Ticker vom 18.03.2020 Coronavirus in Thüringen: Ab Freitag in Erfurt, Jena, Weimar, Gera und Suhl fast alles dicht

Ab heute gilt in Thüringen ein Notfall-Erlass zum Verbot und zur Beschränkung von sozialen Kontakten. Immer mehr Verbände rufen Hilfsangebot für ältere Menschen ins Leben. Alle wichtigen Informationen im Liveticker.

"Geschlossen" steht auf einem Schild an einer Tür
Die erlassenen Einschnitte gelten vorerst bis zum 19. April. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

So ging es weiter | Ticker vom Donnerstag, 19. März 2020

Die weitere Entwicklung finden Sie im Ticker für Donnerstag, 19. März 2020.

22:18 Uhr | Ticker-Ende

Wir beenden diesen Ticker vom 18. März 2020 und wünschen Ihnen eine gute Nacht.

21:40 Uhr | Dritter bestätigter Fall im Ilm-Kreis

Der Ilm-Kreis meldet den dritten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus. Betroffen ist laut Landratsamt eine 25-jährige Frau, die aber nur leichte Symptome zeigt. Sie befinde sich deshalb in häuslicher Quarantäne, hieß es. Die Frau sei in Tirol im Urlaub gewesen und von dort am 13. März zurückgekehrt. An diesem Tag war Tirol zum Risikogebiet erklärt worden. Seit ihrer Rückkehr nach Thüringen befinde sich die Frau in Quarantäne, so die Kreisverwaltung.

20:52 Uhr | Gera baut mobile Teststation

Auf dem Hofwiesenparkplatz in Gera wird derzeit eine mobile Teststelle für Tests auf Infektion mit dem Coronavirus errichtet. Laut Stadtverwaltung wird ein sogenannter Corona-Drive-in gebaut, der Probeentnahmen unter freiem Himmel ermöglicht. Hier können sich Menschen mit einem Verdacht auf Coronavirus-Infektion testen lassen. Der "Drive in" wird vom Technischen Hilfswerk in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung errichtet.

20:49 Uhr | Organisatoren des Arnstädter Bach-Festivals hoffen auf Solidarität der Besucher

Eigentlich sollte am Wochenende der 335. Geburtstag des Komponisten Johann Sebastian Bach gefeiert wird. Doch das Bach-Festival wurde - wie viele andere Veranstaltungen derzeit in Thüringen - abgesagt. Damit entgehen auch den Künstlern Einnahmen.

20:30 Uhr | Kritik am Lobensteiner Bürgermeister

Bad Lobensteins Bürgermeister Thomas Weigelt war in den vergangenen Tagen in Tirol im Urlaub - und muss nun vorsichtshalber zwei Wochen häusliche Quarantäne einhalten. Denn Tirol wurde zwischenzeitlich zur Coronavirus-Risikoregion erklärt. Die Reise des Stadtoberhaupts wird von manchem seiner Mitbürger kritisch gesehen. Weigelt sieht die Reise inzwischen auch selbst kritisch.

18:57 Uhr | Jena erweitert erneut die Risikogebiete

Einwohner und Besucher der Stadt Jena, die sich in den vergangenen 14 Tagen in den Bundesländern Bayern, Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg aufgehalten haben, müssen sich ab sofort in eine 14-tägige häusliche Quarantäne begeben. Denn diese drei Bundesländer gehören laut einer neuen Allgemeinverfügung der Stadtverwaltung zu den Corona-Risikogebieten.

Außerdem sind das für Jena neben den vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogebieten auch die Länder Spanien, Österreich, Frankreich, Schweiz, USA und Großbritannien. Wer in Jena wohnt und in den vergangenen 14 Tagen in einem dieser Länder war, soll sich ebenfalls in Quarantäne begeben.

Außerdem besteht für Betroffene Meldepflicht. Sie müssen der Stadtverwaltung telefonisch unter der Nummer 03641 - 49 33 33 oder per E-Mail an die Adresse corona@jena.de ihren Namen, ihren Aufenthalt, ihre Kontaktpersonen sowie eine Rückrufmöglichkeit mitteilen.

