Verfassungsschutz-Pannen Lieberknecht: Wer nicht aufklärt, hat verspielt

Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht rechnet mit weiteren personellen Konsequenzen bei den Verfassungsschutz-Behörden. Der "Leipziger Volkszeitung" sagte sie, nach den Pannen bei der Verfolgung des Thüringer Terror-Trios habe es bereits erste Konsequenzen gegeben. Diese seien aber "bei Weitem nicht die letzten".

Lieberknecht warnte, wer nicht aktiv an der Aufklärung der Verbrechensserie und den Geheimdienst-Pannen mitwirke, der habe verspielt. In der Verfassungsschutz-Affäre hatten bereits der Verfassungsschutz-Chef des Bundes sowie die Chefs der Geheimdienste in Sachsen und Thüringen ihren Posten geräumt.

Im Gespräch mit der Zeitung erneuerte Lieberknecht ihre Forderung nach einem grundsätzlichen und "tabulosen" Neuanfang bei den Geheimdiensten. Grund sei der Vertrauensverlust in die Dienste. Deshalb müssten jetzt alle Karten von den Geheimdiensten aber auch vom Bundeskriminalamt auf den Tisch gelegt werden. All diese Ämter hätten es nicht vermocht, eine Mordserie quer durch Deutschland zu verhindern.