NSU-Ermittlungen Computerladen in Chemnitz nach Waffen durchsucht

Im Zuge des NSU-Verfahrens ist ein Ladenbesitzer aus Chemnitz ins Visier der Ermittler geraten. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, hat die Polizei das Geschäft für Video- und Computerspiele durchsucht. Es habe Hinweise gegeben, wonach im Geschäft unerlaubte scharfe Waffen gesehen wurden. Bei der Durchsuchung seien allerdings keine verbotenen Waffen gefunden worden, erklärte die Sprecherin weiter. Die Polizei sei nur auf eine Softair-Waffe und ein Luftdruckgewehr gestoßen.

Ladeninhaber bestreitet Vorwürfe 

Einem Bericht der "Freie Presse" zufolge steht der Ladeninhaber im Verdacht, dem Zwickauer NSU-Trio beim Beschaffen von Waffen geholfen zu haben. Der Mann bestreite die Vorwürfe.

Den mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe werden zehn Morde zwischen 2000 und 2007 zugerechnet. Bei den Opfern handelt es sich laut Anklage um neun türkisch- und griechischstämmige Kleinunternehmer und eine Polizistin. Beate Zschäpe und weitere mutmaßliche Mitstreiter aus dem Umfeld des Trios stehen in München vor Gericht. Mundlos und Böhnhardt hatten sich vor ihrer Festnahme das Leben genommen. Das Terrornetzwerk hatte im Raum Chemnitz besonders viele Unterstützer. Der sächsische und thüringische Verfassungsschutz hatte mehrfach Wohnungen observiert - zu Konsequenzen hatte das aber nicht geführt.