18:56 Uhr | Derzeit 102 Coronafälle in Thüringen

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Thüringen ist auf 102 gestiegen (Stand: heute 18 Uhr).

18:45 Uhr | Rathaus in Arnstadt wird geschlossen

Die Stadtverwaltung von Arnstadt teilt mit, dass ab dem 19. März das Rathaus, alle weiteren Dienstsitze der Stadtverwaltung sowie die Friedhofsverwaltung für Besucherverkehr geschlossen sind. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich mit Ihrem Anliegen auf folgenden Wegen an die Verwaltung zu wenden:

schriftlich: Stadt Arnstadt Markt 1, 99310 Arnstadt
per E-Mail: info@stadtverwaltung.arnstadt.de
oder telefonisch: 0 36 28/745 6

18:04 Uhr | Weitere Erkrankte in der Region Weimar

In der Stadt Weimar gibt es inzwischen zehn Corona-Fälle. Die Zahl der Erkrankungen steige stetig, sagte ein Sprecher der Stadt. Das Testergebnis eines Notarztes steht noch aus. Der Mitarbeiter des Klinikums befinde sich in Quarantäne. Ein erster Test bei ihm sei nicht eindeutig gewesen.

Auch im Weimarer Land ist die Zahl der Erkrankten gestiegen. Das Landratsamt meldet fünf Fälle. Einer der Betroffenen wird im Uni-Klinikum Jena behandelt, wie es hieß. Alle anderen befinden sich in häuslicher Isolation. Ein Großteil der Infizierten kam aus dem Risikogebiet Österreich zurück.

18:00 Uhr | Uni Erfurt stellt Lehrbetrieb am Freitag ein

Die Universität Erfurt kündigt an, ihren Lehrbetrieb am Freitagnachmittag, den 20. März, einzustellen. Sie bleibt dann bis zum 19. April geschlossen.

16:37 Uhr | Erfurt, Weimar, Jena, Gera und Suhl beschließen umfangreiche Maßnahmen

Die Oberbürgermeister der kreisfreien Städte Erfurt, Weimar, Jena, Gera und Suhl haben für ihre jeweiligen Stadtgebiete einschneidende Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen. Das sind im Einzelnen:

  • Alle Arten von Veranstaltungen, Ansammlungen, Vergnügungen, Stadtführungen, Versammlungen oder organisierte Treffen sind untersagt
  • Zufällige oder verabredete Ansammlungen in Parks sind untersagt.
  • Verkaufsstellen sind zu schließen. Geöffnet werden dürfen nur noch: Lebensmittelläden (z.B. Supermärkte, Bäckereien, Fleischereien), Wochenmärkte für Lebensmittel, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen und Waschsalons, Zeitungsverkaufseinrichtungen, Baumärkte, Gartenmärkte, Geschäfte für Tierbedarf, Großhandel. Diese Verkaufsstellen haben die aktuellen Empfehlungen und Festlegungen des Robert-Koch-Instituts einzuhalten.
  • Die Tätigkeit von Handwerkern und Dienstleistern wird nicht untersagt. Ausgenommen sind Dienstleistungen am Menschen, wie insbesondere Frisöre, Kosmetikstudios, Nagel- oder Fußpflege, Tattoo- und Massagestudios.
  • Ärztlich verordnete Maßnahmen wie Psycho-, Physio- und Ergotherapie sind weiterhin gestattet
  • Der Betrieb sämtlicher Freizeiteinrichtungen ist untersagt. Das betrifft im Einzelnen: Restaurants, Speisegaststätten, gastronomische Bereiche von Beherbergungsbetrieben, Mensen, Kantinen (einschließlich Betriebskantinen) und ähnliche Einrichtungen, Bars, Cafés, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen, Theater, Philharmonie, Museen und ähnliche Einrichtungen, Messen, Ausstellungen, Kinos, Freizeit- und Tierparks, Anbieter von Freizeitaktivitäten sowohl in geschlossenen Räumen als auch unter freiem Himmel, Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen, Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen.
  • Untersagt ist auch der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen.
  • Untersagt ist der Betrieb aller Verkaufsstellen des Einzelhandels einschließlich von Outlet-Centern, sofern sie nicht unter die oben genannten Ausnahmeregelungen fallen.
  • Spielplätze dürfen nicht benutzt werden.
  • Weiterhin gestattet sind der Außer-Haus-Verkauf und Lieferdienste von Speisen, ein Verzehr vor Ort darf nicht stattfinden. Gruppenbildung an Abgabeorten ist zu unterbinden.
  • Untersagt ist der Betrieb von Hotels, Pensionen, Herbergen und ähnlichen Einrichtungen.
  • Verboten sind Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten der Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich.
  • Verboten sind Reisebus-Reisen.
  • Untersagt sind Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen sowie Einrichtungen anderer Glaubensgemeinschaften.


