Volleyball | Bundesliga Dresden und Suhl feiern Auswärtssiege

8. Spieltag

Pflicht erfüllt: Der Dresdner SC ist zum Beginn einer Englischen Woche seiner Favoritenrolle in Vilsbiburg gerecht geworden und siegte ohne größere Probleme. Das Kunststück gelang auch dem VfB Suhl beim USC Münster.

Jubel beim Dresdner SC.
Jubel bei den Volleyballerinnen des Dresdner SC. (Archiv) Bildrechte: imago images/Hentschel

Dresdner SC mit Pflichtsieg bei den Roten Raben

Die Volleyballerinnen des Dresdner SC haben auch am Sonnabend (4. Dezember) ihr gute Form bestätigt und den sechsten Punktspiel-Sieg gefeiert. Bei den Roten Raben Vilsbiburg brauchten die Sächsinnen 109 Minuten, um ein 3:1 (25:21, 22:25, 25:23, 25:21) einzufahren.

Die Partie im "Rabennest" wurde ohne Zuschauer ausgetragen. DSC-Trainer Alexander Waibl konnte wie zuletzt auf seinen eingespielten Kader bauen. Bereits im Vorfeld hatte der Coach angemahnt, die Niederbayerinnen sehr ernst zu nehmen. "Wir müssen da sicher wieder über den Kampf gehen", sagte er. Und er sollte recht behalten. Das Team von Florian Völker verlangte den Dresdnerinnen alles ab.

Das Waibl-Team startete konzentriert, doch dann leisteten sich die Elbestädterinnen immer mehr Fehler im Aufschlag und Angriff. Das nutzten die Roten Raben, die aufopferungsvoll um jeden Ball kämpfen, zum Satzausgleich. Auch im dritten Durchgang diktierte lange Zeit der DSC das Geschehen, aber die Raben gaben nicht auf und arbeiteten sich noch einmal heran. Dennoch holte sich Dresden die 2:1-Satzführung. Im vierten Abschnitt blieb das Spiel zwar umkämpft, aber der DSC erwies sich im Aufschlag-Annahme-Spiel überlegen und insgesamt auch als das komplettere Team. Nach 112 Minuten war der Sieg unter Dach und Fach.

Die Begegnung bei Vilsbiburg war der Anfang einer knallharten Woche. Am Mittwoch folgt für den DSC der erste Auftritt in der Champions League gegen den russischen Meister Kaliningrad, am kommenden Sonnabend steigt zuhause das Bundesliga-Match gegen den USC Münster.   

Suhl mit erstem Sieg in Münster seit sieben Jahren

Der VfB Suhl hat seine Erfolgsserie in der Bundesliga fortgesetzt und am 8. Spieltag eine echte Duftmarke gesetzt. Die Thüringerinnen waren beim USC Münster zu Gast und gewannen klar und deutlich mit 3:0 (25:23, 25:19, 25:23). Für die Suhlerinnen war es der erste Sieg in Münster seit mehr als sieben Jahren. Trainer Laszlo Hollosy, der eine Woche zuvor beim knappen Pokal-Aus wegen seiner Corona-Erkrankung noch gefehlt hatte, stand wieder an der Seitenlinie.

Agnes Pallag
Die Ungarin Agnes Pallag in Diensten des VfB Suhl. (Archiv) Bildrechte: imago images/Gerhard König

Zu Beginn der Partie liefen die Gäste lange einem Rückstand hinterher, gingen erst beim 24:23 in Führung und verwandelten diesen ersten Satzball auch prompt. Zuvor hatten sie durch mangelnden Druck im Angriffsspiel mit 10:15 und 12:18 zurück gelegen. Gegen den aktuellen Tabellensiebten, der am vergangenen Wochenende überraschend den Pokal-Halbfinaleinzug feiern durfte, hatten die Suhlerinnen im zweiten Satz nur sporadisch Probleme, nutzten vielmehr ihre Chancen gegen einen Gegner, der nun verunsichert schien. Nach einer USC-Aufholjagd brachte Hollosy gegen Satzmitte seine erfahrene Außenangreiferin Agnes Pallag, die spürbar mehr Ruhe ins Suhler Spiel brachte und den VfB zur 2:0-Satzführung führte.

Dem USC, trainiert von der ehemaligen Nationalspielerin Lisa Thomsen, gelang nach einer Auszeit kurz vor Satzende nur noch sehr wenig. Im dritten Durchgang bot der gut eingespielte VfB dem USC nur noch wenig Chancen, seine Angriffe durchzubringen. Erst kurz vor Ende der Partie schien der VfB doch noch einmal zu wackeln, nachdem der USC auf 21:23 und 23:24 aus seiner Sicht herankam, ehe Roxanne Wiblin das Match fürden VfB erfolgreich beendete. Nach 91 Minuten war der Suhler Erfolg perfekt.

jmd/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 04. Dezember 2021 | 22:40 Uhr

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