Altenburger Land | Sonneberg AfD verzichtet auf Wahlanfechtungen

Anders als zunächst angekündigt wird die AfD in zwei Landkreisen die Ergebnisse der Kommunalwahl nicht anfechten. Die Partei hält das auf 16 Jahre gesenkte Wahlalter für verfassungswidrig und wollte deshalb die Wahlen dort angreifen, wo ihre Kandidaten knapp gescheitert waren. Einen Eilantrag gegen die Regelung hatte der Verfassungsgerichtshof abgelehnt. Die Verhandlung in der Hauptsache steht noch aus.

Im Kreis Sonneberg verzichtet der AfD-Kandidat Robert Sesselmann auf eine Anfechtung der Landratswahl. Das sagte Sesselmann MDR THÜRINGEN. Das Vorstandsmitglied des AfD-Gebietsverbandes Sonneberg ist nach der Wahl am 15. April aus dem Rennen um den Landratsposten. Sesselmann bekam 29,8 Prozent der Stimmen. Seine Gegenkandidat Hans-Peter Schmitz (parteilos, unterstützt von Die Linke/SPD) erhielt 37,6 Prozent. Für CDU-Kandidat Danny Dobmeier stimmten 32,5 Prozent der Wähler. Schmitz und Dobmeier gehen am Sonntag in die Stichwahl. Am Montag nach der Wahl hatte der Landessprecher der AfD, Stefan Möller, noch angekündigt, die Ergebnisse der Kommunalwahl in den Gebieten anzufechten, in denen die AfD-Kandidaten knapp unterlegen waren.

Auch der AfD-Kreisverband Greiz-Altenburg wird das Ergebnis der Landratswahl nicht anfechten. Das bestätigte der Verband. Entschieden worden sei das bereits am Donnerstag vergangener Woche auf einer Vorstandssitzung. AfD-Kandidat Andreas Sickmüller hatte in der ersten Runde der Wahl die drittmeisten Stimmen bekommen und landete nur knapp hinter Amtsinhaberin Michaele Sojka von der Linken. Sojka bekam 217 Stimmen mehr. Bei der Stichwahl am Sonntag tritt Michaele Sojka gegen CDU-Herausforderer Uwe Melzer an. Er war auf 37,3 Prozent der Stimmen gekommen, Sojka konnte 26,7 Prozent der Wähler überzeugen

Quelle: MDR THÜRINGEN

Zuletzt aktualisiert: 25. April 2018, 09:36 Uhr

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7 Kommentare

25.04.2018 20:59 martin 7

@6 wieland: Auch ständige Wiederholung macht Ihren Vergleich mit dem Jugendstrafrecht nicht besser.

Wenn Sie sich näher / ernsthaft mit dem Jugendstrafrecht befassen, werden Sie merken, dass es beim Jugendstrafrecht auch darum geht, dass es eine gestaffelte Verantwortungsübernahme durch Jugendliche und Heranwachsende gibt. Wie in anderen Bereichen des Lebens auch.

Übrigens: Das Jugendstrafrecht kennt Haftstrafen bis 15 Jahre sowie den Vorbehalt der Sicherheitsverwahrung. Da braucht sich niemand hinstellen und behaupten, dass Jugendstrafe doch per se konsequenzenloses Verhalten erlaubt.

Und die Behauptung, dass Jugendliche die Auswirkung von Kommunalpolitik weniger überblicken können als Erwachsene, zeugt in meinen Augen von Arroganz und/oder Unkenntnis.

25.04.2018 20:37 Wieland der Schmied 6

Die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre ist ein übler Dreh von RoRoGrü, weil man Verantwortung zwar übertragen kann, aber nicht gleichzeitig teilen(Jugendstrafrecht). Man hofft auf diesem Wege im nächsten Jahr auf bessere Ergebnisse, da man momentan gerade Stimmengleichheit hat und dank einer „vermutlich gekauften“ Stimme gerade eine in „Überzahl“ hat.
Interessant ist indessen der Wahlausgang für Bürgermeister und Landräte in Brandenburg, wo die GroKo-Parteien deutliche Einbußen erlitten und die Gewinner parteilose Bürgervertreter waren, die man kennt, die klare Worte sprechen und daher in Gegensatz zu den Parteiniks der GroKo vertrauenswürdig sind. Wenn das kein Wink mit dem Zaunspfahl ist.

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