Diese Maßnahmen gelten vom 20. März bis 19. April in den genannten fünf Städten.

16:20 Uhr | Jetzt fünf Infizierte im Wartburgkreis und zwei in Eisenach

Das Landratsamt des Wartburgkreises gibt aktuelle Zahlen zu Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Demnach sind jetzt im Wartburgkreis fünf Fälle (vier Männer, eine Frau) aktenkundig, in der Stadt Eisenach zwei (Frauen). Landrat Reinhard Krebs bittet die Menschen, die vom Landkreis erlassenen Maßnahmen ernst zu nehmen und umsetzen. Gleichzeitig ermahnt er zur Besonnenheit und wohlüberlegtem Handeln. So könne es nicht sein, dass "unvernünftige" Jugendliche jetzt sogenannte Corona-Partys veranstalteten. Krebs hebt auch die vielen Beispiele gegenseitiger Hilfe und Unterstützung in Familien, zwischen Nachbarn und durch Ehrenamtliche hervor.

16:07 Uhr | Bericht aus dem Baumarkt

15:57 Uhr | Keine Kita-Gebühr in Jena bis 17. April

Die Stadt Jena wird für den Zeitraum vom 17. März bis 19. April keine Kita-Gebühren erheben. Grund ist laut Mitteilung der Stadtverwaltung die Schließung der Einrichtungen in diesem Zeitraum. Für den Erlass der Gebühren müssen die betroffenen Eltern keinen extra Antrag stellen, Lastschriften werden am 1. April nicht eingezogen. Die Stadt bittet darum, von Anfragen zu diesem Thema beim Fachdienst Bürger- und Familienservice abzusehen.

15:56 Uhr | Nahverkehr arbeitet laut Ministerium stabil

Trotz der Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Coronavirus funktioniert der Nahverkehr in Thüringen stabil - erklärt Verkehrsminister Benjamin-Immanuel Hoff. Die Beschäftigten der Verkehrsunternehmen leisteten hervorragende Arbeit unter nicht einfachen Rahmenbedingungen, so der Minister. Im Busverkehr seien wegen der zurückgegangenen Fahrgastzahlen unter anderem infolge von Schulschließungen bereits jetzt die Ferienfahrpläne in Kraft gesetzt worden. Im Eisenbahnverkehr seien bis jetzt nur vereinzelt Einschränkungen notwendig. Die Bahnunternehmen stimmten sich hier eng ab, um ein stabiles Grundangebot sicherzustellen.

15:23 Uhr | Nun fünf Infizierte im Kreis Altenburger Land

Im Altenburger Land hat sich die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten auf fünf erhöht. Wie es aus dem Landratsamt heißt, wurde bei einer 40-jährigen Frau das Virus nachgewiesen. Sie soll sich bei einem bestätigten Corona-Fall außerhalb des Landkreises angesteckt haben. Einen Bezug zu den bisherigen Infektionsfällen im Landkreis gibt es nicht. Die Frau hat leichte Symptome wie Husten und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Das Gesundheitsamt ist derzeit dabei, die Kontaktpersonen der Infizierten zu ermitteln.

