Verstärkung?

"Nein. Das ist unser Team. So werden wir spielen. Da wird keiner zusätzlich verpflichtet, egal was passiert."

Miloslava "Mila" Lauerová hat ihre aktive Bundesliga-Karriere beendet, bleibt dem Verein aber als Co-Trainerin erhalten. Könnte Sie im Notfall, z. B. bei Verletzungssorgen, einspringen?

"In der ersten Liga nicht. Für die zweite Mannschaft ist sie gemeldet. Dort wird sie spielen, wenn sie Zeit und Lust hat. Auszuschließen ist allerdings nie etwas. Bis zum 31. Januar könnten wir "Mila" nachmelden. Sie hat ihre Qualitäten. Die nutzen wir nun im Trainerbereich."

Nur drei Spielerinnen aus der vergangenen Saison stehen noch im Kader. Neun Neuzugänge müssen eingebunden werden. Inwiefern gibt es da auch in den nächsten Wochen noch teambildende Maßnahmen?

"Wir sind seit Anfang August zusammen. Der Trainer hat mit der Mannschaft sehr gut gearbeitet. Eine weitere teambildende Maßnahme ist nicht notwendig. Das war nie Thema. Die Spielerinnen waren auf dem Oktoberfest in München. Die Mädchen verabreden sich auch untereinander. Das Entscheidende ist, gut Volleyball zu spielen. Wir haben keine fertigen Spielerinnen geholt, diese wollen wir nun gut ausbilden."

In dieser Saison spielt Suhl wieder in der neuen "Wolfsgrube". Das Hallendach wurde auf eine Höhe von neun Metern angehoben. Damit genügt die Spielstätte nun den Liga-Kriterien. Die Infrastruktur für einen Bundesliga-Verbleib ist geschaffen. Wie ist der Verein finanziell aufgestellt, um auch langfristig mit einem guten Kader die Klasse zu halten?

"Gut. Wir sind stabil aufgestellt. Wir können uns noch mehr stabilisieren, indem wir sportlich erfolgreich sind. Dann kommt vielleicht der eine oder andere Sponsor. Das Engagement der Region ist bemerkenswert. Jetzt sind wir gefordert, etwas zurückzugeben."

Sie waren auch schon beim VfB Friedrichshafen als Manager tätig. Inwiefern haben Sie in Suhl vielleicht mehr Sorgen oder andere Herausforderungen, die es zu bewältigen gibt?

"Hier gibt es eine große Tradition und eine erfolgreiche Vergangenheit. In Friedrichshafen war die Mannschaft auf Dauer erfolgreich. Dort geht es um viel mehr Geld. Die Mannschaft hatte eine stabile finanzielle Basis. Wenn man in Deutschland ein Abonnement  auf den Meistertitel hat bzw. Vizemeister wird, ist das schon angenehm. Suhl ist eine Herausforderung, eine spannende Geschichte. Ich versuche, den Standort dorthin zu bringen, wo er hingehört, dass man begeisternden Volleyball sieht. Im Moment fühlt sich das gut an."

Suhl bestreitet drei der ersten vier Punktspiele zu Hause. Der VC Olympia, Aufsteiger Straubing, Münster und Erfurt sind die Gegner. Ein dankbares Auftakt-Programm, oder?

"Ja, das ist eine sehr schöne Geschichte. Das ist ein angenehmes Auftaktprogramm, aber mit dem Druck, dass wir gewinnen wollen und müssen. Wir sind da nicht unglücklich drüber."

Miloslava Lauerova 13( Volley Stars Thueringen ) und Claudia Steger 11( Volley Stars Thueringen ) in Aktion.
Claudia Steger und Co. kämpfen ab Ende Oktober um Bundesliga-Punkte (Archiv) Bildrechte: IMAGO

Das Gespräch führte Maria Köhler.

Dieses Thema im Programm: MDR aktuell - Das Nachrichtenradio | 31. Oktober 2018 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. Oktober 2018, 14:27 Uhr

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