Herbstbelebung Trotz Corona in Thüringen: 2.300 Arbeitslose weniger im Oktober

Der Arbeitsmarkt in Thüringen hat sich im Oktober leicht entspannt. Nach Angaben der Landesarbeitsagentur waren Endes des Monats rund 65.800 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet - 2.300 weniger als im September. Allerdings waren es etwa 10.000 mehr als im Oktober 2019.

 Ein Kunde geht in Erfurt (Thüringen) durch die Tür des Jobcenters.
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In Thüringen hat die Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt angehalten und für einen leichten Rückgang bei der Zahl der Arbeitslosen gesorgt. Das teilte die Arbeitsagentur am Donnerstag mit. Die Arbeitslosenquote liegt im Freistaat bei 5,9 Prozent. Der Rückgang im Vergleich zum September beträgt 0,2 Prozentpunkte.

Markus Behrens, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt-Thüringen, sagte, dass auch der Bedarf an Kurzarbeit zurückginge.

Markus Behrens, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt/Thüringen
Markus Behrens Bildrechte: Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt/Thüringen

Gera mit höchster Arbeitslosenquote in Thüringen

Mit 8,3 Prozent Arbeitslosenquote bleibt Gera weiter das Schlusslicht hinter der Stadt Eisenach mit 7,9 Prozent. Die wenigsten Menschen in Arbeit zählt der Kreis Hildburghausen mit 4,0 Prozent.

Der "Corona-Effekt", also die Zahl der Arbeitslosen, die aufgrund der Pandemie-Folgen zwischen März und Oktober ihre Arbeit verloren haben, nicht vermittelt werden konnten oder eine Qualifizierungsmaßnahme nicht antreten konnten, liegt aktuell bei knapp 11.800. Das sind 1.500 weniger als im September.

Kurzarbeit leicht rückläufig

Im Oktober hatten die Firmen für 2.100 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet. Der am stärksten betroffene Wirtschaftszweig war nach wie vor das verarbeitende Gewerbe. Von März bis September waren bei den Arbeitsagenturen in Thüringen insgesamt 27.300 Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen. Dahinter standen knapp 313.900 Beschäftigte.

Vor dem Hintergrund rasant steigender Infektionszahlen appellierte unterdessen der DGB Hessen-Thüringen an Politik und Arbeitgeber, dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten oberste Priorität einzuräumen. "Die größte Gefahr für Arbeit und Wirtschaft geht derzeit von mangelndem Gesundheitsschutz aus", sagte DGB-Chef Michael Rudolph der Deutschen Presse Agentur. Dies gelte besonders am Arbeitsplatz. Man dürfe die Beschäftigten nicht in ihren Freizeitaktivitäten einschränken und sie gleichzeitig an ihrer Arbeit mit den Infektionsrisiken allein lassen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dvs

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 29. Oktober 2020 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

Matthi vor 5 Wochen

Das hat sich ja wohl dann erledigt

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