14:53 Uhr | Handwerkskammer setzt sich für Frisöre ein

Ein Friseur schneidet die Haare einer grauhaarigen Frau.
Schließen die Frisöre jetzt? Bildrechte: IMAGO

Die Handwerkskammer Erfurt bittet die Thüringer Landesregierung via Pressemitteilung darum, keine Schließung von Frisörgeschäften zu verfügen. Frisörgeschäfte seien notwendig, wenn das tägliche Leben in Thüringen aufrechterhalten werden solle. "Schließlich gehören diese Dienstleister zur persönlichen Hygiene im Alltag der Menschen", so die Handwerkskammer. Gerade die Frisöre seien aufgrund ihres Berufes in hygienischen Notwendigkeiten geschult. Dass es in den Salons viel Kundenkontakt gebe, sei keine Begründung, "um voreilige Entscheidungen zu treffen, die die Existenz von 989 Hauptbetrieben und ihren 198 Filialen gefährden".

14:38 Uhr | Eisenach ermuntert zu Nachbarschaftshilfe

Die Stadt Eisenach ermuntert Einwohner zur ehrenamtlichen Nachbarschaftshilfe. Benötigt würden beispielsweise Personen, die für ältere oder kranke Menschen in der Stadt einkaufen gehen oder Medikamente besorgen können. Interessenten sollen sich beim Bürgerbüro der Stadt per Mail an buergerbuero@eisenach.de oder telefonisch unter der Hotline 03691 - 670 800 melden. Freiwillige Helfer können aber nur Personen sein, die frei von Erkältungssymptomen sind und nicht zur Risikogruppe gehören.

14:09 Uhr | Kassenärzte bitten um Entlastung der Bereitschaftsnummer

Eine Flut von allgemeinen Anfragen zum Corona-Virus überlastet die ärztliche Bereitschafts-Nummer 116 117. Das teilt die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen mit. Demnach wollen zahlreiche Anrufer Auskünfte über alle möglichen Themen im Zusammenhang mit dem Coronavirus - wie Kinderbetreuung, Reisehinweise oder zu den derzeit geltenden Regeln im öffentlichen Leben. Das habe dazu geführt, dass die Nummer zeitweise nicht für Menschen erreichbar war, die ärztliche Hilfe benötigen. Die KV appelliert daher an alle Thüringer Auskünfte über nicht-medizinische Themen zum Corona-Virus über die zahlreichen anderen Hotlines einzuholen. Zum Beispiel haben die Landkreise und kreisfreien Städte solche Hotlines geschaltet.

Die Bereitschaftsnummer 116 117 soll laut KV nur für folgende Anfragen verwendet werden:

  • Anfragen aus Anlass einer begründeten Befürchtung, dass man sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt hat und einen Termin für einen Test benötigt,
  • Anfragen zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst, zu akuten Erkrankungen und an die Terminservicestelle.

13:52 Uhr | Altenburgs Oberbürgermeister weist Falschmeldungen zurück

Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann nimmt zu Gerüchten Stellung, dass ein Zelt auf dem Gelände des Flugplatzes Altenburg-Nobitz der heimlichen Einschleusung von Flüchtlingen und Coronapatienten diene.

13:22 Uhr | 87 Corona-Fälle in Thüringen bestätigt

In Thüringen sind mit Stand Mittwochvormittag, 11 Uhr, 87 Corona-Fälle bestätigt. Seit Dienstag seien 16 neue Fälle dazugekommen, teilte die Staatskanzlei mit. Mit Abstand die meisten Infizierten, nämlich 18, gib es in Erfurt. Eine der dort Erkrankten sei inzwischen wieder vollständig genesen. "Coronafrei" seien bislang die Kreise Hildburghausen, Sömmerda und Sonneberg.

13:16 Uhr | Paritätischer warnt vor Insolvenz-Welle im sozialen Sektor

Eine Band spielt zur Eröffnung des Neubaus der Werkstatt am Kesselbrunn im Marienstift Arnstadt.
Die Werkstatt am Kesselbrunn im Marienstift Arnstadt. Bildrechte: MDR / Matthias Gehler

Angesichts der Corona-Pandemie fordert der Paritätische Thüringen schnelle und umfassende Finanzhilfen für gemeinnützige Einrichtungen und Anbieter sozialer Dienste. Ansonsten drohe eine Welle von Insolvenzen im gemeinnützigen Sektor. Landesgeschäftsführer Stefan Werner mahnt, die Einrichtungen seien auf Schließungen oder Ausfallzeiten schlichtweg nicht vorbereitet. Anders als kommerzielle Anbieter dürften gemeinnützige Träger kaum Risikorücklagen bilden. Betroffen sei das gesamte Spektrum sozialer Arbeit - Werkstätten für Menschen mit Behinderung, die nicht mehr arbeiten dürfen, Kindergärten, die geschlossen bleiben, Beratungsstellen aller Art, Rehabilitationseinrichtungen wie Kur- und Erholungseinrichtungen bis hin zu Jugendzentren, Altenclubs, Begegnungsstätten und sogar Pflegeeinrichtungen.

