Terror-Trio Böhnhardt schon 1997 wegen Waffenbesitzes verurteilt

Der mutmaßliche Rechtsterrorist Uwe Böhnhardt ist bereits im Jahr 1997 wegen unerlaubten Waffenbesitzes verurteilt worden. Das geht aus einer Mitteilung des Thüringer Justizministeriums an den Justizausschuss im Thüringer Landtag hervor, die dem MDR THÜRINGEN vorliegt. Das Ministerium war nach eigenen Angaben erst bei einer Prüfung in den letzten Wochen auf das in Vergessenheit geratene Ermittlungsverfahren gestoßen.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, hatte die Polizei Böhnhardt Mitte April 1997 bei Jena mit einem Luftdruckgewehr erwischt. Für die Schusswaffe hatte er keine waffenrechtliche Erlaubnis. Die Staatsanwaltschaft Gera erließ daraufhin im Oktober 1997 einen Strafbefehl über 1.500 DM. Böhnhardt legte einen Monat später Einspruch ein. Daraufhin wurde eine Gerichtsverhandlung anberaumt, zu der Böhnhardt aber nicht erschien. Deshalb wurde der Strafbefehl am 13. Juni 1998 rechtskräftig. Zu diesem Zeitpunkt war er zusammen mit Uwe Mundlos und Beate Zschäpe bereits seit drei Monaten untergetaucht.

Seit Dezember 1997 war auch ein Urteil des Landgerichts Gera gegen Böhnhardt rechtskräftig. Das Gericht hatte ihn im Oktober wegen Volksverhetzung zu zwei Jahren und drei Monaten Jugendhaft verurteilt.