Ein Kunde geht durch die Tür eines Jobcenters
Eingang zum Jobcenter der Arbeitsagentur Erfurt (Archivbild). Bildrechte: dpa

Arbeitsmarkt im Dezember Zahl der Thüringer Arbeitslosen leicht gestiegen

Ein Kunde geht durch die Tür eines Jobcenters
Eingang zum Jobcenter der Arbeitsagentur Erfurt (Archivbild). Bildrechte: dpa

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Thüringen im Dezember saisonbedingt leicht angestiegen. Nach Angaben der Landesarbeitsagentur waren rund 58.600 Thüringer arbeitslos gemeldet - das waren rund 1.600 mehr als im November, aber über 5.000 weniger als im Dezember 2017. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich leicht auf 5,2 Prozent. Insgesamt waren im Jahr 2018 so wenige Menschen arbeitslos wie seit der Wende nicht. Der Chef der Landesarbeitsagentur, Kay Senius, sagte, der Arbeitsmarkt im Freistaat habe den Anschluss an den Westen geschafft. Senius rechnet damit, dass ab dem Frühjahr die Arbeitslosigkeit weiter zurückgeht. Als problematisch bezeichnete er allerdings den nach wie vor relativ hohen Anteil an Langzeitarbeitslosen. Sorgen bereite auch der immer größer werdende Mangel an Fachkräften.

Mittel- und Westthüringen

Hier ist die Arbeitslosigkeit im Dezember saisonbedingt minimal angestiegen. Laut Landesarbeitsagentur sind in der Region knapp 22.000 Menschen arbeitslos gemeldet und damit rund 400 mehr als im November. Die höchste Arbeitslosigkeit mit 6,2 Prozent verzeichnet dabei die Stadt Eisenach. Am niedrigsten ist die Quote mit 3,6 Prozent im benachbarten Wartburgkreis.

Ostthüringen

Im Osten des Freistaats ist die Arbeitslosigkeit im Dezember saisonbedingt auch leicht angestiegen. Laut Landesarbeitsagentur sind in der Region knapp 20.000 Menschen arbeitslos gemeldet und damit rund 500 mehr als im November. Mit 8,4 Prozent liegt dabei die Quote in Gera landesweit am höchsten. Die wenigsten Arbeitslosen in Ostthüringen verzeichnet der Saale-Holzland-Kreis - mit 4,3 Prozent.

Nordthüringen

Auch hier zeigen die Statistiken einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Wie die Landesarbeitsagentur mitteilte, sind in der Region knapp 12.000 Menschen arbeitslos gemeldet und damit rund 600 mehr als im November. Mit 8,3 Prozent verzeichnet der Kyffhäuserkreis die landesweit zweithöchste Quote. Nicht einmal halb so hoch - nämlich bei 3,9 Prozent - liegt die Arbeitslosenquote dagegen im Kreis Eichsfeld.

Südthüringen

Der Dezember brachte auch dem Süden des Landes eine Zunahme der Arbeitslosigkeit. Laut Landesarbeitsagentur sind in der Region knapp 5.500 Menschen arbeitslos gemeldet und damit rund 200 mehr als im November. Die Quoten bleiben alle weiterhin unter fünf Prozent. Die wenigsten Arbeitslosen - auch landesweit - haben nach wie vor die Landkreise Hildburghausen und Sonneberg mit 3,1 bzw. 3,5 Prozent.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Eine Lokalposse erlebt zurzeit Kaltensundheim im Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Ein neues Wartehäuschen steht zu nah an der Straße.

Do 22.08.2019 10:00Uhr 00:49 min

https://www.mdr.de/thueringen/sued-thueringen/schmalkalden-meiningen/video-330182.html

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | MDR THÜRINGEN Nachrichten | 04. Januar 2019 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Januar 2019, 15:25 Uhr

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8 Kommentare

05.01.2019 14:47 Wie bestellt -so geliefert 8

Es ist schon ein Verdienst der Regierung Merkel, daß die Rahmenbedingungen so geschaffen wurden,daß es jetzt viel weniger Arbeitslose gibt als b.z.w. vor 20 Jahren. Für mich selbst kann ich zum Niedriglohnsektor nur sagen, ich habe immer gut verdient und meine Frau hat noch im Niedriglohn etwas dazu verdient. Uns ging es immer sehr gut. Jeder der gesund ist und auch leistungswillig ist muss nicht für den Mindestlohn arbeiten. Flexiblität und immer wieder weiter qualifizieren und nicht auf die Arbeitsagentur hoffen, sich selbst helfen, das ist im Kapitalismus angesagt. Die aller meisten haben das 89 so gewollt und viele sind mit den veränderten Bedingungen im laufe der Zeit auch zu recht gekommen. Natürlich gibt es auch Probleme (Behinderte Menschen, oder Alleinerziehende) Aber auch da können Hilfen in Anspruch genommen werden. Schimpfen über die Regierung ja wenn es angebracht ist, aber bitte auch anerkennen wenn eine Entwicklung gut gelaufen ist.

05.01.2019 12:23 Mediator an Anne(4) 7

Nur ein paar kleine Denkanstöße:

1. Definition Niedriglohnsektor: Selbst wenn alle Menschen in D Einkommensmillionäre wären wäre ein Teil dieser Millionäre NIEDRIGLOHNBEZIHER gemäß Definition.

2. Vom Einkommen leben: Warum sollten Schüler, Studenten, Rentner oder Hausfrauen die sich was dazuverdienen von diesen "Nebenjobs" leben können und vor allem wollen? Arbeit kann auch ganz andere Ziele haben als das eigene Leben vollständig zu finanzieren. Für oben genannte Gruppen dient es häufig dazu lediglich den Lebensstandard zu verbessern oder überhaupt arbeiten zu können.

3. Die Statistik: Glauben sie wenn jeder Dritte keinen Job hätte würde sich etwas für das Land oder die Regierung ändern, wenn die AL Quote einen massiv falschen Wert angibt? Einfach mal nach Europa schauen und erkennen, dass man auf hohem Niveau jammert würde vielen hier gut tun.

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