13:06 Uhr | Erfurt: Geld für Sozialticket kommt erst später

Die Stadt Erfurt zahlt wegen der Coronakrise das Geld für das Sozialticket später aus. Das teilte das Gesundheitsamt mit. Vorerst sei der Zeitraum von Dezember 2019 bis Dezember 2020 betroffen. Die jeweils 20 Euro für die Monatskarten für den öffentlichen Nahverkehr würden später rückwirkend erstattet, heißt es. Die Stadt Erfurt gewährt den monatlichen Zuschuss einmal pro Bedarfsgemeinschaft. In der Stadt gibt es knapp 18.000 Bedarfsgemeinschaften, bis zu 5.000 nutzen das Angebot.

13:01 Uhr | Fünfter Coronafall im Saale-Holzland-Kreis bestätigt

Im Saale-Holzland-Kreis ist eine weitere Frau mit dem Coronavirus infiziert. Wie das Landratsamt mitteilte, hatte die Frau Kontakt mit einem anderen Infizierten. Sie selbst zeige keine Symptome. Damit ist das Coronavirus jetzt bei fünf Menschen im Saale-Holzland-Kreis bestätigt.

12:45 Uhr | Engpässe bei Automobil-Zulieferern in Thüringen

Die Einschränkungen in der Automobilbranche durch die Corona-Krise bekommen auch die Zulieferer in Thüringen zu spüren. Wie der Sprecher von Automotive Thüringen, Rico Chmelik, MDR THÜRINGEN sagte, herrscht insgesamt eine mangelnde Teileversorgung. So könnten Zulieferer einerseits nicht fertigen und andererseits Teile nicht weiterreichen. Bis Mitte März wurden laut Chmelik noch Umsätze von 100 Prozent eingefahren, jetzt seien diese auf null bis zehn Prozent gesunken. In Thüringen ist die Automobil- und Zulieferindustrie mit mehr als 500 Unternehmen und gut 51.000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber. Der Verein Automotive Thüringen hat es sich zur Aufgaben gemacht, zwischen den Unternehmen und der Landesregierung zu vermitteln.

12:00 Uhr | Zwölf Ideen gegen Langeweile in Familien

Häusliche Isolation oder angeordnete Quarantäne können vor allem mit kleineren Kindern eine Herausforderung sein. Ein Erfahrungsbericht mit erprobten Tipps gegen Langeweile:

11:35 Uhr | Saalfelder Tafel sucht Helfer - ältere Mitarbeiter nicht im Einsatz

Der Saalfelder Tafel gehen in der Coronakrise die Helfer aus. Das sagte der Vereinsvorsitzende Jürgen Brengel MDR THÜRINGEN. Viele der ehrenamtlichen Mitarbeiter seien zwischen 60 und 75 Jahre alt. Um sie vor dem Coronavirus zu schützen, könnten viele zurzeit nicht eingesetzt werden. Die Tafel suche deshalb ehrenamtliche Mitarbeiter, die Lebensmittel an Bedürftige ausgeben oder mit einem Kleintransporter von Supermärkten und Bäckereien abholen. Die Saalfelder Tafel bleibt laut Brengel so lange wie möglich geöffnet. Viele Kindergärten und Sportstätten, die derzeit geschlossen sind, spendeten ihre Lebensmittel.

11:17 Uhr | Verzögerungen bei Müllabfuhr möglich

Aufgrund des Coronavirus verzögert sich die Müllabfuhr im Kyffhäuserkreis. Wie das Landratsamt mitteilte, hat der Hausmüll oberste Priorität. Die schwarze Tonne werde weiterhin normal abgeholt. Zu Verzögerungen kommt es beim Abholen von Elektroschrott und Sperrmüll. Bereits vergebene Termine stehen unter Vorbehalt. Grünschnitt soll nach Möglichkeit bis Ende April zu Hause aufbewahrt werden.

