Volleyball | 1. Bundesliga Dresdner SC lässt sechs Spielerinnen ziehen

Schwere Zeiten auch beim Dresdner SC. Nach der Corona-Krise und dem vorzeitigen Saisonende muss der Volleyball-Bundesligist einen harten Schnitt vollziehen. Sechs ausländische Spielerinnen werden nicht mehr zu dem Verein zurückkehren. Derweil startete der DSC eine "Geisterticket"-Aktion.

Jubel beim Dresdner SC, in der Mitte: Brie King
Jubel beim Dresdner SC, in der Mitte Brie King. (Archiv) Bildrechte: imago images/Hentschel

Der vorzeitige Abbruch der Volleyball-Saison trifft auch den Dresdner SC hart und führt zu  wirtschaftlichen und personellen Konsequenzen.  Wie der Bundesligist in einer Pressemitteilung schrieb, seien die Nachwirkungen für den Verein und die Mannschaft noch nicht wirklich absehbar, dennoch "arbeiten die Verantwortlichen mit aller Kraft an Lösungen. Infolge dessen sind weitere Personalentscheidungen beim Dresdner SC getroffen worden".

Sextett verlässt Dresden

Da sich wegen der Corona-Krise die Einreisebeschränkungen in die meisten Länder verschärft wurden, konnte der DSC kurzfristige Abreisen für einige seiner Akteurinnen in die jeweiligen Heimatländer organisieren. Das bedeutet wiederum, dass sich der Verein mit den Spielerinnen darauf einigte, "in gegenseitigem Einvernehmen, die zum Saisonende auslaufenden Spielerverträge vorzeitig zu beenden". Insgesamt betrifft das sechs Spielerinnen. So wurden die Kontrakte mit der Kroatin Lucija Mlinar, Nikola Radasova (Slowakei), Radie Rolfzen (USA), Brie King (Kanada), Piia Korhonen (Finnland) und Milica Kurbura (Serbien) aufgelöst.

Waibl: "Hätten genügend Spielerinnen verfügbar"

Ob der Europapokal-Wettbewerb weiter geführt wird, ist derzeit offen. Der europäische Volleyball Verband CEV hat zunächst alle Spiele bis zum 3. April dieses Jahres ausgesetzt, um dann neu über eine mögliche Fortführung zu entscheiden. Sollte es dazu kommen, wäre der Dresdner SC nach Aussage von Trainer Alexander Waibl gerüstet: "Es ist nicht vorstellbar, dass der Wettbewerb in den nächsten zwei Monaten fortgesetzt wird. Sollte es dennoch dazu kommen, hätten wir genügend Spielerinnen verfügbar, um antreten zu können."

Dresdner SC, v.l.: Trainer Alexander Waibl mit Lena Stigrot
Trainer Alexander Waibl mit Lena Stigrot. Sie bleibt dem Klub erhalten. (Archiv) Bildrechte: imago images/Hentschel

Großer Zuspruch für "Geistertickets"

Um die finanziellen Verluste etwas abzufedern, hat der Dresdner Klub die "Aktion Geisterticket" gestartet. Hierbei können die Fans auf eine Rückerstattung ihrer bereits erworbenen Karten verzichten, auch wenn keine Spiele mehr stattfinden. DSC-Geschäfstführerin Sandra Zimmermann sprach auf MDR-Nachfrage von einer "großen Welle des Zuspruchs. Die Fans greifen zu den Karten".

jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 16. März 2020 | 19:30 Uhr

1 Kommentar

Dynamo vor 31 Wochen

Es ist zu befürchten, dass nahezu alles, nicht nur der Leistungssport den Bach runter geht. Und das nur wegen des Corona-Virus ? Das glaube ich nicht, dass ist zu kurz gedacht. Irgendetwas läuft hier gerade komplett gegen alles Logische. Landesweit Schulen schließen, Leistungs- und Amateursport auf Stand Null herunterfahren, ebenso Kultur. Man möchte mal voraus in den März 2021 schauen, was noch übriggeblieben ist, so wir es kannten. 16.03.2020, 23:05