Volleyball | Finalserie DSC-Trainer Waibl nach dem Drama: "Es ist noch nicht vorbei"

Der Dresdner SC hat auf dramatische Art und Weise auch das zweite Finalspiel um die deutsche Volleyball-Meisterschaft gegen Titelverteidiger MTV Stuttgart verloren. DSC-Trainer Alexander Waibl bleibt dennoch optimistisch und erklärt, warum sich nichts an der Ausgangslage verändert habe.

Alexander Waibl Dresdner SC 1 min
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"An unserer Ausgangslage hat sich nichts geändert", sagt Alexander Waibl am Tag nach der dramatischen 2:3-Niederlage im zweiten Finalspiel um die Deutsche Volleyball-Meisterschaft gegen den MTV Stuttgart. Sein Dresdner SC führte am Mittwochabend (14.04.2021) schon mit 2:0-Sätzen, im dritten Abschnitt fehlten beim Stand von 23:23 nur zwei Punkte zum Matchgewinn, um am Ende doch noch als Verlierer von der Platte zu gehen. Stuttgart könnte in der Serie "Best of Five" die Titelverteidigung am Samstag (16:30 Uhr im Liveticker in der SpiO-App und auf sport-im-osten.de) in Dresden klar machen.

Auch wenn der Sieg nur zwei Punkte entfernt war, hielt sich die Enttäuschung in Grenzen. "Klar waren wir niedergeschlagen, es hat aber nur 15 Minuten gedauert, bis uns allen bewusst geworden ist, dass sich nichts geändert hat", so Waibl im "Sport im Osten"-Interview. Die Ausgangslage bleibe die gleiche, verbreitet er Optimismus und legt nach: "Es ist zum Glück kein Pokalspiel und es ist noch nicht vorbei."

Trainer Alexander Waibl (Dresden) vor seiner Mannschaft
Seit 2009 der Motivator in Dresden: Alexander Waibl. Bildrechte: IMAGO / Pressefoto Baumann

Waibl: "Wir können Stuttgart schlagen"

"In einer Playoff-Serie spielen wir ein Spiel nach dem anderen und erst bei drei verlorenen Spielen ist Schluss", so Waibl, der überzeugt ist, dass das Spiel am Samstag (17. April) nicht das letzte im Titelkampf sein wird. Nach der 2:3-Niederlage habe man vor allem die Erkenntnis gewonnen, dass man Stuttgart schlagen könne.

"Das hat gestern auch der Letzte bemerkt", so der gebürtige Stuttgarter, der das Positive aus der Niederlage zieht und nie zurückschaut. "Das bringt nichts. Wir müssen taktisch reagieren und sehen, was wir noch etwas besser machen können. In solchen Spitzenspielen entscheiden oft Kleinigkeiten", so der 53-Jährige, der seit 2009 als Cheftrainer beim Dresdner SC arbeitet und zuvor mit dem VC Stuttgart in die 1. Bundesliga aufgestiegen war. Im zweiten Spiel habe seine Mannschaft zwar schon viel besser angegriffen, aber eben doch noch einige Punkte unnötig liegen gelassen.

Volleyballspiel 1 min
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MDR aktuell 21:45 Uhr Mi 14.04.2021 21:45Uhr 01:21 min

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Druck ist ein Privileg. Wenn man Druck hat, hat man schon etwas erreicht.

Alexander Waibl, Trainer des DSC

Bei einer Niederlage platzt der Traum

Auch wenn sich an der Ausgangslage für Samstag nichts geändert hat, der Druck steigt. Dresden muss nun gewinnen, um weiter die Titelchance zu wahren. Für Waibl bedeutet diese Situation aber nichts Negatives: "Druck ist ein Privileg. Wenn man Druck hat, hat man schon etwas erreicht. Vor dieser Situation darf man nicht weglaufen, man muss sie annehmen", so der Wahl-Sachse.

Und wenn es dann erst einmal mit einem Sieg geklappt hat, "kommen wir in einen Flow und für Stuttgart wird es schwer, uns zu stoppen", so der Coach, der nach der langen Rückreise erst im Morgengrauen im Bett war. Die Mannschaft braucht jetzt eine schnelle und gute Regeneration, um am Samstag zur erfolgreichen Aufholjagd starten zu können.

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sst

Die Termine der Finalserie um die Deutsche Volleyball-Meisterschaft
1. Spiel Sa., 10. April, 16:30 Uhr DSC - Stuttgart 0:3
2. Spiel Mi., 14. April, 18:00 Uhr Stuttgart - DSC 3:2
3. Spiel Sa., 17. April, 16:30 Uhr DSC - Stuttgart
Evtl. 4. Spiel Mi., 21. April, 18:00 Uhr Stuttgart - DSC
Evtl. 5. Spiel Sa., 24. April, 14:00 Uhr DSC - Stuttgart

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 15. April 2021 | 17:45 Uhr

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