10:51 Uhr | Mann aus Ostthüringen erkrankt nach Fußballspiel in Leipzig

Ein Mann aus dem Saale-Orla-Kreis hat sich vermutlich bei einem Fußballspiel in Leipzig mit dem Coronavirus angesteckt. Wie eine Sprecherin des Landratsamtes in Schleiz sagte, hatte der Mann vor wenigen Tagen mit einer Gruppe Gleichgesinnter ein Fußballspiel des Bundesligisten RB Leipzig besucht. Der Patient befinde sich in häuslicher Quarantäne. Weil der Mann drei Tage nach dem Fußballspiel erkrankt sei, habe das Landratsamt den bestätigten Coronafall dem Gesundheitsamt in Leipzig gemeldet.

10:32 Uhr | Schutzschirm für Unternehmen und Beschäftige geplant

Die Landesregierung plant wegen der Coronakrise milliardenschwere Hilfen für Unternehmen und Beschäftigte. Es werde an einem entsprechenden Programm gearbeitet, bestätigte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums Informationen von Thüringer Zeitungen. Details wollte er noch nicht nennen. Die Thüringische Landeszeitung hatte berichtet, dass für das Programm in einem ersten Schritt bis zu 1,5 Milliarden Euro bereitgestellt werden sollen. Das Geld soll zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen und zur langfristigen Stärkung der Eigenkapitalbasis Thüringer Unternehmen dienen. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) wollte die Summe laut TLZ zunächst nicht kommentieren. Es stünden Hunderte Unternehmen und Tausende Arbeitsplätze auf dem Spiel. Thüringen wolle einen Schutzschirm für Unternehmen und Beschäftigte schaffen. Das Geld dafür müsse von Bund und Land bereitgestellt werden. Das Ministerium will sich am Nachmittag näher zum Hilfsprogramm äußern.

10:20 Uhr | Daimler-Stopp trifft Motorenwerk Kölleda

Die Coronakrise bringt immer mehr Thüringer Unternehmen in Schwierigkeiten. Da mittlerweile alle großen deutschen Autobauer angekündigt haben, ihren Betrieb einzustellen, trifft es besonders die Zulieferer im Freistaat. Nach Opel, VW und BMW stoppt nun auch Daimler die Produktion. Dies trifft auch das Motorenwerk Kölleda (MDC). Wie Sofia Stauber von Daimler in Stuttgart MDR THÜRINGEN sagte, wird derzeit geprüft, ob für das Thüringer Werk ab kommender Woche ein Notbetrieb in Frage kommt oder es komplett heruntergefahren werden muss. Zu Details konnte Stauber noch keine Aussage treffen. In dieser Woche fährt Daimler seine Produktion im Großteil seiner Produktionsstandorte herunter. Ab nächster Woche soll sie für zwei Wochen unterbrochen werden.

09:49 Uhr | Mitarbeiterin der Uniklinik Jena mit Coronavirus angesteckt

Eine Mitarbeiterin des Universitätsklinikums Jena hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Pressesprecherin des Klinikums bestätigte entsprechende Medienberichte. Demnach handelt es sich um eine Mitarbeiterin der Ambulanz, die keinen direkten Kontakt zu Patienten gehabt habe. Die Uniklinik hat andere Mitarbeiter der Ambulanz bereits auf das Virus getestet. Am Freitag werde es einen zweiten Test geben. Bis dahin seien die Mitarbeiter verpflichtet, Schutzmasken zu tragen und ein Fiebertagebuch zu führen.

