Unbekannte Sonderkommission Generalbundesanwalt will Thüringer Akten sehen

Der Generalbundesanwalt in Karlsruhe will die Unterlagen der Thüringer Sonderkommission "Rechte Gewalt" (Soko "ReGe") prüfen. Sprecher Marcus Köhler sagte MDR THÜRINGEN: "Wir werden klären, ob es sich um für unsere Ermittlungen relevante Erkenntnisse handelt, die nicht bereits Gegenstand des 'NSU'-Ermittlungskomplexes sind."

Am Donnerstag war öffentlich geworden, dass eine Soko "ReGe" von August 2000 bis Frühjahr 2002 gegen den rechtsextremen "Thüringer Heimatschutz" (THS) ermittelt hatte. Der THS gehörte zum Umfeld des Jenaer Trios, Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos, bis es 1998 abgetaucht war. Akten der Soko "ReGe" wurden nach Informationen von MDR THÜRINGEN vergangene Woche im Thüringer Innenministerium gefunden. Im Bericht der Schäfer-Kommission vom Mai 2012, die Pannen bei der Fahndung nach dem Jenaer Neonazi-Trio aufdecken sollte, wurde die Soko "ReGe" jedoch mit keinem Wort erwähnt.