Arbeitsmarkt Arbeitslosigkeit in Thüringen ist im Februar leicht gesunken

Die Zahl der arbeitslosen Menschen in Thüringen hat sich im Februar nur gering verändert. Wie die Landesarbeitsagentur Sachsen-Anhalt/Thüringen am Freitag mitteilte, waren Ende des Monats 62.824 Männer und Frauen als arbeitslos registiert. Das waren 507 weniger als im Januar dieses Jahres. Die Arbeitslosenquote lag in Thüringen im Februar bei 5,6 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert vom Vormonat.

Der Sitz der Landesarbeitsagentur Sachsen-Anhalt/Thüringen in Halle.
Landesarbeitsagentur Sachsen-Anhalt/Thüringen in Halle Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt

Wie die Arbeitsagentur weiter mitteilte, verloren im Februar rund 5.500 Menschen ihren Job am ersten Arbeitsmarkt. Im selben Zeitraum fanden rund 4.300 Arbeitslose eine neue Stelle. Die Zahl der Unterbeschäftigten lag bei insgesamt 86.600 (400 mehr als im Januar). Zur Kategorie der Unterbeschäftigten werden Arbeitslose sowie Teilnehmer an Maßnahmen der Arbeitsagentur (ABM, Fortbildung etc.) und kurzfristig arbeitsunfähige Menschen gerechnet. Von den rund 62.800 Arbeitslosen bezog etwas mehr als die Hälfte (34.700) Leistungen nach Hartz-IV.

Niedrigste Quoten im Süden und Westen

Die meisten arbeitslosen Menschen hatte mit 6.590 die Stadt Erfurt, gefolgt vom Landkreis Gotha (3.955) und dem Unstrut-Hainich-Kreis (3.939). Die höchsten Arbeitslosenquoten in Thüringen hatten der Kyffhäuserkreis (8,5 Prozent), die Stadt Gera (8,3) und der Landkreis Nordhausen (7,4). Die wenigsten Arbeitslosen hatten die Stadt Suhl (1.006), der Kreis Sonneberg (1.254) und der Kreis Hildburghausen (1.381). Die niedrigsten Arbeitslosenquoten hatten der Kreis Hildburghausen mit 4,0 Prozent, der Kreis Sonneberg (4,1) und der Wartburgkreis (4,3).

Der Chef der Landesarbeitsagentur, Kay Senius, erklärte, die saisontypische Winterpause werde von der Frühjahrsbelebung abgelöst. Hauptrisiko für den Arbeitsmarkt bleibe die demografische Entwicklung. Altersbedingt sinke die Zahl der Erwerbspersonen. Deshalb seien ausländische Arbeitskräfte schon jetzt für viele Unternehmen "eine echte Stützen in einem von starker Alterung geprägten Arbeitsmarkt".

Der Verband der Wirtschaft Thüringens (VWT) erklärte, die Suche nach geeigneten Fachkräften bleibe die größte Herausforderung für die Thüringer Wirtschaft. Thüringen brauche dringend mehr Zuwanderung, so Hauptgeschäftsführer Stephan Frauth. Deshalb sei vor dem Hintergrund des am 1. März in Kraft tretenden Fachkräfteeinwanderungsgsetzes eine zentrale Ansprechstelle für Arbeitgeber und ausländische Fachkräfte in Thüringen notwendig. Diese könne an einer Ausländerbehörde angesiedelt werden. Thüringen müsse auch weiter daran arbeiten, dass ausländische Fachkräfte sich im Land willkommmen fühlten.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 28. Februar 2020 | 19:00 Uhr

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