09:31 Uhr | Soziale Kontakte weiter einschränken

Ab heute gilt in Thüringen ein Notfall-Erlass zum Verbot und zur Beschränkung von sozialen Kontakten. Ziel ist es, die Verbreitung des Coronavirus zu stoppen und Infektionsketten zu blocken. Hier gibt es einen Überblick:

09:17 Uhr | Pfingstfestival hält an April-Veranstaltungen fest

Die Initiatoren des Pfingstfestivals auf Schloss Ettersburg (Weimarer Land) setzen in der Coronakrise auf Zeit. Direktor Peter Krause sagte zunächst drei noch für März geplante Gesprächsabende ab. Für die abgesagten Veranstaltungen werde ein Nachholtermin gesucht, heißt es in einer Mitteilung. Verschoben wird auch die Eröffnung der Hölderlin-Ausstellung am 2. April. An den für Ende April, Mai und Juni geplanten Veranstaltungen wolle man zunächst festhalten.

08.58 Uhr | "Hochbetrieb": Polizei räumt Bordell in Erfurt

In Erfurt hat die Polizei in der Nacht zu Mittwoch ein Bordell geräumt und geschlossen. Im Laufhaus habe noch Hochbetrieb geherrscht, obwohl wegen der Corona-Gefahr der Betrieb hätte eingestellt werden müssen, teilte die Polizei mit. Der Geschäftsführer will von dem Verbot öffentlicher Veranstaltungen nach eigenen Angaben nichts gewusst haben. Die letzten beiden Gästen wurden gegen 1.15 Uhr von der Polizei aus dem Bordell geführt.

08:20 Uhr | Familienkasse setzt auf Online-Beratung

Die Familienkasse Sachsen-Anhalt-Thüringen schließt ihre Büros für Kundinnen und Kunden. Bis auf Weiteres seien keine persönlichen Vorsprachen mehr möglich, teilte die Kasse am Mittwoch mit. Eine Service-Hotline sei geschaltet, die Nummer lautet (0800) 455 5530. Beratungen werde es weiterhin online oder telefonisch geben. Die Auszahlung von Kindergeld und Kinderzuschlag ist laut Kasse gewährleistet. In Thüringen unterhält die Familienkasse Standorte in Erfurt, Jena, Nordhausen und Suhl.

07:54 Uhr | Zweiter Corona-Fall in Gera

In Gera gibt den zweiten bestätigten Corona-Fall. Das teilte die Stadtverwaltung am Dienstagabend mit. Insgesamt seien in den vergangenen Tagen 82 Proben von Verdachtsfällen getestet worden. 24 Testergebnisse stehen laut Stadtverwaltung noch aus.

07:35 Uhr | Einkaufsservice für ältere Menschen in mehreren Landkreisen

In Thüringen finden sich immer mehr ehrenamtliche Helfer zusammen, um älteren Menschen den Einkauf abzunehmen. So will "Jugendforum Altenburger Land" gemeinsam mit der Stadtverwaltung Schmölln einen Einkaufsservice anbieten. Damit könne deren Ansteckungsrisiko durch das Coronavirus möglichst gering gehalten werden, sagte Bürgermeister Sven Schrade (SPD). Das Jugendforum hat sich mit dem Gesundheitsamt des Landratsamtes Altenburger Land abgestimmt, auch zur Übergabe der Waren. Die Koordination der Anfragen übernimmt der Bürgerservice der Stadt Schmölln. Weitere Kontaktmöglichkeiten sind auch auf der Internetseite der Stadt aufgeführt. Das Einkaufsangebot gilt vorerst bis zum Beginn der Osterferien am 06.04.2020. Das "Jugendforum Altenburger" vernetzt Jugendliche und will jugendliches Engagements im Altenburger Land stärken.

In Saalfeld ist ein Nothilfe-Telefon für die Koordinierung von Hilfsangeboten eingerichtet worden. Unter (03671) 598-297 und -298 können sich alle Einwohner des Altkreises Saalfeld zu den Bürgerservice-Zeiten melden, die in der aktuellen Lage Hilfe benötigen oder Hilfe spenden wollen. Auch in Nordthüringen engagieren sich immer mehr ehrenamtliche Corona-Hilfsgruppen.

07:35 Uhr | Sondershausen: Amtsgericht behandelt nur noch dringende Verfahren

Am Amtsgericht Sondershausen werden nur noch dringende Verfahren erledigt. Wie Gerichtssprecher Gerald Fierenz MDR THÜRINGEN sagte, sollen damit Publikumsverkehr und Infektionsgefahr deutlich reduziert werden. Anliegen sollen per Telefon oder schriftlich vorgetragen werden. Wichtig sei, so lange wie möglich für Eilsachen fit zu bleiben. Deshalb würden derzeit nur Haftsachen, einstweilige Verfügungen, Führerschein-Sperren und Betreuungssachen sowie psychiatrische Unterbringungen verhandelt. Alle anderen Verfahren seien verschoben und die Termine aufgehoben worden.

