Nach Vorwürfen im NSU-Fall Strafanzeige des LKA-Chefs erfolglos

Die Erfurter Staatsanwaltschaft geht einer Anzeige des Chefs des Thüringer Landeskriminalamtes, Werner Jakstat, nicht weiter nach. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte MDR THÜRINGEN, eine Anzeige des Spitzenbeamten wegen übler Nachrede sei eingestellt worden.

Hintergrund sind Pannen bei den Ermittlungen im Zusammenhang mit dem rechtsextremen NSU-Trio. Ein anonymer Ermittler hatte Anfang des Jahres in einem TV-Beitrag behauptet, Jakstat habe 2003 als Vizepräsident des Landeskriminalamtes telefonisch angeordnet, eine Zeugenaussage zum Aufenthaltsort des NSU-Mitglieds Uwe Böhnhardt nicht weiter zu verfolgen. Die Ermittlungen seien daraufhin eingestellt worden. Dieser Behauptung hatte Jakstat widersprochen. Die Staatsanwaltschaft stellt ihr Verfahren nun ein, da nicht festgestellt werden konnte, wer im Fernsehen die belastende Aussage gemacht hatte.