Zwickauer Trio Neonazi Wohlleben offenbar nach München verlegt

Der mutmaßliche Unterstützer des rechtsextremen Terror-Trios NSU Ralf Wohlleben ist Ende vergangener Woche aus der thüringischen Justizvollzugsanstalt Tonna verlegt worden. Ein Sprecher des Justizministeriums sagte am Dienstag in Erfurt, der Gefangene habe den Freistaat auf Antrag der Bundesanwaltschaft verlassen.

Wie die Zeitung "Thüringer Allgemeine" berichtet, ist Wohlleben laut seiner Anwältin nach München verlegt worden. Ende September hatte die Bundesanwaltschaft die Haftbedingungen für den aus Jena stammenden Wohlleben verschärft. Der ehemalige NPD-Funktionär soll aus dem Gefängnis heraus Kontakt mit der rechtsextremen Szene aufgenommen haben.

Wohlleben befindet sich im Zusammenhang mit den Ermittlungen rund um die NSU-Terrorzelle seit November 2011 in Untersuchungshaft, seit April saß er in der JVA Tonna. Er wird verdächtigt, die mutmaßlichen rechtsextremen Terroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe nach deren Untertauchen unterstützt zu haben. Unter anderem soll er dem Trio eine Schusswaffe beschafft haben. Das hatten andere mutmaßliche Unterstützer des Trios ausgesagt.