Besondere Vorsicht gelte bei Betreuungssachen für Bewohner von Altenheimen. Hier würden derzeit bestehende Regelungen verlängert, ohne die Betroffenen vor Ort anzuhören. Diese gesetzlich vorgeschriebenen Befragungen würden nachgeholt oder per Telefon erledigt.

07:30 Uhr | Guten Morgen mit einem Lächeln!

Einen sonnigen guten Morgen. Wir versorgen Sie auch heute wieder mit aktuellen Neuigkeiten, Nachrichten, Berichten und Hintergründen zum Coronavirus in Thüringen.

Wichtige Telefonnummern sowie aktuelle Nachrichten und Hintergründe zu Corona in Thüringen finden Sie auf unserer Übersichtsseite. Weitere Informationen - auch zur überregionalen Situation - bietet MDR Aktuell im Schwerpunkt "Das neue Coronavirus".

Ansonsten gilt heute die Devise: Halten Sie Ihr Gesicht in die Sonne und tanken Sie gute Laune. Ein Lächeln, das man anderen schenkt, wirkt manchmal Wunder.

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Was bisher geschah | Liveticker von Dienstag zum Nachlesen

  • Stand 17 Uhr von Dienstagabend gibt es derzeit im Freistaat 80 Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Täglich um 16 Uhr informiert das Land Thüringen über die aktuellen Zahlen. Wir versuchen jedoch jede Meldung aus den Kreisen gleich zu erfassen, deswegen kann es zu Abweichungen bei den Zahlen kommen.
  • In Thüringen sind ab sofort alle Kindergärten, Schulen, Berufsschulen und sonstigen Bildungseinrichtungen geschlossen. Betroffen sind etwa 250.000 Schüler, die bis zum Ende der Osterferien zuhause lernen sollen.
  • Die Polizei empfiehlt die Erstattung von Anzeigen per Mail. Jede Landespolizeiinspektion sowie die Autobahnpolizeiinspektion hat in Thüringen einen eigene Mailadresse, an die sich Betroffene wenden und ihren Fall schildern sollen (Was, Wer, Wann, Womit, Zeugen).

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml,mm,dr

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 18. März 2020 | 19:00 Uhr

3 Kommentare

FrischeFriese vor 35 Wochen

Also ich verstehe absolut nicht was Friseure zu lebenswichtigen Massnahmen macht. Wenn die Haare mal etwas länger werden, tut das doch nicht weh. Es gibt in der jetzigen Zeit doch weiß Gott wichtigere Dinge. Wir haben einen sehr hohen Kundendurchlauf und wissen nicht wer wann wie wo mit wem war. Und können dabei keinen Abstand halten. Das betrifft auch viele andere ähnliche Berufsgruppen. Warum geht das hier in Deutschland nicht das es eine einheitliche Ansage gibt?. Wir gefährden unsere Familie und natürlich und uns selbst. Und Gesundheit ist am wichtigsten, die kann man sich nicht kaufen. Großen Dank an alle die die das Leben wirklich am laufen halten müssen, wie etwa Ärzte, Verkäufer/innen, Logistiker, etc... in unseren Nachbarländern Österreich, Italien, Frankreich funktioniert es doch auch.

Frank aus Gera vor 35 Wochen

Warum macht die Stadt Gera so ein Geheimnis um den 2. Coronainfizierten ? Alter und Geschlecht der Person und Wo infiziert wäre schon sehr informativ.

Piccolo vor 35 Wochen

Bei aller Hilfsbereitschaft vieler Menschen.
Eine Frage bleibt, wer garantiert die Seriösität dieser Angebote.
Oder ist Enkeltrick, falsche Polizei und ähnliches mit dem Virus verschwunden. Gerade jetzt sollte darauf geächtet werden das die Not nicht ausgenutzt wird.

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