Volleyball | Bundesliga VBL schnürt Hilfspaket für Vereine

Die Volleyball Bundesliga hat aufgrund der Corona-Pandemie ein umfangreiches Maßnahmen-Paket für die Vereine der 1. und 2. Bundesligen geschnürt. Wie die VBL am Montag (27.04.2020) mitteilte, umfasst das Paket knapp 200.000 Euro an Zahlungsreduktionen für die Vereine sowie weitere rund 100.000 Euro Direkteinsparungen im Haushalt der VBL GmbH. Auch der Dresdner SC und Zweitligist GSVE Delitzsch profitieren davon.

Symbolbild Volleyball. Ein Volleyball wird mit zwei Händen hoch gehalten.
Bildrechte: imago images / Bernd König

So verzichten die Lizenzliga-Schiedsrichter auf einen Teil ihrer Honorare, die wirtschaftliche Lizenzierung wird auf eine Runde (1. September) verkürzt und alle bestehenden Ausnahmeregelungen für Spielhallen werden verlängert. In weiten Teilen werden zudem die Geldstrafen für Verstöße gegen das Lizenzstatut ausgesetzt. Damit werden finanzielle Risiken für Stammverein und Lizenznehmer abgesenkt, die darüber hinaus die Möglichkeit erhalten, die Lizenzgebühren in Raten zu zahlen, um Liquiditätsengpässen vorzubeugen.

Einsparungen im unteren sechstelligen Bereich

Weiterhin wurden diverse Einzelmaßnahmen in den Handlungsfeldern Administration und Management, Sportentwicklung und Nachwuchsförderung beschlossen. Dabei handelt es sich überwiegend um Maßnahmen, die bereits in Vorjahren entschieden und zur Saison 2020/21 erstmals in Kraft treten sollten. Für jeden Club entstehen hierdurch zusätzliche Einsparungspotenziale im unteren sechsstelligen Bereich (1. Bundesligen) bzw. mittleren fünfstelligen Bereich (2. Bundesligen).

Für VBL-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung hat die Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Einklang mit der "Gesundheit der Bevölkerung" oberste Priorität: "Um den Spielbetrieb wie geplant im September für die 2. Liga und im Oktober für die 1. Liga wieder aufnehmen zu können, erarbeitet die Volleyball Bundesliga jetzt Durchführungsbestimmungen sowie Hygiene- und Sicherheitsstandards."

Zimmermann: "Ein Stück mehr Planungssicherheit"

Sandra Zimmermann
DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann. (Archiv) Bildrechte: IMAGO

Sandra Zimmermann, Geschäftsführerin des Dresdner SC, ist von den Sofortmaßnahmen angetan: "Die vorgenommenen Anpassungen bei der wirtschaftlichen Lizenzierung sind unkompliziert auf den Weg gebracht worden. Sie entlasten – ebenso wie die übrigen Maßnahmen – die Vereine und geben uns ein Stück mehr Planungssicherheit."

Auch bei Benedikt Bauer, Teammanager des Zweitligisten GSVE Delitzsch, findet das Ganze Zustimmung: "Das Maßnahmen-Paket ist für alle Vereine eine große Hilfe. Kein Verein hat durch den Erlass von Vorgaben den Anspruch den Standard runterzufahren. Aber die Situation in der weiterhin sehr unsicheren Lage wird dadurch merklich entspannt."

red/pm

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 27. April 2020 | 19:30 Uhr

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